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Blogs als Marketinginstrument

Die sogenannte Blogosphäre, also die Welt der Blogger hat sich in den vergangenen Monaten und Jahren geöffnet. Schon lange gilt man nicht mehr als Computerfreak oder Neudeutsch Nerd wenn man einen Blog betreibt und dort mehr oder minder regelmäßig sein Mitteilungsbedürfnis auslebt. Nein, für viele stellen diverse Blogs sehr interessante Informationsquellen mit teils erheblichen Mehrwerten gegenüber der Presse oder diversen Nachrichtendiensten. Da bloggen junge Frauen über Ihre Modewelt und geben Tipps wie man eine der unzähligen Problemzonen einer modernen Frau kaschieren kann oder da informiert ein Fußballfan mit besonderem Draht über neueste Entwicklungen auf dem Transfermarkt. Der Blog als solches ist also nur noch Mittel zum Zweck, ein Medium quasi. Vorbei die Zeiten in denen man ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse Nie und Nimmer einen eigenen Blog auf die Beine gestellt hätte.

Natürlich haben einige Unternehmen und besonders Marketingagenturen die zu erzielende Reichweite schon früh entdeckt. Einige verbrannten sich auch böse die Finger, denn wer an den falschen Blogger geriet konnte schon bald eine wenige erfreuliche Kritik im Internet lesen. Sowas verbreitet sich dann natürlich auch besonders gut und schnell. Diese Erfahrung führte zunächst zu großer Vorsicht im Umgang mit dem ominösen Web 2.0.

Zu der Angst vor negativen Darstellungen kam der relativ hohe Rechercheaufwand hinzu, denn man musste zunächst relevante Blogs identifizieren, mit diesen in Kontakt treten und Produktproben zu verschicken. Wenn dann alles gut ging erhielt man einen zumeist sehr gut recherchierten und fundierten Beitrag auf einem(!) Blog, im Besten Fall mit positiven Tendenzen.

Im Laufe der Zeit kamen findige Menschen auf die Idee schreibwillige (käufliche) Blogger mit Werbewilligen Marketingabteilungen zu verbinden und dabei als Mittelsmann aufzutreten. Die Idee aus der Dienste wie Trigami hervorgingen war geboren. Doch wie kam es, das plötzlich die ehrenwerten Blogger für kleines Geld Werbung auf ihren Blogs veröffentlichten?

Nun, nachdem viele Blogs aus Zeitmangel oder fehlendem Interesse gestorben waren machten sich Viele der „Überlebenden“ Gedanken wie man denn wenigstens die anfallenden Kosten und einen kleinen Geldbetrag für sich aus dem Blog holen könnte. Da die Einnahmen über diverse Werbebanner oder Dienste wie Google Adsense nicht immer befriedigend sind/waren kam bezahltes bloggen als echte Alternative ins Spiel. Da hier die Beiträge ganz eindeutig als bezahlte Werbung gekennzeichnet werden fühlen sich die wenigsten Blogger in Ihrer „Ehre“ verletzt und auch der Werbetreibende kann ruhigen Gewissens den Kanal der Blogs nutzen.

Damit war/ist der Weg frei für ein überschaubares Budget sein Produkt oder seine Leistungen auf diversen Blogs zu veröffentlichen. Um seine holde Leserschaft (und damit die erzielbaren Einnahmen) stets zu vermehren sind seit einigen Jahren sogenannte Bloggergewinnspiele sehr beliebt. Dabei werden durchaus interessante Produkte, meist technische Spielereien wie ein iPod, unter allen die über die Aktion schreiben verlost. Solche Verlosungen sind auch als Linkbait bekannt. Nun ist es schnell ersichtlich das so relativ schnell viele Blogger über die Verlosung und das verloste Produkt berichten, zumeist sehr positiv – will man doch der Gewinner sein. Dieser Effekt ist auch manchen Marketingverantwortlichen aufgefallen und so wurden neue Produkte ausgewählten Bloggern zur Verfügung gestellt. Diese sollten aber nicht getestet werden sondern verlost. Der Liveshopping-Kanal von Ebay (ebay WOW!) wählte ebenfalls diesen Weg und so gab es einige Ebay WOW!-Verlosungen auf diversen Blogs. Dort wurde dann das jeweilige Produkt verlost und das Liveshoppingangebot bekam eine Menge Aufmerksamkeit.

Die überlebenden des Blogsterbens sind mittlerweile also durchaus interessant für Werbekunden geworden, da der Umgang miteinander deutlich besser ist. Der Marketeer nimmt den Blogger mittlerweile sehr ernst und der Blogger weiß das er ohne ihn kein Geld verdient.

Dabei sind mittlerweile beträchtliche Einnahmen möglich, so veröffentlichte Selbstständig im Netz seine Einnahmen und kommt dabei auf einen ordentlichen, 4stelligen Betrag. Das ist zwar schon die Championsleague zeigt aber deutlich was möglich ist, wenn –ja wenn – man immer dran bleibt.

Kommentare geschlossen.

6 Kommentare

  1. Ein sehr interessanter Artikel. Sollten Sie noch weitere Informationen haben – wurde ich mich freuen

  2. Ohne Marketing würde das Bloggen vermutlich nicht ganz so viel Spaß machen. Und auch das Leben wäre ohne Marketing undenkbar. Zumindest seit den 80ern.

  3. Es ist schon unglaublich, wieviel Macht die Medien bzw. Marketing bestitzt. Die Blogs sind eines neues Marketingportal mit viel Zukunft.

  4. Jap dran bleiben ist ganz wichtig, wenn man wirklich mit dem Bloggen ein paar Euros verdienen möchte, muss auch dafür etwas tun.

  5. Hallo Andy,

    das stimmt. Aber es wäre auch zu schön wenn man fürs nichtstun bezahlt werden würde 😉 Und das würde wohl auch dazu führen das nahezu Jeder mindestens einen Blog hätte – so gesehen ist es auch wieder gut das man etwas für sein Geld tun muss!

  6. Great!