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Mobile schlägt 2012 durch

So, das wars dann (fast) mit 2011 und wir dürfen uns auf das Weltuntergangsjahr 2012 freuen. Glücklicherweise haben wir da aber bis in den Dezember 2012 Zeit, also fast das ganze Jahr. Somit ist auch klar dass wir uns weiter mit all den tollen und lästigen Dingen des Lebens beschäftigen müssen: Eines davon ist Marketing. Denn ohne Marketing kein Umsatz und ohne Umsatz ist alles Mist.

Nachdem in den letzten Jahren ja immer und immer wieder von digitalen Revolutionen die Rede war, diese teilweise auch bei uns Geeks stattgefunden haben, möchte ich nun behaupten dass in 2012 der mobile Commerce und mobile Kundenansprache richtig durchschlägt. Denn dank immer günstigerer Handytarife (wie hier im Beispiel von DeutschlandSIM, deren Tarife bereits ab 6,95 € pro Monat eine Internetflat beinhalten) ist mittlerweile fast jeder auch auf dem Smartphone oder einem anderen mobile Device (iPad und Co) unterwegs online. Auch wenn der Markt hier und da schon begonnen hat sich zu bewegen und so mancher jetzt sagen wird “Das ist doch ein alter Hut!” gehe ich fest davon aus dass erst im Laufe von 2012 diese Art des Marketing in der breiten Masse ankommen wird. Zahlreiche Apps finden mehr und mehr Verbreitung und bieten damit schon die Plattform – jetzt ist es an den Einzelhändlern und Gastronomen auf breiter Front davon zu partizipieren!

Es gibt dabei viele verschiedene Ansätze, manche sind kreativer als andere – aber das ist im Prinzip gar nicht ausschlaggebend. Letztlich kommt es darauf an dass es gemacht wird. Burger King ist mit seiner App jetzt nicht der kreative Spitzenreiter, aber es funktioniert. So richtig, bei den normalen Menschen. Habe ich selbst erlebt: Der Ausschlag für den Besuch bei Burger King und nicht bei Mc Donalds war letztlich dass die BK-App einen Gutschein für leckere Burger ausgespuckt hat – somit konnten wir kostengünstig unsere Fettleibigkeit unterstützen und Burger King hat den Umsatz den sonst (eventuell) der Konkurrent mit dem goldenen Bogen gemacht hätte. Nachteil dieses Modells ist natürlich dass ich dies nur wahrnehme wenn die App bereits auf meinem Gerät ist. Keine App kein Gutschein.

bk app 605x322 Mobile schlägt 2012 durch

Interessanter sind natürlich Varianten die mich proaktiv ansprechen. Quasi der digitale Promoter. Erste Versuche gab es dazu vor Jahren mittels Bluetooth – da aber kaum einer seine blauen Zähne permanent angeschaltet hat war diese Variante bereits vorweg zum scheitern verurteilt. Aufgrund der Datenschutzproblematik in unserem schönen Land sehe ich leider große Probleme User aufgrund ihrer Nähe zu einem Geschäft zu kontaktieren. Es gilt also Brückenlösungen zu konstruieren die einerseits nicht (offensichtlich) gegen den Datenschutz verstoßen aber zu gleich den Umworbenen aktiv ansprechen. Dabei sind QR-Codes sicher die einfachste Lösung um einerseits aktiv die Pasanten anzusprechen und gleichzeitig ein Angebot zu unterbreiten. Hat man dann einmal eine App auf dem mobile Device untergebracht lässt sich einiges tun. Gamification ist dabei ein tolles Buzzword dass aber durchaus Beachtung verdient. Foursquare hat eindrucksvoll gezeigt dass User Interesse haben sich durch einchecken mit anderen “zu messen” und Ranglisten einfach immer funktionieren. Dies lässt sich auch auf den Handel adaptieren, schließlich sind Stammkundenrabatte mehr als bekannt und etabliert. Warum also keine Rabattstaffelung nach Besuchen in den Fillialen einer Kette? Ich bin gespannt was uns erwartet, hoffe aber dass die QR-Codes letztlich nur zur Verbreitung von Anwendungen dienen und nicht des mobile Marketing letzter Schluss sind.

Ein weiterer, spannender, Teil ist augmented reality. Geniale Sache, auch wenn man hier auf den User angewiesen ist und ihn nur schwer aktiv ansprechen kann. Derzeit sind es meist noch Spielereien die eher “auf die Marke einzahlen” ( ;) ) als Absatz zu erwirken wie das Beispiel von Becks am Brandenburger Tor in Berlin zeigt – aber auch hier lassen sich viele Ideen stricken. Ich denke da an Werbegemeinschaften die eine Einkaufsstraße zur digitalen Erlebniswelt mit Gutscheinen, Aktionen oder Tagesmenüs machen, wer hier ein Beispiel kennt ist herzlich eingeladen dies zu erwähnen.

Kategorie: News von Enrico • 20.12.2011

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