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Hornbach kommt Heim auf Facebook gesperrt

hornbach kommt heim Hornbach kommt Heim auf Facebook gesperrt

Mit Hornbach kommt Heim! hatte die Baumarktkette auf Facebook ein schönes Gewinnspiel gestartet und damit die eigene Präsenz auf Facebook und Twitter gestärkt. Täglich wurden Fotos veröffentlicht auf denen verschiedene Dinge zu sehen waren, auf einem der Fotos war ein Produkt das man auch bei Hornbach kaufen konnte. Wer sich nun auf dem richtigen Foto markierte konnte mit etwas Glück das abgebildete Produkt bald sein eigen nennen. Die Aktion kam bisher auch sehr gut an und zahlreiche User beteiligten sich, allerdings gab es wohl mindestens Einen der weniger Gefallen daran hatte.

Offensichtlich verstieß man mit der Aktion gegen die Facebook-AGBs so das es einer, bisher anonymen, Person ein leichtes war die Aktion beenden zu lassen. Auch wenn es sicher zweifelhaft ist das Facebook hier so rigoros vorgeht ist es eben nicht zu ändern. Ob der „Anschwärzer“ nun ein Konkurrent, ein Mitarbeiter einer konkurrierenden Agentur oder einfach ein beleidigter Facebook-User war ist natürlich reine Spekulation – und angesichts der Reaktionen auch unwichtig. Denn Hornbach, bzw. das Social-Media-Team von Hornbach, reagierte absolut richtig und ließ umgehend auf der Fanpage verlauten:

Erwischt! Wir wollten mit Euch Spaß haben & haben daher die facebook-Regeln für HORNBACH KOMMT HEIM etwas großzügiger ausgelegt. Leider gibt es einen Spielverderber, der uns bei facebook angeschwärzt & unsere Seite gemeldet hat. Schade! Daher kann die Aktion so leider nicht weiterlaufen.
Wir sitzen bereits an einer and…eren Lösung. Gebt uns bis Montag Zeit. Dann kommt Hornbach wieder zu Euch heim!
Euer Hornbach Team

Die Reaktionen darauf sind, aus Unternehmenssicht, fantastisch. Alle Kommentare sind durchweg positiv und aufmunternd. Einige mutmaßen wer denn der „Übeltäter“ war und schwören, für den Fall das es ein Konkurrent war, Hornbach die Treue. Eine Userin will sogar noch mehr Freunde zur Hornbach-Fanpage einladen. Besser geht es eigentlich nicht. Da macht man als Unternehmen einen Fehler und erntet dafür sogar durchweg positives Feedback.

Das ist Social Media!

Die Marke wird durch die Interaktion und Kommunikation mit den Konsumenten sympatisch und durch solche Fehler sogar menschlich. Eine Art freundschaftliche Beziehung baut sich auf und so werden eben auch kleinere Fehler verziehen.

Bereits kommenden Montag wollen die Jungs von Hornbach eine Alternative präsentieren und man darf davon ausgehen das die ganze Aktion durch eben diese „Panne“ sogar noch erfolgreicher wird. Sollte es also tatsächlich ein Mitbewerber gewesen sein der die Aktion Hornbach kommt Heim bei Facebook gemeldet hat ist es der absolute Beweis gewesen das er auf diesem Gebiet keine Ahnung hat. Es wäre dann ein klassisches, wenn auch unerwartetes, Eigentor 😉

Also immer daran denken, die Regeln im Marketing haben sich geändert – zumindest auf Plattformen wie Facebook, Twitter und Co.

Wer nun am Montag die neue Aktion verfolgen möchte wird sicher bei Facebook fündig: Hornbach Fanpage.

Kommentare geschlossen.

37 Kommentare

  1. Offensichtlich… da stellt sich doch die Frage gar nicht… völlig zu recht!

    Wer sich mit den Facebook Richtlinien nicht beschäftigt, hat Pech gehabt. Die Schuld auf jemand anderen schieben, finde ich ziemlich affig. Mimimimi lese ich. Auch Hornbach hat sich, wie alle anderen auch, dass man sich an gewisse Regeln zu halten hat. Und wenn sie nicht aufpassen, können Sie auch gleich Budget für die Abmahnung einplanen, da man „komischer Weise“ auch bei Facebook eine Impressumspflicht hat…

    Das Ding finde ich eher peinlich insgesamt, Geld zu haben um sich das Know-how sich einzukaufen, sollte ja langsam da sein.

  2. Kurz und knapp: Es gibt Regeln, an die sich Unternehmen auf Facebook-Pages zu halten haben. Dazu gehört auch, dass man Gewinnspiele eben nicht auf der Pinnwand, sondern nur in einem eigenen Tab/mit einer dafür geschaffenen Anwendung veranstalten darf.
    Nur weil es gängig ist, dass sich kaum jemand auf Facebook daran hält, muss man den Meldenden nicht als Spielverderber hinstellen. Woher ist überhaupt bekannt, ob gemeldet wurde oder Facebook selber aktiv wurde?
    Ich finde es nicht peinlich, dass jemand diese Aktion eventuell denunziert hat, sondern eher, dass man sich bei Hornbach im Vorfeld niemanden mit Sachkunde für diese Aktion eingekauft hat.
    Mutet schon sehr seltsam an, selber in ein Fettnäpfchen zu treten und dann jemand anderem den schwarzen Peter zuzuschieben. Wer hier der Spielverderber ist, bleibt offen – Hornbach ist für mich auf jeden Fall der Verlierer…

  3. Na Ihr 2,

    ich sehe das nicht so eng. Klar gibt es Regeln bei Facebook, aber wie ihr schon richtig festgestellt habt ist es quasi normal sich nicht daran zu halten.

    Klar sollte ein Unternehmen dieser Größe die Spielregeln eigentlich kennen, aber eben dieser Fehler wird – da bin ich ziemlich sicher – den Erfolg der Aktion verstärken.

    Das denuziert wurde ist übrigens der Hornbach-Meldung zu entnehmen. Ob das stimmt oder nicht weiß ich natürlich nicht, aber bis jetzt habe ich keinen Grund von einer Lüge auszugehen.

  4. Ich wollte Hornbach auch keineswegs der Lüge bezichtigen. Ich habe nur ehrlich gesagt noch nie eine Nachricht von Facebook zu so einer Sperrung vor mir gehabt und wüßte schon gerne, wie das dort ausformuliert wird, ob die sich tatsächlich auf eine konrete Meldung beziehen. Wäre doch mal interessant.

  5. Ja, da haste nicht unrecht. Von mir wurde bisher aber auch noch nix gesperrt…

    Lass uns was verbotenes machen 😀

  6. Hmmmmm, und wenn Heimat besonders schlau war, dann ist die ganze sogenannte Denunziation ein Fake, denn die Facebook Reaktion nutzt in erster Linie Heimat und Hornbach. ……

  7. Da hat Hornbach aber echt gepennt. Dieselbe Idee hatte Ikea schon mal, und seit dem ist auch weitläufig bekannt, dass diese Art von Gewinnspiel nicht zulässig ist.
    Wenn sie jetzt auch noch eine „Opfer Rolle“ zelebrieren wollen, dann habe ich dafür keinerlei Verständnis.

  8. @ Stephan

    Wir können natürlich überall einen Fake sehen, oder einfach hinnehmen das dort ein Fehler gemacht wurde. Und das dieser Fehler zu einer, für manchen unerwartet, positiven Reaktion der Fans geführt hat.

    @ Roland

    Ja, gepennt haben sie ganz offensichtlich. Wie Kai schon richtig schreibt darf das eigentlich nicht passieren. Aber darum ging es mir zu keiner Zeit in meinem Beitrag, sondern um die Reaktion der Fans!

  9. Ich frage mich: Gab es tatsächlich einen „Anschwärzer“? Soviel ich weiß ist Facebook selbst beim Scanning von Gewinnaktionen aktiv. Aber das wäre natürlich keine so hübsche PR-Wendung, wenn man gestehen muss: Wir wurden vom Türsteher rausgeworfen.

  10. Das Beispiel zeigt, wie Social Media funktioniert.
    Fehler eingestehen und korrigieren, mit den Kunden interagieren und kritisches Feedback zulassen.
    Bin auf die nächste Aktion gespannt…

  11. Die Methodik kommt mir sehr bekannt vor.
    Das Gleiche hatte IKEA bereits vor wenigen Jahren gemacht und wurde ebenfalls von Facebook erwischt und die Facebookseite ohne zögern oder ermahnen gelöscht.
    Der viarle Effekt dahinter war allerdings recht groß und so lohnt es sich auch mal gegen die Facebook-Regeln zu verstoßen. Ich denke, bzw. bin mir fast sicher, dass Hornbach genau wusste auf was sie sich da einlassen und mit der Sperre rechneten.

    Ich sage mal so, gekonnt nachgemacht :-)

    LG
    Squizzel

  12. Was war denn da genau der „Fehler“?
    Das es über die Pinnwand veranstaltet wurde, also ohne extra Reiter oder war das „Markieren“ schuld?
    Hab die Aktion leider nicht mitbekommen und wäre für kurze Aufklärung dankbar :-)

  13. Wie geil, vielleicht haben sie sich ja sogar selber gemeldet 😉

  14. Hi Neon,

    der Fehler war das Gewinnspiel nur auf Facebook und dort nicht in einer eigenen Anwendung durchzuführen.

  15. Dass hier von Fehlern und Pannen dir Rede ist, verwundert mich etwas. Ich glaube kaum, dass Hornbach – doch recht erfolgreich und erfahren auf Facebook – von diesen Regeln nichts wusste. Hornbach selbst schreibt ja, dass die Regeln „etwas großzügiger ausgelegt“ worden sind. Ich bin auch davon überzeugt, dass das ganz bewusst gemacht worden ist. Wie oben schon angemerkt, ist das gängige Praxis. Wenn man die Aktion, nachdem man „erwischt“ wurde, von der Pinnwand nimmt, hat man i.d.R. auch nichts zu befürchten. Und das Beispiel zeigt ja, dass man daraus sogar noch Nutzen ziehen kann. (Der Umgang mit der „Panne“ zeigt im Übrigen auch, dass Hornbach hier nicht ganz so naiv unterwegs ist, wie z.T. vermutet wird.)

    Und ob man „von einem Spielverderber angeschwärzt“ wurde, erfährt man von Facebook normalerweise nicht. Das ist jedenfalls meine Erfahrung.

  16. Wow.

    vier mal das statt dass in dem Artikel!

    Bitte nochmal den Duden unters Kissen legen…

  17. Hallo Emanuel,

    danke für Deinen Hinweis, auch wenn dieser mich ehrlich gesagt nicht interessiert. Ich erhebe keineswegs den Anspruch auf eine perfekte Schreibe, Fehler sind bei mir gern gesehen und werden absolut toleriert 😉

  18. Das Problem ist unter anderem auch folgendes:

    Die sicherste Variante ist es, sich solche Gewinnspiele von Facebook genehmigen zu lassen. So kann man auf Nummer sicher gehen, dass die Aktion den Promotion Guidelines entspricht.
    Jedoch möchte Facebook eigentlich nur solche Aktionen genehmigt, wenn man ein monatliches Mindestbudget von 10.000€ für Facebook Ads ausgibt.
    Ein Großteil der Fanseitenbetreiber werden dieses Budget wohl nicht haben – demnach geht man lieber das Risiko ein, dass Facebook die Aktion nachträglich sperrt, als dass sie von Vornherein abgelehnt wird!

  19. Sehr cool! Gute Einschätzung der Situation. Wäre mit ein bisschen Rechtschreibprüfung noch besser.

  20. Ich kann nur sagen: Endlich passiert sowas mal. Durch EInhalten der Richtlinien geraten Unternehmen gegenüber Regelbrechern nämlich immer wieder in einen Nachteil und das erkläre mal als Agentur Deinen Kunden, warum Du mit ihm solche Gewinnspiele nicht umsetzt, während sein Wettbewerber gerade Kontakte generiert wie verrückt.

    Das Taggen von Bilder zu nutzen ist so alt wie Facebook selbst und seit dem nicht erlaubt.

    Das „ach wir sind ja so überrascht“ von Hornbach ist nicht Social Media sondern peinlich

  21. das ist kein social media. das ist unlauterer wettbewerb und einfach nur peinlich.

    achso und chip.de macht das gleiche. http://www.facebook.com/album.php?aid=273245&id=179800383306

    es gibt überall schwarze schafe.

  22. Gehe ich richtig in der Annahme, dass ein solcher Wettbewerb, wie es Hornbach aber früher auch IKEA durchgeführt haben, heute mit den angepassten Regeln für Wettbewerbe bei Facebook erlaubt wäre?

  23. Hallo Sam,

    nicht ganz. Facebook hat zwar die Regeln gelockert aber nicht ohne Grund werden viele Gewinnspiele zwar über Facebook vermarktet dann aber extern durchgeführt.

    Die Idee der Verbreitung des Hornbach-Gewinnspiels war natürlich genial, aber eben genauso wenig erlaubt.

  24. Ich bin selber Admin einer Seite und halte mich an die Richtlinien. Mitbewerberseiten machen das nicht. Bin ich nun der Blöde, weil ich mich an die Regeln halte? Und dann geht Hornbach her und gibt „großzügig“ den Fehler zu und soll daher ein Beispiel für erfolgreichen Social Media Einsatz sein?
    Wohl eher nicht oder?

  25. Hallo Andreas,

    es ist oft im Leben so dass der, der sich an die Regeln hält Nachteile gegenüber dem der dies nicht tut hat. Das ist sicher nicht gut, aber auch kaum zu ändern. Zumal das Gewinnspiel von Facebook ja beendet wurde.

    Im übrigen ist es für eine Marke dieser Größe durchaus ein positives Beispiel dass man (relativ) offen mit der Problematik umgegangen ist. Noch immer werden negative Dinge wie zum Beispiel Fehler einfach verschwiegen.

    Und das Menschen eben Fehler machen ist ja nix neues, im Gegenteil – es holt die Jungs bei Hornbach auf eine menschlichere Ebene 😉 Und am Ende hat Hornbach dabei tatsächlich gewonnen, das Gewinnspiel erreichte durch die Sperrung mehr Leute.

  26. Werbung für Hornbach macht eine Agentur aus Berlin namens Heimat. Kundenliste von der Agentur ist von Burger King bis Ferrero sehr lang… Ich will nur damit sagen: es ist eine Menge Kohle was hier in Spiel ist und Spiel ohne Regel führt immer in eine Katastrophe hinein… Oder ist nicht so schön anzusehen…

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