Kinowerbung künftig nach Reichweite berechnen

WerbeWeischer, der größte Kinovermarkter in Deutschland, will die Kampagnen in Zukunft nach Performance abrechnen. Also nach der Kennzahl der tatsächlich erreichten Besucher. Werbekunden können somit nach “Cost per Visit” einkaufen, damit soll die Transparenz gesteigert werden. Zusätzlich werden neue Pakete nach Zielgruppen (wie Männer oder Familien) angeboten um die Streuverluste zu verringern.

Diese Entwicklung kommt wahrscheinlich zu spät! Denn schon in diesem Jahr wurden bis Oktober fast 5 Millionen Euro weniger eingenommen. Nach diesem Einbruch versucht man also nun die Lücke zum Internet zu schließen. Denn online ist es bereits seit Jahren Standard seine Kampagnen nach Pay per View, Pay per Click oder gar Pay per Lead/Sale abzurechnen. Nichts mit: Wenn Du hier werben willst kostet das X Euro”. Nein, jeder Kontakt – oder gar Verkauf – kostet Dich X Euro. Das konnte wollte Kino bisher nicht bieten. Die Quittung kam direkt und nun versucht man die verschlafene Entwicklung nachzuholen. Ob und wie weit dies gelingen wird dürfte man spätestens in 2011 sehen, wenn sich die Wirtschaft endgültig erholt (haben soll) und die Unternehmen nicht mehr jeden Cent bei den Werbeausgaben umdrehen.

Wobei auch von den Agenturen etwas mehr kommen könnte, ich kann mich nicht mehr erinnern wann ein Kino-Werbespot mal so richtig Eindruck hinterlassen hat. Und das obwohl doch alles was man braucht zur Verfügung steht: Große Leinwand, toller Sound, Anwesenheit. Aber vielleicht sehe ich das auch etwas zu kritisch?!