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Marketing Guide

Werbeideen auf Marketing Guide

Einfach besser werben. Ihr Marketing Guide

20 Euro ist kein Stundensatz

Immer und immer wieder findet man auf XING oder auf diversen Blogs Beiträge und Diskussionen warum Dienstleistungen in und um das Internet genauso viel Geld kosten wie in anderen Werbebranchen. Besonders in den Bereichen Webdesign und SEO sind die Preisunterschiede teilweise so enorm das ein potenzieller Kunde keinen blassen Schimmer hat was denn nun ein marktgerechter Preis ist.

Das Problem dabei liegt einerseits an einigen Billigstanbietern die für Stundenlöhne die selbst in China gering wären arbeiten und andererseits am Informationsdefizit der Kunden.

Oft habe ich gehört das Webdesign ja nur ein bisschen “klicki-bunti” ist und demnach nicht viel kosten kann/darf. Diese Meinung wird natürlich durch Baukastensysteme unterstützt, auch wenn diese eigentlich nicht vergleichbar sind. Das es aber durchaus einer fundierten Ausbildung bedarf und das auch noch für jeden Teilbereich, also Design, Programmierung und Marketing, ist offenbar weniger bekannt. Ebenso die Notwendigkeit sich ständig weiterzubilden. Nirgends ändert sich so schnell so viel wie im Web – wer nicht ständig liest, Vorträge besucht, Weiterbildungen genießt bleibt schnell stehen.

Zum Beispiel habe ich dieses Jahr locker 200 Stunden damit verbracht Twitter zu testen, über Twitter zu lesen, Accounts aufzubauen und so langsam einige Strategien zu entwickeln die einem Kunden zum Erfolg verhelfen. Wer bezahlt mir diese Stunden? Richtig, keiner. Ebenso verhält es sich mit anderen Diensten im Social Web und natürlich mit Google, also den Suchmaschinen. Man entwickelt stets eigene Projekte und fährt diese manchmal gegen den Baum – nur um zu testen und daraus zu lernen. Denn wenn ein Fachbuch erscheint ist es meistens schon wieder veraltet, einzig Vorträge und Blogs können hier und da viel helfen. All diese Arbeit wird natürlich keinem Kunden in Rechnung gestellt, aber sie muss getan werden. Damit dann beim Kunden ein gutes Ergebnis erzielt werden kann, damit keine Projekte der Zeit hinterherlaufen.

Diese vielen Stunden kosten eine kleine Agentur schon richtig Geld, und das Jahr für Jahr. Dafür bietet man dort aber auch gute Arbeit. Mit Wissen das andere Anbieter, die nicht einen solchen Aufwand betreiben, nicht haben (können). Dafür aber auch zu Stundenpreisen die über 20,- € liegen.

Interessanterweise ist das Preisverständnis der Kunden im Printbereich wieder ein ganz anderes. Da werden ohne zu murren 4- oder 5stellige Beträge für kleine Anzeigen ausgegeben, da hinterfragt niemand ob es sich denn am Ende lohnt. Im Web dagegen ist vielen eine niedrige 4stellige Summe bereits zu viel. Am Ende steht dann meist ein enttäuschendes Ergebnis da die Erwartungshaltung der Investitionsbereitschaft entgegen strebte.

Wahrscheinlich wird sich in den nächsten Jahren das Interesse am Internet weiter steigern und damit auch die Bereitschaft sich mit der notwendigen Arbeit zu beschäftigen. Denn nur wer sich zumindest ein wenig damit auskennt weiß die Versprechungen der verschiedenen Anbieter richtig einzuordnen. Bis dahin zitiere ich gern den mir unbekannten Urheber dieses Leitspruchs:

“Wer mit Peanuts zahlt muss mit Affen arbeiten”.

Kategorie: News von Enrico • 15.10.2009

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