Kostenlose Website für Unternehmen
Immer wieder liest oder hört man von solchen Aktionen: Eine kostenlose Homepage für Ihr Unternehmen. Bei jedem gestandenen Unternehmer schrillen bei kostenlosen Angeboten im B2B-Bereich sofort die Alarmglocken. Jeder Betriebswirt weiß das man nicht überleben kann wenn man seine Leistungen verschenkt, klingt so weit auch logisch.
Nun muss man fairerweise aber sagen das gerade im Webdesignbereich sehr viel über Referenzen geht. Im Idealfall stehen unter Referenzen dann immer möglichst große und klangvolle Namen oder aber, wenn es denn nicht anders geht, gelungene Projekte die nicht nur gut aussehen sondern auch erfolgreich sind. Als Neugründer hat man es dabei natürlich schwer, egal wie qualifiziert alle Mitarbeiter sind – wer noch nichts vorweisen kann ist niemand. So oder so ähnlich ist die Denkweise vieler Geschäftsführer von neuen Agenturen. Wie kommt man nun also schnell an solche Referenzen? Mit einem Gratisangebot wird man sicher zumindest einige Aufmerksamkeit erhalten, auch wenn die großen Fische damit nicht zu ködern sind. Man bietet also eine kostenlose Website an.
Bei einigen Angeboten wird es sich dabei vielleicht sogar um den ehrlichen Versuch handeln Referenzen aufzubauen. Leider sind mir in der letzten Zeit aber mehr als genug weniger seriöse Angebote unter gekommen die aus einer kostenlosen Website schnell eine überaus kostenintensive Website machen. Denn das Modell mit Gratis zu ködern und dann mit versteckten Kosten zu punkten. Hier wird dann mit Hostingkosten von nicht selten 50 € aufwärts gearbeitet, im Monat versteht sich. Rechnet man das auf einen 3 Jahresvertrag ist man plötzlich bei 1.800 € – ein stolzer Preis für eine kostenlose Website. Will man dann den Hoster wechseln ist plötzlich die gesamte Website weg, irgendwie doch nicht kostenlos. Über die Qualität der gelieferten Website möchte ich lieber gar nicht erst sprechen, das zuletzt gesehene reicht von ganz passabel bis grottig schlecht.
Um dubiose Angebote zu erkennen ist natürlich eine gewisse Fachkenntnis vorteilhaft. Zumindest sollte man sich kurz über übliche Hostingkosten informieren. Denn die Preise unterscheiden sich hier enorm, je nach Anbieter und eigenen Bedarf. Wer nur eine kleine, vielleicht sogar statische, Website betreiben will sollte nicht mehr als 6 € im Monat für Hosting und E-Mail ausgeben. Bei größeren Projekten und Onlineshops sollten es nicht mehr als 15 € sein. Nur wer wirklich sehr hohe Besucherzahlen erwartet und viele Funktionen und/oder Inhalte anbietet braucht ein großes Paket das auch mal um die 100 € kosten kann. Das ist dann aber Ihr eigener Server auf dem ausschließlich Ihr Projekt liegt. Die wenigsten KMU benötigen so viel Leistung.
Es lohnt sich also ganz genau hin zuschauen wenn es etwas vermeintlich kostenlos gibt. Sonst hat man schnell einen langfristigen Vertrag unterschrieben aus dem man nur schwer heraus kommt.




Wenn ich hinzufügen darf, dass es auch bei den Guten noch “höhere” Preise ergeben können. Dann fallen meist die Wartungs/Pflege-Posten mit den Preis hinein. Daher sollte auch gut gelesen werden, wofür man das Geld eigentlich ausgibt.
Wollte es nur ergänzen
Selbstverständlich darfst Du
Ich wollte damit auch nur verdeutlichen das es keine wirklich kostenlosen Angebote gibt, sondern immer irgendwo Geld verdient werden muss.
Ich mag diese “hol mir mein Geld hintenrum” Angebote auch nicht. Wobei ich einigen Leuten eine Webseite echt für Umme angebote habe. Eine Frage der Win-win Situation sicher
aber generell stimme ich Dir zweifelsohne zu
Ja klar, Ausnahmen bestätigen eben die Regel.
Haben wir (in der Agentur) auch schon gemacht, bzw eben kostenlos gearbeitet – dann aber für soziale oder kulturelle Einrichtungen – dann nützt das richtig was und auch die Wirkung in der Presse ist besser. So gesehen ist das Projekt dann auch nicht “umsonst” gewesen.