Wie verkaufe ich mehr im Einzelhandel?
Verkaufsleiter, Regionalleiter, Filialleiter zerbrechen sich regelmäßig den Kopf wie man im Einzelhandel die Umsätze steigern kann. Ob Promotionaktionen, verkaufsoffene Sonn- und Feiertage oder besondere Angebote: Stets drehen sich viele Aktivitäten um die Erhöhung der Verkaufszahlen.
All diese Aktionen dienen vor allem der Neukundengewinnung, sollen Reize schaffen in das eigene Geschäft zu kommen und nicht bei der ungeliebten, wenn auch wichtigen, Konkurrenz einzukaufen. Schön und gut, mehr Kunden sorgen in der Regel auch für mehr Umsatz. Doch diese Aktionen bedarfen einer langwierigen Planung und der Bereitschaft zu investieren. Neben diesen Aktivitäten ist es wichtig aus den Bestandskunden größere Abverkäufe zu generieren. So kann der Ertrag gesteigert werden ohne große Investitionen zur Neukundengewinnung finanzieren zu müssen.
Doch wie Bestandskunden zu mehr Käufen bewegen?
An erster Stelle muss das Geschäft sauber und aufgeräumt sein, ich schreibe das hier so deutlich da die deutsche Gründlichkeit nicht in jedem Geschäft selbstverständlich ist! Warum? Eine gute Frage, manchmal wird am Personal gespart, manchmal ist das Personal zu faul – in jedem Fall trägt der Fillialleiter / die Fillialleiterin die Verantwortung dafür. Stimmt die Sauberkeit geht es an die Atmosphäre, dazu gehört im Winter ein wohl temperierter Verkaufsraum, zur Zielgruppe passende Musik und eine ansprechende Beleuchtung. Nur wenn sich der Kunde wohlfühlt kauft er, fühlt er sich besonders wohl kauft er auch mehr. Die Präsentation und Anordung der Produkte ist das nächste Glied in der Kette, lieblos in die Ecke gestellte Dinge strahlen keinen großartigen Kaufreiz aus, wer sich aber um seine Produkte kümmert suggeriert damit eine entsprechende Wertschätzung, das Bedürfnis einen solchen Artikel zu besitzen steigt. Hierbei ist auch die korrekte Auszeichnung wichtig, wer nicht weiß wieviel ein Produkt kostet lässt es eventuell stehen, aus Angst das es zu teuer ist. Wem es zu teuer ist der hätte es auch ohne Preisschild nicht gekauft!
Das größte Plus ist aber der Verkäufer / die Verkäuferin, im direkten Kontakt zum Kunden entscheidet sich hier das Gelingen oder Scheitern der Bemühungen um mehr Umsatz. Stets freundlich und im Hintergrund, bei Bedarf zur Stelle – klar ist das nicht immer möglich, aber in einem leeren Laden allein und verlassen da zu stehen ist für einen Kunden das absolute No-Go! Auch ein lächeln kann Wunder bewirken, logisch sagen Sie? Selten sage ich! Sind die Grundvorraussetzungen für ein positives Verkaufsgespräch gelegt gilt es den Kunden entsprechend zu lenken. Bieten Sie Zusatzprodukte an! Klar, haben Sie schon in der Schule/auf der Uni gelernt – aber wird es im Alltag umgesetzt? Nein. Und wenn, dann funktioniert es auch. Unter der Vorraussetzung das die angebotenen Produkte sinnvol vom Verkaufspersonal ausgesucht wurden.
Das waren jetzt im Großen und Ganzen nur Basics, aber beherzt umgesetzt wächst der Umsatz plötzlich “wie von Zauberhand”. Warum also das viele Geld auf der Straße liegen lassen? Weil Angestellte keine Lust haben? Bei 4 Millionen Arbeitslosen unglaublich. Versuchen Sie auch für das Personal Reize zu schaffen, eine kleine Beteiligung am Umsatzplus – das kann(!) Wunder wirken.
Tweet






