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Der Blog als Social Media Basis

In den letzten 36 Monaten wurde man als Unternehmen von Trend zu Trend gescheucht. Überall sollte/musste man dabei sein, sonst ist der Zug im Internet ganz schnell abgefahren.

Nun, interessanter Weise ist ein Großteil der anfänglichen Trends auf dem Weg sich tatsächlich zu etablieren. Viele Konzerne und auch kleinere Unternehmen nutzen sowohl XING als auch Twitter oder Blogs zur Kommunikation mit bestehenden und potenziellen Kunden. Doch damit ist es ja längst nicht genug: Dazu kommen mittlerweile ja Facebook, Dienste wie Amplify.com, YouTube, Linkedin sowie die mittlerweile ja schon altbekannten Social News Portale (Webnews) und natürlich die bekannten Bookmarks. Am Besten sollte man überall aktiv vertreten sein. Das man dazu aber eine eigene Abteilung mit zahlreichen Mitarbeitern anschaffen müsste wird gern vergessen. Und so beschränkt man sich in der Regel auf einige wenige Kanäle. Diese kennt man entweder selbst, einer der Mitarbeiter oder sie wurden von einem Berater empfohlen.

Das Problem bei der Auswahl ist aber das sich die Relevanz der einzelnen Dienste schnell verschieben kann. Man erinnere sich an den Aufschrei als StudiVz seine Nutzungsbedingungen änderte. Ähnlich schnell kann es auch mit anderen Diensten passieren. Hat man sich dann auf einen solchen, einzelnen Dienst zu sehr versteift hat man ein Problem. Denn die genierten Inhalte sind nur schwer auf eine andere Plattform zu transportieren.

blog burg Der Blog als Social Media BasisDer einzig beständige Teil dieses Konstrukts ist letztlich der Blog. Dieser kann (und sollte dringlichst) auf eigenem Webspace unter einer eigenen Domain betrieben werden. Somit ist man nicht von der Popularität oder der bloßen Existenz eines anderen Anbieters abhängig. Bisher ist noch kein großer Anbieter gecrashed, aber die Finanzkrise hat uns gelehrt das auch Elefanten sterben können.
Unser Businessblog ist somit also der Ausgangspunkt der Social Media Aktivitäten. Hier werden alle Aktionen detailliert erläutert, vorbereitet und ausgewertet. Alle anderen Kanäle werden im Grunde nur dazu genutzt auf den eigenen Blog aufmerksam zu machen. Wobei natürlich nicht gemeint ist auf Twitter, Facebook und Co ausschließlich über die eigenen tollen Blogartikel zu posten. Nein, vielmehr kann man diese Portale dazu nutzen auch andere gute Informationen, die nichts mit dem eigenen Unternehmen zu tun haben, unters Volk zu bringen. Das birgt Vertrauen und zeigt das man sich wirklich auf eine kommunikative Ebene bewegen möchte. Weg vom rein kommerziellen Nutzen des Internets.

Am Ende laufen aber alle Fäden auf dem eigenen Blog zusammen. Das schließt keinesfalls Aktionen die beispielsweise auf die Facebook-Fanpage beschränkt sind aus, denn auch hier gilt es ja eine gewisse Audienz zu erhalten. Aber durch die reine Berichterstattung darüber erhalten Sie den wichtigsten Content im eigenen Verfügungsbereich.

Das befürchtete Blogsterben wird also eher nicht eintreffen. Allerdings wird es in Zukunft (und auch schon im Jetzt) sehr wichtig sein die Aktivitäten im Web genau zu koordinieren und nicht nur auf einen Kanal zu setzen. Je nach Zweck der Kampagne und der anvisierten Zielgruppe muss der Onlinemarketingmanager von Heute die richtige(n) Plattform(en) auswählen.

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Kategorie: Features, Online von Enrico • 13.01.2010

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2 Antworten »

  1. Voll d’accord! Es wurde ja schon viel über die Ablösung von Weblogs durch Microblogging oder Communities geschrieben, aber daran glaube ich keinesfalls.

    Blog, Twitter und Communities wie Facebook ergänzen sich perfekt und führen Interessenten auf verschiedenen Kanälen auch zur eigenen Website. Und die ist für mich letztendlich die Basis aller Online-Aktivitäten, ob Dialogmarketing, PR, SEM oder Social Media.

    Deshalb gilt es auch immer, mit der Optimierung der Website anzufangen. Denn die tollsten Social Media Konzepte können straucheln, wenn die dort geschürten Erwartungen auf der Website nicht erfüllt werden.

  2. Hallo Iwo,

    besonders Deinen letzten Absatz möchte ich nochmals unterstreichen: Das gesamte Konzept muss stimmen. Ansonsten verpufft die Aktion ohne Ergebnis.

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