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Warum eigentlich ein Blog

Der Hype der Blogger schwächt zunehmend ab, man findet mehr und mehr sogenannte Blogleichen im Internet. Ob private Blogs die aus Zeit- oder Lesermangel eingestellt wurden oder auch Businessblogs die nicht die Erwartungen erfüllt haben, die Dichte der aktiven Blogs hat abgenommen. Diese Entwicklung ist für einen Hype völlig typisch und wer jetzt noch bloggt hat wahrscheinlich den Sinn und die entsprechenden Mechnismen beim bloggen verstanden. Letztlich bleiben mittlerweile bei den Meisten recht pragmatische Gründe für die Erhaltung des eigenen Blogs.

Bloggen des bloggen wegen

Wer einfach über sein Hobby oder Dinge die ihn interessieren oder bewegen bloggt und einigermaßen erfolgreich (im Sinne von Lesern, Kommentaren) dabei ist wird sich nicht von Hype oder Nichthype beeindrucken lassen. Diese Blogs sind im Prinzip der Kern der Community, ohne diese Blogger hätte sich der Hype nie entwickelt. Der finanzielle Aspekt steht hier im Hintergrund, eventuell werden hier und da ein paar Google-Adsense geschaltet oder einige Links verkauft um die Hostinggebühren zu refinanzieren. Der inhaltliche Gehalt ist hier meist sehr hoch und interessierte Leser erhalten einen echten Mehrwert der nicht durch kommerzielle Interessen des Bloggers getrübt wird. Diese Blogs werden wohl noch sehr lange Zeit bestehen und sind vom Blogsterben weniger betroffen, das Ende dieser ist meist durch völlig andere Dinge begründet (neuer Job, Familie).

Bloggen als Marketinginstrument

Diese Kategorie ist sehr breit gefächert, angefangen beim Corporate Blog eines Unternehmens über die Verwendung zu SEO-Zwecken bis hin zur Verbreitung positiver Unternehmensnachrichten werden Blogs zu verschiedensten Zwecken von der Wirtschaft benutzt. Die Landschaft der guten Corporate Blogs ist dabei sehr dünn besiedelt, man fürchtet wohl einen medialen Fehltritt und schreibt so sehr besonnen und vorsichtig. Einige wenige haben die Möglichkeiten jedoch erkannt und setzen den Blog als Instrument zur aktiven Unternehmenskommunikation. Aus SEO (englisch für Suchmaschinenoptimierer)-Sicht bietet ein Blog perfekte Voraussetzungen um als Werkzeug zum Linkbuilding missbraucht zu werden. So werden immer wieder Blogs aufgezogen die ausschließlich auf die entsprechenden Projekte verlinken und nach einiger Zeit sterben. Auch fremde Weblogs werden dazu benutzt indem sinnfreie Kommentare mit Links auf das eigene Projekt versehen werden. Neben Google haben auch die betroffenen Blogger auf diese Art der Suchmaschinenoptimierung reagiert und versehen Ihre Kommentare mit “noFollow” was dem Spider der Suchmaschine signalisiert diesen Link bitte nicht zu folgen und die verlinkte Seite nicht aufzuwerten. Google hingegen erkennt mittlerweile tote Blogs und wertet Links aus diesen entsprechend ab. Aber WordPress, die verbreiteste Blogsoftware, bietet noch weitere Möglichkeiten. So werden sogenannte Artikelverzeichnisse auf dieser Basis schnell und kosteneffizient erstellt und ermöglichen so einen schnellen und einfachen Backlinkaufbau.

Die letzte Kategorie, nämlich die Verbreitung positiver Nachrichten über Unternehmen oder Produkte (Ghostwriting) gehört teilweise auch in den Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Hier wird versucht negative Berichterstattung aus den Suchergebnissen zu verdrängen um das eigene Unternehmen/Produkt besser darzustellen. Diese Art des Marketing ist ein sehr schmaler Grat, auf der einen Seite verstößt man gegen geltendes Recht (Werbung muss im Internet als solche erkennbar sein) und das größere Übel: Fliegt der Schwindel auf ist das Internet sehr schnell von Berichten über diesen Faupax überfüllt – es gilt also ein höchstes Maß an Fingerspitzengefühl zu beweisen.

Bloggen des Geldes wegen

Selbstverständlich gibt es auch Blogger die versuchen zumindest ein kleines Nebeneinkommen zu erzielen, warum auch nicht? Diese betreiben ihr Blog nicht nur mit viel Enthusiasmus auch die Beiträge sind bei den Meisten sehr ansprechend und Gehaltvoll, die Zeit des sinnfreien Beitragspams der große Werbeinnahmen bringt sind glücklicherweise so gut wie vorbei. Ob und wieviel Geld ein Blog einbringt hängt von vielen Faktoren ab, einerseits vom Inhalt und der Frequenz neuer Artikel (4-5 Artikel pro Woche sollten es sein) und andererseits von der Bereitschaft seinen Blog zu monetarisieren. Hier bestehen zahlreiche Möglichkeiten: Die verbreiteste ist wahrscheinlich Google Adsense, hier werden entsprechend zum Inhalt passende Anzeigenblöcke eingebunden und der Blogger erhält für jeden Klick einen gewissen Betrag. Auch andere Anbieter stellen solche Werbemöglichkeiten zur Verfügung, zum Beispiel Amazon – hier wird jedoch per Verkauf abgerechnet, die Anzahl der Klicks ist unerheblich. Neben der Schaltung von Anzeigen großer Netzwerke bieten kleinere Netzwerke den Verkauf von Links an, hierzu muss lediglich ein Link auf die vorgegebene Seite gesetzt werden und dieser wird mit einem festen Betrag entlohnt – egal wie oft dieser angeklickt wird.
Eine weitere Möglichkeit besteht im verfassen von ganzen Artikeln für Werbenetzwerke wie trigami button Warum eigentlich ein Blog diese bieten dem Blogger Kampagnen an und vergüten diese mit variabel vereinbarten Prämien. Dabei steht es jedem frei ein Angebot anzunehmen oder nicht. Reich werden wohl die wenigsten mit ihrem Blog, aber es macht schon Spaß zu sehen wie zumindest der eine oder andere Euro durch die Bloggerei erzielt wird.

Kategorie: Features von Enrico • 26.02.2009

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  1. [...] gut in meine Serie zur Blogger Akademie passt ist ein Artikel beim Marketing-gui.de: Warum eigentlich ein Blog? Ich gehöre zum Teil in die letzte angesprochene Gruppe: Ich blogge, wegen des Geldes – aber nicht [...]

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