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Markenbildung im Energiemarkt

Energiekonzerne gehören zu den größten der Welt. Energie wird von über 90% aller Menschen täglich benötigt – ohne Strom oder Wärme würde unsere westliche Welt vor existenziellen Problemem stehen. Für uns ist ständig verfügbare Energie genauso wichtig wie Nahrungsmittel und Wasser. Dementsprechend befinden sich die Energiekonzerne in einer lukrativen Position. Denn anders als der Bedarf nach Lebensmitteln entstand die Nachfrage nach Energie in einer Zeit als die Worte Kapitalismus und Macht schon hinreichend bekannt waren. Lange Zeit waren die Energiemärkte auch in Deutschland staatlich geregelt – einen Preiskampf gab es nicht. Ressourcen wurden nicht mit höchster Effizienz eingesetzt und der Verbraucher hatte keine Wahl – wer Strom wollte musste die Bedingungen des Lieferanten akzeptieren. Dieser Zustand sollte sich durch die Öffnung des Strommarkts ändern. Das Ergebnis ist nun ein Dschungel aus Tarifen und Angeboten von hunderten Anbietern. Diese Situation ist weder für den Verbraucher noch für die zahlreichen Anbieter erstrebenswert. Viele Verbraucher bleiben aus Bequemlichkeit einfach bei dem angestammten Anbieter oder haben schlichtweg Angst vor einem Wechsel.

Wer nun in diesem überfüllten Markt überleben will darf sich nicht ausschließlich über den Preis definieren. Bei rund 400 Anbietern wird es immer einen geben der den Preis noch unterbietet – ob wirtschaftlich oder nicht. Neben der steigenden Nachfrage nach Ökostrom muss ein Anbieter der vor hat eine längere Firmengeschichte zu schreiben also ins Gedächtnis und die Münder seiner potenziellen Kunden. Es gilt eine Marke aufzubauen, sich klar zu positionieren. Wie das funktionieren kann zeigt Clevergy: Man richtete sein Marketing unter anderem auf Studenten aus, erfand den WG-Strom. Diese Überlegung klingt im Rückblick sehr clever: Studenten müssen in der Regel sparen, haben aber gleichzeitig viele Stromfresser. Hinzu kommt das diese Gruppe durchaus bereit ist den Stromanbieter zu wechseln und sich mit der Materie zu befassen. Doch Clevergy nannte seinen Strom nicht einfach nur WG-Strom, man fuhr Kampagnen in StudiVz und zeigte typische Stromfresser in Studenten-WGs auf. Punktete also mit wichtigen Informationen und gab diese an den richtigen Stellen weiter. Mehr dazu gibt es im sehr interessanten Clevergy – Interview des Besserwerberblog mit dem Geschäftsführer Thorsten Hanse.

Social Media im Strom Markt

Clevergy ging den Weg konsequent. Die Werbung in den Communitys StudiVz und SchülerVz wurde unter anderem mit einem eignen Blog unterstützt, dem Clevergy Blog. Natürlich stößt eine Energie-Anbieter nicht nur auf positive Resonanz. Ebenso wie andere Unternehmen im B2C-Sektor ist es spätestens ab einer gewissen Kundenzahl nicht mehr möglich alle zufrieden zustellen. Doch auch hier will man durch Kommunikation punkten und nicht einfach jegliche Kritik ignorieren – was ja gerade im Internet (verbunden mit einer jungen Zielgruppe) schnell schief gehen kann. Insgesamt verfolgt Clevergy also ein sehr interessantes Konzept und wenn man dem Interview glauben schenken darf blicken die Macher positiv in die Zukunft.

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3 Kommentare

  1. Der Preis sollte immer noch entscheidend sein und nicht mehr am meisten Werbung zu bieten hat. Der Verbraucher muss endlich verstehen, wie einfach der Stromwechsel ist. Dann würde er wechseln und der Preis wäre wieder viel entscheidener, und die Anbieter würden sich nach den Verbrauchern richten und nicht wahllos die Preise erhöhen. Gruß Paul

  2. Markenbildung im Energiemarkt http://tinyurl.com/yh5cqar

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  1. kledy.de