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Conversionrate in Onlineshops

In den USA werden monatlich die Top10 Onlineshops nach Conversionrate aufgeführt. Vorraussetzung für das Ranking: Mindestens 500.000 Besucher im Monat. Die angegeben Zahlen klingen dabei recht fantastisch: Der führende Shop überzeugt dabei mit weit über 50% Conversionrate. Für viele Shopbetreiber dürfte dies ein Traumwert sein. Das Ranking im Detail:

1. Market Day 65,3%
2. Schwan’s 43,6%
3. ProFlowers 26,8%
4. vitacost.com 24,3%
5. Blair.com 24,1%
6. DrsFosterSmith.com 19,3%
7. Peapod.com 18,9%
8. Lands End 18,3%
9. QVC 18,3%
10. Woman Within 17,7%

65,3 % für marketday.com – nahezu unglaublich. Man muss dazu sagen das es nicht ersichtlich ist wie diese Daten zu Stande kommen. Normalerweise ist die market day 605x306 Conversionrate in OnlineshopsConversionrate eine ganz eindeutige Größe, aber angesichts dieser Zahlen darf die Messmethode oder die Definition bezweifelt werden.

In Deutschland sorgte Anfang diesen Jahres eine Studie für Aufregung die auf 12 % durchschnittliche Conversionrate kam. Durchschnitt wohl gemerkt, was bedeutet das es auch einige Shops gibt mit deutlich höheren Raten. Wenn man nun von den eigenen Erfahrungen ausgeht und diese mit den Berichten anderer, vertrauenswürdiger Quellen abgleicht kommt man in der Regel auf Quoten von 2-8%. Und das bei durchaus optimierten Shops! Einzig in der Gesundheitsbranche hört man oft von Ausschlägen nach oben.

Warum ist die Conversionrate so niedrig?

Um das zu verstehen sollte man sich erstmal einen Überblick verschaffen wo die Besucher herkommen. Da gibt es viele verschiedene Möglichkeiten und je nach Herkunft schwankt auch die Qualität der Besucher. Wer über eines der Top-Keywords kommt muss nicht immer ein kaufwilliger Kunde sein. Gerade bei generischen Suchbegriffen ist oft nur ein Informationsbedürfnis Grund für den Besuch. Und schon sinkt die Quote – ohne das an irgendeiner Stelle ein Fehler ist. Manchmal kommen auch sehr witzige Suchkomninationen zustande – ohne das der Shop darauf optimiert ist, leider auch oft ohne das der Suchende etwas kaufen möchte. Wer nun Google Adwords schaltet darf getrost davon ausgehen das einige Klicks von der Konkurrenz oder von neugierigen SEMs sind. Und schon wieder sinkt die Quote.
Wer jetzt noch ein Partnerprogramm betreibt erhält unter Umständen eine Menge wertfreien Traffic weil ein Affiliate etwas neues testet – oder einfach nur enorm viele Besucher auf seiner Seite hat. Die Quote sinkt unaufhörlich. Dann gibt es noch zahlreiche Links auf irgendwelchen Blogs, in Foren, auf Twitter oder Facebook usw. – vielleicht hat dort jemanden das Logo gefallen: Wieder Besucher ohne Kaufabsicht. Und so fällt die Quote immer und immer weiter, je bekannter der Shop desto mehr “Schrott-Besucher” sind zu erwarten.

Dann kommen noch die richtigen Kaufabbrüche dazu – weil der Shop schlecht strukturiert ist, in einem Browser eine Funktion fehlerhaft ist, der Kunde plötzlich keine Lust mehr hat, versteckte Kosten aufgetreten sind, usw… Diese Liste ist enorm lang und muss von Shop zu Shop erarbeitet werden. Aber wie deutlich zu erkennen ist gibt es in einem Onlineshop der einigermaßen “bekannt” ist Monat für Monat etliche Besucher die gar nicht die Absicht haben etwas zu kaufen. Dadurch kommen die vermeintlich schlechten Conversionraten zustande. Wenn Sie also im zweistelligen Bereich liegen ist das schon ziemlich gut. Natürlich gibt es in nahezu jedem Onlineshop etwas zu verbessern – aber alles ab 3% ist grundsätzlich in Ordnung, es sei denn man bewegt sich in einer sehr speziellen Nische.

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Kategorie: Features, Online, Suchmaschinen von Enrico • 01.12.2009

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3 Antworten »

  1. Es ist ja auch immer die Frage was man als Conversion bezeichnet. Für die einen ist eine Kontaktaufnahme bereits eine Konversion wäherend es für die anderen nur Bestellungen sind. Bei QVC sind die Conversions wohl so hoch, da wahrscheinlich die meisten besucher die Seite direkt aufrufen. (Die Suchmaschinenoptimierung lässt zu wünschen übrig) Hier steht also eine direkte kaufabsicht dahiner.
    Mich würde mal interessieren was Amazon für Conversions hat. Ich denke hier ist der Zusammenhang zwischen Usability und Conversion eher gegeben.

    Es wundert mich eh, dass es sich für Amazon lohnt Adwords zu schalten. mit einer Conversionrate von 3% hat man schnell eine Cost of Conversion von 15€ erreicht. Das meiste geschäft wird denke ich auch noch mit Klein-gram generiert.

  2. Hallo zusammen,

    da ich die gleichen Zahlen auch immer wieder anschaue (hier erstmal vielen Dank für einen anderen Blick an Enrico), finde ich es auch immer wieder erstaunlich, dass deutsche Shops diesen Zahlen hinterherhinken.

    @Jonas: Hat amazon wirklich eine Conversion Rate von 3%?

    Was man als Conversion Rate definiert, habe ich hier einmal zusammengefasst:
    http://www.conversiondoktor.de/conversion-optimierung/conversion-rates/

    Viele Grüße und wie gesagt, danke für den anderen Blickwinkel!

  3. Interesanter Artikel! Mit der Conversion Rate sollte ich mich wohl noch genauer auseinandersetzten…
    @”Keywords entfernt”: Danke für die Zusammenfassung.

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