Sein oder Schein – die dunkle Seite der sozialen Netzwerke

Social Media, soziale Netzwerke oder wie auch immer man Dienste wie Facebook, Twitter, die VZ-Netzwerke und all die anderen nennen möchte leben von Authentizität, sagt man. Nur wer ehrlich ist wird erfolgreich sein, wie auch immer das im individuellen Fall aussieht.

Doch so ganz stimmt das eben nicht. Denn die vermeintliche Anonymität des Internets bietet auch die Chance eine Rolle zu spielen, eine Rolle die in der Realität unmöglich ist. Der erfolgreiche Berater oder das hübsche Mädchen von nebenan sind dabei noch die harmlosen Ausprägungen. Im Business-Sektor haben solche Dinge natürlich recht kurze Beine und fliegen relativ schnell auf. Und selbst wenn nicht schadet das nur wenigen Unbeteiligten.

Die vielen Veranstaltungen auf denen sich die virtuellen Kontakte dann im echten Leben begegnen tun ihr übriges um den vermeintlich Erfolgreichen zu entlarven.

Gefährlicher wird dieses Rollenspiel im privaten Bereich. Hier ist oft keine große Masse (Croud) die den Einzelnen kontrolliert oder entlarvt. Da gibt es keine Barcamps und Conventions wo sich ganze Netzwerke real treffen. Hier verabredet man sich ganz privat und wird, im Besten Fall, schwer enttäuscht. Den schlimmsten Fall möchte ich lieber nicht genauer thematisieren.

Eine besonders gesunde Portion Misstrauen ist also bei allzu verlockenden oder scheinbar idealen Auftritten im Web sehr empfehlenswert. Kein Mensch ist perfekt, auch nicht im Web.

Ich glaube die folgenden Bilder (aus einem kanadischen Magazin) verdeutlichen recht gut was ich damit meine:

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