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Ist Twitter ein Muss in der Unternehmenskommunikation?

Twitter boomt, Twitter ist in und mit Twitter kann ein Unternehmen seine Kunden glücklich machen. Doch ist Twitter ein Muss? Geht für kein Unternehmen mehr ein Weg am Microblogging-Dienst vorbei? Oder ist es nur ein Hype der wenig zählbares einbringt?

Zunächst sollte man hier differenzieren für wen sich Twitter lohnen kann und für wen wahrscheinlich nicht. Der Microblogging-Dienst ermöglicht es sehr schnell an eine recht große Anzahl an Empfängern Informationen zu verbreiten. Doch wie immer im Marketing müssen die Empfänger auch ein Interesse an den gebotenen Infos haben, sonst verpufft die Aktion gleich wieder. Somit lässt es sich recht einfach darstellen: Wer seine Zielgruppe auf Twitter findet gehört zu der Gruppe für die sich Twitter lohnen kann. Am Besten ist es dann noch wenn die Leistung oder das Produkt direkt im Web gekauft werden kann, es sollte also nicht zu komplex sein.

Ein Frisör dessen Kundschaft zum Großteil über 50 Jahre ist kann sich das twittern zum Beispiel sparen.

Wer sich aber schon in das Social Web gewagt hat und auch schon einen Corporate Blog unterhält sollte sich darüber Gedanken machen.

Doch wie schafft man eine Twitter-Kapazität im Unternehmen?

Wer bereits einen Corporateblog betreibt wird das Twittern sicher dort mit unter bringen. Das dürfte im Normalfall auch funktionieren. Doch was sind denn die Aufgaben für den Unternehmens-Twitterer?

Ein Teil der Aufgabe ist das Social Media Monitoring, was wird wann und wo über das Unternehmen verbreitet? Muss darauf reagiert werden? Wenn ja wie? Dafür gibt es entsprechende Software oder einfach die Twitter-Suche, Google-Blog-Suche usw. Dieser, durchaus gewichtige, Teil der Arbeit sollte nicht unterschätzt werden. Der zweite Teil ist das Filtern von Informationen aus dem Unternehmen und der Branche, was sollte getwittert werden und was besser nicht?

Und nun kommt der wichtigste Teil: Interaktion. Wer versucht Twitter als Monolog aufzuziehen wird scheitern, es gilt mit den Verfolgern und Verfolgten in Kontakt zu treten, zu diskutieren, eben am Social Web teilzunehmen. Natürlich immer mit Blick auf die Verträglichkeit mit den Ansprüchen eines Corporate Tweets. Ich sage es an dieser Stelle gern nochmal: Wer nicht interagiert wird auch nicht wahrgenommen.

Diese Aufgaben füllen sich natürlich nur in Unternehmen die ein gewisses öffentliches Interesse haben mit Sinn, ansonsten lohnt es sich aber auch für kleine Unternehmen die erfolgreich eine Nische besetzen zu twittern, wenn denn einen Zielgruppe vorhanden ist. Aber auch hier gilt: Twitter soll nicht als Plattform für einen Monolog dienen sondern den Dialog fördern.

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7 Kommentare

  1. Naja, ob es ein „Muss“ ist, ist fraglich. Aber je nach Marke zumindest ein „Sollte“. In wieweit es wirklich Image prägt oder Kaufentscheidungen direkt beeinflusst, ist natürlich erstmal noch fraglich.

    Aber zumindest stellt Twitter für kleine (regionale) Unternehmen ein enormes Potenzial da, welches ohne nennenswerten Kapitalbedarf genutzt werden kann.

  2. man erreicht sicherlich einfacher einen höheren roi mit marketing im web2.0 (einschließlich twitter) als mit klassischen massenmedien…

    „Ein Frisör dessen Kundschaft zum Großteil über 50 Jahre ist kann sich das twittern zum Beispiel sparen.“ dieser aussage kann ich jedoch nicht so zustimmen. denn wenn die kommunikationsstrategie stimmt, kann auch ein nutzen für einen frisör um die ecke entstehen
    zudem ist es ein irrglaube, dass ältere 50+ internet – insbesondere twitter- muffel sind. diese gruppe ist sogar rekativ aktiv… skeptisch steht diesem medium, untersuchungen zu folge eher die 35-50 jährigen gegenüber

    MarS

  3. hallo martin,

    hast du vielleicht eine quelle dazu? mir ist wohl bewußt das die generation 50+ längst nicht mehr im kommen ist sondern schon eine ganze Weile angekommen ist, allerdings wird Twitter von eher Internetaffinen und jüngeren Menschen aktiv genutzt, zumindest ist das mein Kenntnis- und Erfahrungsstand.

  4. Hey,
    endlich mal ein guter Marketingblog. Gerade auf der Suche nach Informationen über Facebook und Twitter findet man immer wieder interessante Artikel. Was ich sehr gut finde ist das ihr schon 2009 erkannt habt, dass sozial Media ein Thema ist und es gerade 2011 sehr gehypt wird. Man sieht ja, dass auch Mittelständische Unternehmen immer mehr auf die Kommunikationskanäle setzen.

    Grüße

  5. Hi Berthold, Enrico und Patrick,
    erst einmal ein großes Lob an euch das ihr den Blog am Puls der Zeit haltet. Viele Inhalte sind gerade für mich auch sehr interessant. Unternehmenskommunikation kann auf so viele verschiedene Arten erfolgen, das es kaum ein Patentrezept dafür gibt.

    @Twigg: Dies hat mich auch überrascht das Facebook und Twitter so eine rasante Reputation durch Unternehmen bekommen haben. Alle die sich mit dem Thema beschäftigen vergessen meist die Datenschutzskandale rund um Facebook. Da sollte man mal drüber nachdenken was Facebook mit den „Likes“ der einzelnen machen kann! Ich glaube das Facebook so irgendwann, wenn nicht schon geschehen, die Daten und Likes der User weiterverkaufen wird. Bislang gibt es ja keinen richtigen Skandal bei Twitter, was wie ich finde zu wachsender beliebtheit führt.

    In diesem Sinne,
    eine gute Nacht.

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