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Doug der Ford Fokus Botschafter

Ford, das ist eine Marke, ein Automobilkonzern der seit seiner Gründung schon immer auf ein breites Spektrum im Marketing gesetzt hat. An sich kein Wunder, stammen doch Sätze wie:

Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.

Fünfzig Prozent bei der Werbung sind immer rausgeworfen. Man weiß aber nicht, welche Hälfte das ist.

und natürlich: Wer nicht wirbt, stirbt!

von Henry Ford. Über die Jahre wurde so eine Marke aufgebaut die in 2010 über 90% der Amerikaner kannten. Ein beeindruckender Wert, auch wenn man zunächst denken mag dass eine Automarke doch eigentlich jeder kennt. Dabei scheut man im Hause Ford auch nicht den konsequenten Weg neue Marketingmöglichkeiten auf Potenzial zu prüfen und im Zweifelsfall auch voll zu nutzen. Die Einführung des Ford Fiesta ist noch Heute ein beliebtes Beispiel für gelungene Social Media Kampagnen. Mashable hatte das in 2009 schön aufbereitet aber auch in Deutschland wurde gern und viel darüber berichtet, wie hier bei den webguerillas. Unterm Strich kann man, auch jetzt noch, von einem großen Erfolg sprechen.

doug5 605x605 Doug der Ford Fokus BotschafterNun, in 2011, versucht man wieder etwas neues. Wieder, zumindest teilweise, ausgetragen im Web. Allerdings empfinde ich die Einführung des „Botschafters“ Doug für den Ford Fokus als deutlich schwieriger. Doug ist eine Art Muppet-Figur (erinnert mich an Kermit) die recht selbstbewußt, teilweise sogar dreist, daher kommt und ab sofort also den Fokus promoten soll. Natürlich ist es eine gute Idee neben dem reinen Auto und all seinen Vorzügen eine emotionale Figur zu installieren. Gelingt dies dürfte Ford und insbesondere der Fokus deutlich persönlicher und emotionaler wahrgenommen werden und damit entsprechende Vorteile gegenüber der Konkurrenz erhaschen. Da man auch im Hause Ford um die Schwierigkeit eines solchen Unterfangens weiß hat man sich prominente Unterstützung ins Boot geholt. Mit Rob Cohen (Lead Writer, Director, Millhouse), u. a. The Simpsons, Saturday Night Live, MTV, MADtv und Paul F. Tompkins (Doug, The Puppet), u. a. Comedy Central sowie weiteren kreativen Köpfen (unter anderem aus The Simpsons, Borat, Findet Nemo) steht da geballte Power zur Verfügung. Die Herkunft des Teams wird auch in den Videos im YouTube-Kanal deutlich. Hier ein Beispiel in dem Doug kurzerhand zum Frauenheld wird:

Doug ist auf seine ganz eigene Art und Weise sympathisch. Was mir persönlich besonders gut daran gefällt ist dass Ford hier nicht krampfhaft versucht everybodys Darling zu kreieren sondern einen Typen auf die Bühne gerufen hat der auch Arschloch sein kann. Damit bekommt sogar eine Puppe eine gewisse Glaubwürdigkeit.

Natürlich findet man Doug auch auf Facebook. Dort bringt es der kleine orange Giftzwerg schon auf über 15.000 Fans und punktet auch dort wieder mit seiner Info:

I’ve been called a hero, more than once.

Ich bin wirklich sehr, sehr gespannt ob es gelingen wird Doug und den neuen Ford Fokus wie erhofft zu platzieren. Falls ja werden wir sicherlich auch irgendwann einmal Doug in Europa bzw Deutschland kennenlernen dürfen, das ist bisher nämlich nicht geplant. Aber vielleicht kommt der automobile Onlinestar dann eben 2012 mit einem schönen neuen Ford in die Autonation, wo er ja eigentlich zu Hause sein müsste 😀 Verlässt man sich auf die Lehren aus der Vergangenheit dürfte Doug aber ein großer Erfolg werden, es ist schließlich nicht das erste Mal das Ford sehr positive Ergebnisse mit neuen Idee erzielt. Nicht nur die Fiesta-Geschichte steht da zu Buche. So hat Ford zum Beispiel bereits in den 1940er Jahren mit Productplacement in Kinofilmen begonnen und stellte Hollywood verschiedene Modelle sehr günstig oder gar gratis zur Verfügung.

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Kommentare geschlossen.

3 Kommentare

  1. Kermit oder Flat Eric, yep

    Ich glaube nicht, dass eine solche Kampagne nach Deutschland kommt. Wir Deutschen sind dann doch etwas konservativer. Was nicht heißen soll, dass ich es a) nicht gut finden würde und b) es keinen Erfolg hätte.

    Ich denke es könnte beides bewirken, weil es aus den gewohnten „Regeln“ ausbricht.

  2. Also irgendwie erinnert mich das an den hier: http://www.youtube.com/watch?v=65fuwNmxKOk 😉

  3. Stimmt, Flat Eric könnte auch ein Elternteil sein 😀

    Aber Kai, Du weißt doch: Was in den USA gehyped wird funktioniert oft auch hier. Nur später und weniger gut…