Sein oder Schein – die dunkle Seite der sozialen Netzwerke
Social Media, soziale Netzwerke oder wie auch immer man Dienste wie Facebook, Twitter, die VZ-Netzwerke und all die anderen nennen möchte leben von Authentizität, sagt man. Nur wer ehrlich ist wird erfolgreich sein, wie auch immer das im individuellen Fall aussieht.
Doch so ganz stimmt das eben nicht. Denn die vermeintliche Anonymität des Internets bietet auch die Chance eine Rolle zu spielen, eine Rolle die in der Realität unmöglich ist. Der erfolgreiche Berater oder das hübsche Mädchen von nebenan sind dabei noch die harmlosen Ausprägungen. Im Business-Sektor haben solche Dinge natürlich recht kurze Beine und fliegen relativ schnell auf. Und selbst wenn nicht schadet das nur wenigen Unbeteiligten.
Die vielen Veranstaltungen auf denen sich die virtuellen Kontakte dann im echten Leben begegnen tun ihr übriges um den vermeintlich Erfolgreichen zu entlarven.
Gefährlicher wird dieses Rollenspiel im privaten Bereich. Hier ist oft keine große Masse (Croud) die den Einzelnen kontrolliert oder entlarvt. Da gibt es keine Barcamps und Conventions wo sich ganze Netzwerke real treffen. Hier verabredet man sich ganz privat und wird, im Besten Fall, schwer enttäuscht. Den schlimmsten Fall möchte ich lieber nicht genauer thematisieren.
Eine besonders gesunde Portion Misstrauen ist also bei allzu verlockenden oder scheinbar idealen Auftritten im Web sehr empfehlenswert. Kein Mensch ist perfekt, auch nicht im Web.
Ich glaube die folgenden Bilder (aus einem kanadischen Magazin) verdeutlichen recht gut was ich damit meine:








Sehr passende Bilder, treffender kann man das Thema wohl nicht illustrieren. Danke für den Tipp und den heiteren Moment!
Hi Sören,
die Bilder zeigen tatsächlich sehr gut was hinter mancher Fassade im Web steckt. Trotzdem erschrecke ich mich oft wie leichtgläubig die Webgemeinde teilweise ist…
[...] completo è qui Isoladigitale stampa digitale palermo Tags: apparire quello che non si è, bambina, donna, [...]
[...] sein, hier wird das Kind gleich beim Namen genannt. Das hat nicht immer positive Folgen wie ich hier schon gezeigt hatte. Der Onlinehändler Connect Furniture greift diese Thematik nun in seiner Werbung [...]
[...] kurzem hatte ich über eine gute Kampagne berichtet zum Thema Social Media: Sein oder Schein?. Die Illustrationen waren sehr gelungen. Eben habe ich etwas ähnliches aus Brasilien gefunden, [...]
Was für ein Blödsinn. Geht’s hier ums Aussehen, oder wie? Also da reicht auch schon im Offline-Bereich die gute alte Schminke. Da wird der nächste Morgen auch überraschend.
Und was die Leute beruflich machen erfahre ich auf der Straße oder im Club wohl eher weniger, als bei Facebook. Bei Facebook lesen meine Freunde mit, die wissen wohl, was ich tue. Im Club bin ich irgendein Fremder, ich könnte den größten Blödsinn erzählen.
Deswegen find ich das ziemlich Inhaltsleer…
Äh Robert Dir ist schon klar um was es in der Kampagne geht, oder?
Und eine Fake-Identität baue ich mir bei Twitter, Facebook oder sogar auf einem Blog innerhalb weniger Tage auf, manch einer schafft das vielleicht sogar in ein paar Stunden.
Im Übrigen hat ein solches Fakeprofil in der Regel keine realen Bekanntschaften die das irgendwie kontrollieren – DAS ist ja das gefährliche
Ich weiß worum’s geht, ja.
“Im Übrigen hat ein solches Fakeprofil in der Regel keine realen Bekanntschaften die das irgendwie kontrollieren – DAS ist ja das gefährliche
”
… hilfe, ein Fakeprofil. Wo ist denn die Gefahr? Und wer merkt sowas nicht innerhalb von wenigen Sekunden?
Wahrscheinlich Hunderte und Tausende von Minderjährigen, aus Langeweile werden Jugendschutzorganisationen und ganze Staaten nicht so einen Aufwand betreiben.
Sicherlich werden internetaffine Menschen nicht zur Gruppe potenzieller Opfer gehören, ein naives 13jähriges Mädchen aber schon…