User vertrauen einander nicht

Social Media Marketing. Der Aufbau einer Identität im Web 2.0. Mit den Usern im Austausch stehen. Das Social Web nutzen. Alles Phrasen die Erfolg im Onlinemarketing des 3. Jahrtausend versprechen. Doch funktioniert das immer? Nein.

Gründe für das Scheitern einiger Unternehmen im “Mitmachweb” gibt es viele. Manche haben einfach nicht verstand was Social Web bedeutet, andere haben Corporate Blogs (oder Twitter-; Facebook-; StudiVzaccounts) als “Normale” getarnt und sind aufgeflogen.

Eine Studie von Razorfish hat nun aber ergeben das die User im heiligen Web 2.0 gar nicht so viel auf die Meinung Ihrer virtuellen Freunde geben. Wen man aus der realen Welt nicht kennt dem vertraut man deutlich weniger als bisher angenommen wurde. So sollen lediglich 33% ihren Online-Freunden vertrauen wenn es um kaufentscheidende Thematiken geht. Ein Drittel! Laut selbiger Studie ist die Glaubhaftigkeit der verschmähten Bannerwerbung mit 31% nicht viel geringer. Überraschend hingegen das Vertrauen das in klassische TV-Spots gesteckt wird: Gut die Hälfte der befragten nimmt die dortigen Aussagen und Empfehlungen für wahr.

Ok, die User auf der anderen Seite des Teiches sind ticken etwas anders als der gemeine europäische Internetnutzer – aber die niedrigen Zahlen sind schon erschreckend. Sollten wir also jetzt schnell umdenken und lieber wieder das Web mit Bannern überschütten anstatt all die tollen Social Web-Plattformen zu nutzen? Bläst sich gerade die nächste Blase auf? Fragen über Fragen…

Hier gehts zu der Studie. und die Kurzfassung.