Das Pril Desaster und was daraus wurde

Erinnert ihr euch noch an den Design-Wettbewerb für die Etiketten der Spülmittelflaschen? Das ist noch gar nicht so lang her und zu Beginn konnte man durchaus denken dass Pril hier einen echten Erfolg landet (also ordentlich etwas auf die Marke einzahlt ;) ). Doch dann kam die Crowd und mit ihr das vermeintliche Desaster. Es gab plötzlich Einsendungen die weniger im Sinne des Herstellers waren, dafür aber umso mehr den Nerv der User trafen. Und diese konnten ja bekanntlich über die Besten Entwürfe abstimmen. Was folgte ist bekannt, Hühnchen, Regeländerung, Aufruhr.

Fachmedien, Blogger, noch mehr Blogger und viele Andere die auch keiner gefragt hatte waren sich schnell auffällig einig: Das war ein PR-Desaster für Pril (Ausnahmen bestätigen die Regel). Ein weiteres Negativbeispiel für Aktionen im Social Media Umfeld. Manch einer ging sogar so weit zu behaupten dass man ja selbst Schuld sei wenn man die breite Masse nach so etwas frage. Stimmt wahrscheinlich auch ein Stück weit. Am Ende ist aber alles eine Frage klarer Regeln und guter Moderation. Aber das wurde schon vielerorts teilweise ermüdend ausdiskutiert, soll hier und jetzt auch gar kein Thema sein.

Die trnd AG aus München verdient ihr Geld mit Umfragen und Produkttests ihrer Mitglieder. Eine der Umfragen hat eben diesen Wettbewerb behandelt. Auch wenn die Umfrage zu einem beachtlichen Teil noch während des Wettbewerbs lief dürfte den weit über 50.000 Teilnehmern die negative Presse und Meinungsmache im Web kaum entgangen sein, sofern diese Menschen diese Medien gelesen haben und/oder sich überhaupt dafür interessieren. Zudem sei aber noch erwähnt dass ich davon ausgehe dass die Antworten der User eher positiv ausfallen weil man auf dieser Plattform auch hin und wieder Produkte zum testen bekommen kann, wenn ich das richtig verstanden habe. Also denn, hier ein paar interessante Auszüge:

wettbewerb wertung Das Pril Desaster und was daraus wurde

mein stil empfehlung Das Pril Desaster und was daraus wurdeWie gesagt, das ist nun keine explizite Umfrage direkt nach dem vermeintlichen Skandal sondern bereits während des Wettbewerbs. Trotzdem denke ich dass aus diesen Zahlen recht deutlich wird dass ein Großteil der Teilnehmer relativ locker mit solchen Problemchen umgeht und die Aufregung im Web, zumindest bei Problemen wie in diesem Fall, eher ein Sturm im Wasserglas denn ein tatsächliches Desaster. Und genau genommen spricht mittlerweile keiner mehr drüber, Facebook hat sich schließlich bereitwillig als aktuelles Skandalthema angeboten :D

Vielleicht sollten wir in Zukunft dazu übergehen solche Dinge etwas besonnener zu betrachten, dann klappts auch mit den Konzernen ;)

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