USA empören sich über Armani-Werbung
Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zeigt einmal mehr wie begrenzt es doch ist. Schon zum Superbowl wurde eine Werbung für ein Homosexuelles Datingportal nicht ausgestrahlt – und nun bekommt Armani zu spüren wie unbegrenzt frei man in den USA so ist. Eine Kampagne zeigt Homosexuelle in verliebten Posen, passend zum Valentinstag. Hier in Deutschland würde wahrscheinlich kein Hahn danach krähen, denn sonderlich ausgefallen ist die Aktion eigentlich nicht. Wären da nicht die prüden und erzkonservativen Amerikaner. Dort sieht man eine Verletzung der guten Sitten und erahnt pornografische Darstellungen wenn sich 2 Menschen verliebt umarmen bzw küssen. Allerdings wäre das natürlich kein Problem wenn es nicht gleichgeschlechtliche Pärchen wären.
Armani selbst äußert sich bisher nicht dazu – ich kann nur hoffen das man dem Druck einiger Menschen mit mehr als eingeschränkten Weltbild nicht erliegt. Gerade eine Nation die sich als Weltverbesserer sieht und allen Menschen auf der Welt notfalls mit Waffengewalt zu Freiheit verhelfen möchte sollte sich dafür schämen eine Kampagne aufgrund der Darstellung von Schwulen und Lesben zu verunglimpfen. Der Boykott-Aufruf der Armani-Stores setzt dem Ganzen noch die Krone auf, ermöglicht allen Amerikanern aber zugleich sich von der Kritik zu distanzieren indem sie trotzdem oder gerade deshalb dort einkaufen.
Am Ende dürfte Armani aber auf jeden Fall der Gewinner sein, denn soviel Aufmerksamkeit hätte eine Kampagne mit Heterosexuellen wohl nicht erreicht.




