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Ist Design-Crowdsourcing ein Schaden für die Volkswirtschaft?

Mit dieser Frage beschäftigt sich ein sehr interessanter Artikel im Fontblog. Dabei geht es darum das auf Portalen wie designenlassen.de etliche Designer an Auschreibungen teilnehmen, ihre Entwürfe einreichen und am Ende alle bis auf einen leer ausgehen. Im Gegensatz zu Pitches großer Unternehmen wird hier eben nicht die Leistung jedes Teilnehmers honoriert sondern nur die des Gewinners. Dabei ist der zu erzielende Preis in der Regel auch noch sehr gering.

Nun wird ein theoretischer Schaden der Volkswirtschaft von rund 80.000 € je Ausschreibung auf besagtem Portal errechnet da, wie beschrieben, nur der Gewinner einen Lohn erhält.

Mir persönlich gefallen diese Portale auch nicht wirklich da dort eben Leistungen für viel zu geringe Entgelte vermittelt werden. Das ist nicht gut für die Branche und in einigen Fällen auch nicht gut für die Kunden. Doch letztlich muss man sich natürlich fragen warum solche Portale überhaupt Erfolg haben. Wenn dort keine guten Designer teilnehmen würden gäbe es noch weniger Auftraggeber. Wer eine gute Leistung benötigt würde ganz normal am Markt danach suchen und auch “normale” Preise zahlen. Nun sind die abgelieferten Arbeiten aber teilweise recht ansprechend, zumindest aus dem Blickwinkel eines neutralen Beobachters. Also verkaufen sich dort einige Designer wohlwissend unter Wert, um dann zu jammern dass das Geld nicht ausreicht.

Ob dieses handeln nun aus Unwissenheit oder Auftragsmangel rührt mag ich nicht beurteilen – aber es ist defintitiv ein hausgemachtes Problem. Jammerte früher noch die ganze Branche das der “Freund des Sohnes” mal eben was gemacht hat sind es nun diese Plattformen die das Ärgernis auf sich ziehen.

Es wird wahrscheinlich noch sehr lange dauern bis sich der Markt für digitale Kreativleistungen normalisiert hat und sowohl Kunden als auch Dienstleister ein gewisses Selbstverständnis für die Wertigkeit einer Arbeit entwickelt haben.

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Kategorie: News von Enrico • 10.11.2009

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