Social Commerce – Quo Vadis?

Social Commerce hat in den letzten 2 Jahren an Bedeutung gewonnen. Vorreiter Amazon war einer der ersten Großen Onlinehändler auf deren Seiten verschiedene Merkmale des Social Commerce zu finden waren/sind.

Doch was ist Social Commerce? Hier ein Auszug aus Wikipedia:

Unter Social Commerce (Empfehlungshandel) wird eine konkrete Ausprägung des elektronischen Handels (bzw. Electronic Commerce) verstanden, bei der die aktive Beteiligung der Kunden und die persönliche Beziehung sowie die Kommunikation der Kunden untereinander im Vordergrund stehen. Die verwendeten Systeme sind der Sozialen Software zuzurechnen. Als zentral können Beteiligungen der Kunden am Design, Verkauf und/oder Marketing, z. B. über Kaufempfehlungen oder Kommentare anderer Kunden (Recommendation) gesehen werden. Dies geschieht z. B. indem Kunden Einkaufslisten mit Lieblingsangeboten in ihren Weblogs veröffentlichen. Der Begriff wurde Ende des Jahres 2005 von Steve Rubel (in der Jahresvorschau 2006 seines Weblogs) geprägt.

Es bedeutet also dem Kunden mehr Macht einzuräumen. Weg von der monodirektionalen Kommunikation hin zum Dialog. Die Zeiten von „Hier ist mein Angebot, kauf es oder eben nicht“ scheinen gezählt, oder? Bisher wird der Kunde nur auf großen Portalen mit einbezogen, viele kleinere Onlinehändler schrecken noch immer zurück. Einzig einige, meist junge und innovative, Shopbetreiber setzen auch auf diese Elemente. Dabei entgeht vielen ein großes Potenzial an kostenloser Werbung und noch viel wertvolleres Feedback der Kunden. Jährlich werden Unsummen in Marktforschung investiert, nur um heraus zu finden was die Kunden oder eben nur Besucher denken und wünschen.

Die Angst vor massiv negativen Feedback oder die negative Beeinflussung durch einen Mitbewerber steht dabei meist als Hauptgrund um viele Social Commerce Elemente nicht in den eigenen Onlineshop zu integrieren. Dabei ist diese Angst völlig unbegründet, wie die Erfolge der anderen zeigen. Das Risiko bei der „verdeckten“ Aktion entdeckt zu werden und somit für endlos negative Presse zu sorgen dürfte jeden Mitbewerber davon abhalten die Produkte oder den Service negativ zu bewerten.

Das nächste Hemmnis dürfte der Aufwand sein, da der Einsatz der Applikationen und Widgets sowohl in der Implementierung als auch der Pflege höhere Kosten verursacht. Diese sind allerdings im Vergleich mit dem zu erwartenden Erfolg der Maßnahmen gering. Eine solche Investition lohnt sich zu meist sehr, da der kostenlose Werbeeffekt enorm ist. Auch durch das Feedback können Abläufe im Unternehmen besser und Kundenorientierter gestaltet werden was ebenfalls zu mehr Umsatz führt.

Stellen Sie sich einmal vor einige Ihrer Besucher veröffentlichen deren Wunschliste mit Ihren Produkten auf einem Blog. Dieser Blog wirbt dann kostenlos für Sie und die Besucher des Blogs erwägen diese Werbung als Empfehlung durch den Blogger – eine gute Sache oder?

Lassen Sie sich also einmal zum Thema Social Commerce beraten und prüfen Sie ob es nicht doch einen Mehrwert für Sie und Ihre Kunden darstellen kann.