Fast die Hälfte der Auftraggeber kontrolliert Ihre SEO-Agentur
Suchmaschinenoptimierung boomt seit Jahren. Es ist schließlich auch enorm verlockend unter guten Keywords ganz oben zu stehen. Doch an dieser Stelle lauert bereits die erste Gefahr: Welche Keywords sind überhaupt gut? Viel Traffic ist nicht gleich ein gutes Keyword, denn wenn die vielen Besucher nichts kaufen/anfragen
verschwendet man einfach nur Ressourcen. Aber dafür gibt es ja die SEO-Agenturen oder Freelancer, die wissen ja was zu tun ist. Sollte man zumindest glauben. In vielen Blogs und Foren liest man aber immer wieder von unzufriedenen Kunden und vermeintlichen schwarzen Schaafen sowie enttäuschten Kunden.
Die Internet World berichtet nun das mit 44% fast die Hälfte der Kunden die beauftragte SEO-Agentur kontrolliert. Auch wenn die Headline es anders vermuten lässt: Das ist erschreckend wenig! Gerade bei einer Dienstleistung die in den letzten Jahren so in Verruf geraten ist möchte man eigentlich erwarten das es wenigstens 80% sind, doch es sind eben nicht einmal 50%.
Woran kann das liegen?
Ich vermute das diese geringe Zahl besonders dadurch zu Stande kommt das einige Auftraggeber nicht wissen wie oder was sie kontrollieren sollen. So lässt man sich eben einfach vom netten Kundenberater erzählen welche Fortschritte erreicht wurden, das wird schon stimmen. Für Nachfragen fehlt das Wissen und so spart man sich selbige lieber, wer will sich schon lächerlich machen? Manchmal gibt es auch über Wochen oder Monate gar keine Kommunikation, wenn man von der Rechnung absieht. Das liegt wohl auch daran das manche Unternehmen nur wenig Geld im Monat dafür bezahlen, was sind schon 200 oder 300 Euro im Monat? Dafür lohnt es scheinbar nicht Zeit zu verbrauchen.
Nun ist die Frage warum man eine Dienstleistung in Anspruch nimmt von der man nichts versteht durchaus berechtigt. Ein Grund ist sicherlich das man Angst hat etwas zu verpassen und später das Nachsehen zu haben. Ein weiterer dürfte die nur menschliche Gier sein, denn die SEO-Agenturen erklären ganz genau was man denn alles verdienen könne wenn alles gut läuft. Und hohe Erträge bei überschaubaren Investitionen sind natürlich sehr verlockend.
Was also tun?
Suchmaschinenoptimierung ist ganz sicher keine schlechte Sache. Im Gegenteil: Viele Unternehmen verdienen eine Menge Geld durch gute Platzierungen in den Suchergebnissen. Doch, wie eigentlich immer, wer sich nicht wenigstens mit den Grundlagen beschäftigt hat dem droht auch großer Verlust. In jeder Branche gibt es unseriöse Anbieter und diese erkennt man eben nur dann wenn man den Aussagen und Ausführungen folgen kann und einigermaßen abschätzen kann ob das Sinn macht. So ist es nunmal unseriös wenn ein SEO gewisse Platzierungen garantiert und trotzdem gibt es immernoch viele solche Angebote.
Um also nicht aufs falsche Pferd zu setzen sollte man sich im Vorfeld entweder einen fähigen Berater leisten oder bzw am Besten und das eine oder andere Buch lesen. Besonders eignet sich dafür das Buch von Mario Fischer: Website Boosting 2.0: Suchmaschinen-Optimierung*. Ein sehr ausführliches Werk was aber selbst Anfängern umfassend und verständlich klar macht worum es beim Thema Suchmaschinenoptimierung geht. Wer allerdings keine Lust oder keine Zeit für die rund 800 Seiten hat der sollte sich mit Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung
* von Thomas Promny beschäftigen. Kurz gehalten aber trotzdem für den Anfang ausreichend.
Nachdem man eines oder beide dieser Bücher gelesen hat sollte zumindest ein großer Reinfall verhindert werden können. Theoretisch ist man damit auch in der Lage die vermeintlichen Erfolge der Agentur zu überprüfen und zu bewerten.
Bei der Kontrolle verlassen sich viele Unternehmer aber auf die reinen Zahlen der Statistik oder sogar nur das Ranking, Doch das hält einem tieferen Blick nicht stand! Platz 1 bis 10 unter einem bestimmten Keyword verspricht noch keine Besucher. Steigende Besucherzahlen bedeuten noch nicht mehr Umsatz. Und selbst ein höherer Umsatz muss die ebenfalls gestiegenen Kosten (durch die Optimierung) rechtfertigen und am Ende auch noch einen höheren Ertrag einbringen, ansonsten lohnt sich der ganze Aufwand schließlich nicht.
Wer es ganz genau wissen will der kann die Bemühungen der beauftragten Agentur (oder des Freelancers) auch mit Hilfe eines professionellen SEO-Tools überwachen. Dies macht aber nur dann Sinn wenn ein recht fundiertes Wissen über die Zusammenhänge der Suchmaschinenoptimierung vorhanden ist, ansonsten nützen all die bunten Graphen und Auswertungen nichts.





Zum einen ist es wichtig über Google gefunden zu werden. Sowohl für das Unternehmen (finanziell gesehen) als auch für das Image der Produkte.
Allerdings denken viele das sie damit ihre Umsätze mit dem Faktor n multiplizieren könnten. Oft erreicht man nur eine Verdoppelung der Interessenten und zugleich eine Steigerung um 30% der Einnahmen.
Ich bin gespannt wie sich dieser Markt entwickeln wird.
Allein das man keinen Vertriebler mehr braucht, sondern Google dann quasi für mich akquiriert ist für mich ein wichtiges Argument zur SEO. Außerdem ist es viel einfacher zu verkaufen, wenn der Kunde weiß was er haben will.
Kunden lassen sich garantiert auch durch Namen und Referenzen (lokal) bekannter Internetagenturen blenden. Die bieten nun mittlerweile auch SEO an, obwohl hier meist nicht einmal ein eigener Online-Marketer abgestellt wird, sondern der Webprogrammierer nebenbei mit SEO machen muss. Immerhin kann der Kunde aber frühestens nach einem halben Jahr genau sehen, ob das ausgegebene Geld in irgendeiner Weise zu Erfolgen (steigende Rankings und Besucherzahlen sowie Steigerung der Käufe/Kontaktanfragen) führt.
Die Kontrolle der SEOs / SEO-Argenturen finde ich sehr wichtig. Es gibt nun mal genug schwarze Schafe auf dem Markt. Diese versprechen den Kunden ein Platz1-Ranking bei Google und streichen das Geld ein. Gearbeitet wird bei einigen (möchte hier nicht alle über einen Kamm scheren) nicht.
LG