Konzerne im Web 2.0 – es kann auch gut gehen!
Die deutschen Konzerne kommen in Sachen Verwendung von Web 2.0 Elementen regelmäßig unter die Räder. Da wird munter drauf los kritisiert und in jeder Kampagne ein Haar in der Suppe gefunden. Oft ist diese Kritik ja auch begründet, wer zum Beispiel einen Corporate Blog betreibt aber jegliche Diskussion mit Lesern unterbindet hat weder Sinn noch Zweck richtig verstanden.
Ebenso verhält es sich im Umgang mit negativen Blogbeiträgen die fast regelmäßig zu PR-Katastrophen führen. Auch sehr beliebt auf der Liste der Social Web Fehler: Leere Accounts in Twitter, Facebook und Co – getreu dem Motto erstmal haben werden da die wichtigsten Namenskombinationen registriert und dann vergessen.
Doch es gibt sie auch, die Konzerne die sich der Herausforderung Web 2.0 stellen und entsprechend punkten. Und da ich das Vorurteil nicht mehr hören kann das Blogger immer nur an Unternehmen rummäkeln stelle ich hier und jetzt (mit großer Freude) eines dieser positiven Beispiele vor:
Die Rede ist von Otto.
Der Versandhändler verfolgt offensichtlich sehr genau was so im Zusammenhang mit dem Konzernnamen gezwitschert wird, was bei dem Namen wohl aufwändiger ist als bei weniger gängigen Firmenbezeichnungen. Aber gut, offensichtlich funktioniert es ja.
Was war passiert? Der @webarchitekt beschwerte sich bei Twitter über ein Problem bei der Bestellabwicklung im Onlineshop und suchte nach einem anderen Anbieter. Doch plötzlich geschah es, völlig unaufgefordert meldete sich @otto_de zu Wort und bat höflich Hilfe an. Das Resultat war das der zunächst verärgerte Kunde letztlich doch bei Otto bestellte.
Toll gemacht muss man da wirklich sagen, denn die Reaktionszeit war auch sehr kurz, das social Monitoring funktioniert also. Kompliment an dieser Stelle.
Fraglich ob sich dieser Einsatz lohnt, denn mit steigender Nutzung dürfte Twitter ein uneffizienter Kanal für das Beschweremanagement werden. Es gilt also Lösungen dafür auszuarbeiten, eventuell lässt sich Twitter mit einem Ticketsystem im “normalen” Support verbinden. Aber bis das Supportaufkommen so hoch ist dürfte noch einige Zeit vergehen.
Blogbeitrag auf der Webarchitekt.
Tweet






