Werbung aus der Jahrhundertwende – Panoptikum St. Pauli
Ich war ja ein paar Tage in Hamburg und habe natürlich, neben einigen Geschäftsterminen, ein bisschen die Stadt erkundet. Und mein bisheriger Eindruck von Hamburg hat sich bestätigt: Super Stadt, nette Leute. Auch wenn unter der Woche auf der Reeperbahn wenig bis nichts los ist habe ich genau dort eine nette Location gefunden: Das Panoptikum, Deutschlands ältestes Wachsfigurenkabinett. Auch wenn wohl nur wenige an Kultur denken, die Reeperbahn ist wirklich mehr als Strip-Clubs und leichte Mädchen
Nun war mir das selbst nicht bewußt und daher die Überraschung recht groß. Glücklicherweise gewährt das Panoptikum auch dem späten Besucher Einlass und so konnte ich einige Wachsfiguren bestaunen. Das schöne dort: Die Figuren sind teils sehr als. Denn einige der Wachsmännchen und Weibchen haben auch den Bombenterror des 2. Weltkriegs überlebt und stehen so dem interessierten Besucher aus dem 21. Jahrhundert immer noch zur Verfügung. Wer sich nun noch an das Theater erinnert das es bei der Eröffnung von Madame Tussauds in Berlin und der damit verbundenen Ausstellung von Adolf Hitler gab: In Hamburg sieht man das offensichtlich etwas entspannter. Denn hier steht der Führer der Nazis mit seiner Frau Eva Braun, sogar ohne Glasscheibe oder Wachmann. Aber gut, das Panoptikum hat noch deutlich mehr zu bieten als Hitler.
Und natürlich habe ich auch etwas mitgebracht (wenn auch nur digital)! Im Folgenden das Plakat für eine echte Attraktion aus der Jahrhundertwende – das (vermeintlich) größte Weib. Während Heute so etwas kurz durch Twitter, Facebook und einige Blogs laufen würde war es damals eine riesen Attraktion solche Menschen im Hause zu haben. Und die Mariedl aus Tirol wurde im Wachsfiguren Kabinett Hamburg nachgebildet und steht noch Heute interessierten Besuchern zur Schau.
Neben der natürlich übertriebenen Darstellung der Größenverhältnisse ist es für einen Menschen aus dem Jahre 2010 doch wunderbar einmal Werbung zu sehen die nicht mit gefühlten 100 rechtlichen Hinweisen, Ausschließungen und Warnungen verschandelt ist. Der Eintritt wird trotz Attraktion nicht erhöht, es ist im Panopticum auf St. Pauli in Hamburg und das wars dann auch schon. Und das Beste daran: Es hat auch funktioniert
Also gut, wer in Hamburg ist und etwas Zeit hat sollte sich auf jeden Fall einmal das Panoptikum am Spielbudenplatz anschauen – es lohnt sich!





