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Du Darfst – Fuck the Diet

Dudarfst FucktheDiet Du Darfst   Fuck the DietFuck the Diet! Bäm, ein mutiger Ausruf für die aktuelle Kampagne bei „Du darfst“. Macht Lust auf mehr, interessiert, polarisiert und ist endlich mal kein hirnloses Denglisch. So weit, so gut – wenn da nicht die Pseudo-Gutmenschen des Internets wären. Denn egal wie gut der Inhalt der Kampagne hinter Video, Slogan und Design ist – das kleine Wörtchen „Fuck“ erregt sofort die Gemüter. Aber schaut Euch erstmal den vermeintlichen Skandalclip an:

Kaum vorgestellt ging es auf Facebook zur Sache, aber so richtig. Eltern, besorgte Mitmenschen, alles was irgendwie mit in die Kerbe schlagen konnte tat es und echauffierte sich über das Wörtchen Fuck. Die armen Kinder, unsere Jugend – wie kann ein Unternehmen nur so tief sinken.

Sorry Freunde, aber das ist so abgefuckt sich darüber zu beschweren. Man sollte einfach kurz zählen wie oft man das Wörtchen „Fuck“ am Tag so liest und hört, dann wird schnell klar dass Du darst hier ein alltägliches Wort, dessen Wirkung aber noch immer groß ist, gewählt hat. Besonders schade dabei ist dass der eigentliche Inhalt der Kampagne in den Hintergrund gerät.

Update:

Ich vermute dass es Heute schon jeder weiß, letzten Freitag ist man bei Du Darfst dann auch öffentlich eingeknickt und hat sich von Fuck the Diet verabschiedet. Nun sollten also alle Meckerer beruhigt wieder zu den Produkten greifen können. Und wir haben einen weiteren Einheitsbrei-Langeweile-Spot im Fernsehen…

Kommentare geschlossen.

22 Kommentare

  1. Genau deshalb, weil man dieses Wort im Alltag so oft hört, muss ich dann auch noch „geniessen“ es im Fernsehen zu hören? Die unterste Schublade! So eine Unverschämtheit in aller Öffentlichkeit hat sich noch kein Unternehmen erlaubt!

  2. Hallo,
    habe untenstehende Email gerade an Unilever geschickt.
    Sicher gibt es etliche, die mir nicht zustimmen. Aber ich weiß auch, das viele meine Meinung teilen.
    „F…“ soll das sein, was Frauen denken? Ich denke nicht in solchen Worten – nicht in Englisch, was ich hauptsächlich spreche, und auch nicht in Deutsch, auch wenn ich gegen den Diätenwahn bin.
    Aber: Wie tief kann Werbung sinken? Man sollte nie vergessen, was Werbung will. Auf keinem Fall sich nur mit einer Zielgruppe solidarisieren. Ds Ziel ist simple > VERKAUF und Konsum!
    ————————————–
    Betrifft: Schlechter Geschmack – Ihre Werbekampagne
    http://www.du-darfst.de/FuckTheDiet

    Guten Tag,
    wie schlecht muss es „Du darfst“ bzw. Unilever gehen, wenn Sie sich jetzt mit schlechten Geschmack, d.h. schlechter Sprache, an vorwiegend junge Menschen wenden.

    Mit dem Slogan „Fuck the diet“ sind Sie sehr tief gesunken. Oder denken Sie, dass die Verwendung der Englishen Sprache, die sowieso leider immer noch ein Großteil der Deutschen Bevölkerung nicht kann, Ihre Entscheidung besser macht.

    Stellen Sie sich vor, wenn Sie Deutsch verwendet hätten. „Ficke die Diät“-klingt das nicht super?

    Gleich auf der ersten Internet-Seite von Unilever Deutschland steht „Wir helfen den Menschen, sich gut zu fühlen, gut auszusehen und mehr vom Leben zu haben.“ Gehört nicht auch eine gute Sprache dazu, Erfolg zu haben?

    Der neue Slogan „F…“ ist unseriös, wider des guten Geschmacks und in einer gewissen Weise auch jugengefährdend.

    Auszug aus Unilever Vision und Grundsätze

    > „Unilever-Produkte berühren das Leben von mehr als 2 Milliarden Menschen jeden Tag …Wir inspirieren Menschen jeden Tag zu kleinen Taten, die zusammen eine große Wirkung auf die Welt haben können.“ Eine Welt mit Menschen, die alle paar Minuten alles mit „F…“ kommentieren?

    > „Wir haben immer an die Stärke unserer Marken geglaubt, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und die richtigen Dinge zu tun. Weil unser Geschäft wächst, nimmt auch unsere Verantwortung zu.“

    Meint Unilever, dass die Benutzung des F-Worts bedeutet, die Menschen zu animieren das Richtige zu tun?

    > „Unsere Unternehmensgrundsätze legen fest, dass für den Erfolg „die höchsten Standards des unternehmerischen Verhaltens gegenüber jedem verlangt sind, mit dem wir zusammenarbeiten, gegenüber der Gesellschaft und gegenüber der Umwelt, auf die wir Einfluss haben.“ “

    Denken Sie, dass wir alle nun, um zum Beispiel konstruktive Kritik anzubringen, unsere Schreiben an Sie mit „F…“ beginnen sollten?

    > „Positiver Einfluss – Unser Ziel ist, auf vielfältige Weise positiv Einfluss zu nehmen: durch unsere Marken, unsere geschäftlichen Aktivitäten und Beziehungen, durch freiwillige Beiträge und durch die verschiedenen anderen Aktionen, mit denen wir uns in der Gesellschaft engagieren.“

    Haben wir uns jetzt zu bedanken, dass Sie als großes weltweites Unternehmen nun positiven Einfluss darauf nehmen, dass das „F…“ in unserer täglichen Sprache fest integriert wird?

    Und so könnte ich weiter aufzählen, um darzulegen, dass diese Werbekampagne eigentlich nicht zu Ihnen passt und das Vertrauen in Ihre Integrität, der Übereinstimmung Unilevers Wertesystems mit dem Ihres Handeln in der Kampagne zerstört.

    Übrigens, ich bin nicht eine alte verknöcherte Frau, die alles moderne ignoriert. Ich bin mit meinen noch jungen Kinder und 5 Enkelkindern das, was man als Rollenbild (Engl. Role model) einer jungen, modernen Oma bezeichnen kann. Ich bin offen für alles moderne und junge, auch oft verrückte und habe Verständnis für moderne Sprache, Musik und Mode usw., die junge Menschen lieben, auch wenn mir selbst nicht alles gefällt. So weiß ich durchaus, dass „F…“ schon „erfolgreich“ von jungen Menschen verwendet wird, bereits zu viel.

    Ich bin sehr weltoffen, habe Jahrzehnte in einem anspruchsvollen Job in einer weltweiten Amerikanischen Firma gearbeitet und habe sowohl geschäftlich als auch privat viele Länder, Menschen, Sprachen und Kulturen kennengelernt.

    Gerade das macht mich sensible dafür, das man als Unternehmen und besonders beim Auftritt in der Öffentlichkeit nicht die Werte einer guten Sprache zum Zweck der Profitmehrung vergessen sollte. Ein Erziehungsauftrag von Firmen wird oft regelrecht ignoriert, was ich für falsch halte. Hat nicht gerade Werbung heute einen sehr großen Einfluss auf das Verhalten von Menschen, nicht nur auf das Kaufverhalten?

    So, ich werde mit meinem Kommentar sicher nicht Ihre „F…“-Kampagne aufhalten, auch wenn ich denke, dass das diese Werbung der falsche Weg ist, eine breite Masse junger Menschen anzusprechen.

    Aber vielleicht sollte auch ich umdenken und nächstes Mal, wenn ich eine Kritik anbringe, an eine Firma, Behörde o.ä. schreibe, mit dem Gruß „F…“ beginnen um IN zu sein.

    Beenden möchte ich aber zumindestens heute mein Schreiben
    mit freundlichen Grüßen

    • Etwas spät – aber ich habe bis dahin gelesen, wo Sie den Slogan mit den Worten „Ficke die Diät“ übersetzen, weiter nicht. Jeder weiß, dass diese Übersetzung nicht sinngemäß ist. Wenn es mir „beschissen“ geht, übersetzt ein Englischsprachiger das nicht mit dem Sinn, ich hätte mir die Hosen vollgemacht. Gegen die Leute, die das nicht wissen, richtet sich der Artikel. Ich finde die Werbung allein peinlich, weil sie an dem Versuch scheitert, jugendlich zu wirken.

  3. Die schoene deutsche Sprache ist so“upgefuckt“von ingnoranten deutschen „SHITHEADS“,die nicht eimal basic Englisch verstehen.
    DEUTSCHERMICHEL>COM

  4. Wieviel wurde denn gezahlt für den Kommentar, der diesen Thread eröffnet hat? Ist ja schön gestylt… Nein, diese Werbung ist aus der untersten Schublade, ist alles andere als ethisch, versaut außerdem meine Kids, und die Sprache.

    Es ist immer einfach zu sagen, Bäm, alle andere tun es ja auch – aber so wird alles nur immer schlechter und nicht besser. Außerdem sei dem vermutlich bezahlten Schreiberlin gesagt, doch genau, das ist hinrloses Denglisch, und die Profis übersetzen „diet“ außerdem eher mit „Ernährung“. Dies alles macht überhaupt keine Lust auf mehr – sondern diese Marke wird bei uns bis zum jüngsten Gericht geächtet. DIese Werbung ist genaus so mies wie dieser Eröffnungsbeitrag. Bäm.

  5. Lieber Manfred,
    ich wurde für den Eröffnungsbeitrag nicht bezahlt, verstehe gar nicht, wo Sie da Ihr „Bäm“ entnehmen konnten.
    Sie schreiben: „Nein, diese Werbung ist aus der untersten Schublade“. Hab ich denn was anderes geschrieben? Hab ich etwa geschrieben, die Werbung und das Unternemen wären auf dem höchsten Niveau? Entschuldigung, aber noch alle Tassen im Schrank? Ich finde die Werbung genauso Sch****e wie Sie! Sollte ich mich schon in meinem ersten Kommentar SO ausdrucken, damit Sie sie auch richtig verstehen?!
    Liebe Grüße

  6. Beeindruckend welche Energien ein solcher Werbespot freisetzen kann. Schade nur dass solche Energien nicht an Stellen verwendet werden an denen tatsächlich gegen die vermeintlich negative Entwicklung gearbeitet werden kann.

    Oder engagieren sich tatsächlich alle Kritiker (ehrenamtlich) in der Kinder- und Jugendarbeit oder anderen sozialen Projekten??

    Ach und noch etwas grundsätzliches: Dieser Artikel wurde natürlich nicht bezahlt, wer sich mein Blog etwas genauer ansieht wird feststellen dass es über 1.000 Artikel zu Marketing & Werbung aus aller Welt gibt – wenn mich da jeder bezahlt hätte wäre ich jetzt schon nicht mehr in Deutschland 😉

  7. @ randu, du warst nicht gemeint, ich hätte das genauer ausdrücken müssen…. Aber Enrico hat sich ja angesprochen gefühlt…

  8. @ Manfred, dann sorry…

  9. Ich bin überzeugt, dass ich für den Genuss von Du darfst-Produkten nicht unbedingt den Slogan „Fick die Diät“ hören oder lesen muss. Nur weil es mittlerweile ein vielbenutztes Wort ist, heißt es nicht, dass man es unbedarft überall und öffentlich benutzen muss. Das hat mit Gutmensch und Schutz der Kinder nicht zu tun, sondern einfach mit gutem Geschmack 😉

  10. Hi Steph,

    da hast Du vollkommen Recht und es ist auch absolut ok wenn Du sagt dass der Slogan Mist ist. Mir ging es lediglich um die Begründungen die meiner Meinung nach völlig übertrieben sind, weil nicht die Marke „Du Darfst“ das Wörtchen Fuck in den alltäglichen Sprachgebrauch eingeführt hat. Ergo setzt man mit der Moralkeule hier viel zu spät an, wenn man sie denn auspackt.

    Dein Statement dazu kann ich verstehen und falls es irgendwen interessiert: Ich kaufe auch keine Du Darfst Produkte, bei uns steht seit jeher Lätta aufm Tisch, Wurst wird beim Fleischer gekauft – und daran ändert „Fuck the Diet“ auch nix – trotzdem finde ich die Kampagne gut 😉

  11. Viele Schimpfwörter wie gerade „fuck“ sind heute schon alltäglich und gehören zur Umgangssprache. Ich finde viele der Wörter gar nicht mehr so schlimm wie früher.

  12. Das wort „NAZI“ ist ja auch nicht mehr so schlimm wie frueher.
    Fuck all ignorant fucking Germans,kann man nur sagen.
    Was fuer ein „SHITSTORM“haben die Deutschen mal wieder entfochten, oder soll man sagen „aufgefuckt“

  13. Schimpfwörter sind ja nicht, sie werden erst gemacht. Was die Diskussion um ein „neues“, weil aus dem englischen entnommenes, Wort umso interessanter macht. Ich habe den Verdacht, da werden ganz einfach die Muster Diskussionen aus den USA übernommen, ohne darüber nachzudenken, ob das Wort anstößig ist oder nicht.

  14. Is klar das man sich mal wieder über sowas aufregt…..andre sorgen gibts ja mal wieder nich als das wort mit f.Ich will noch nichmal wissen wieviele leute sich genau über den spot beschwert haben und ihren kindern wesentlich schlimmere worte in den mund gelegt haben 😉 ich würd mir vlt eher mal gedanken darum machen wo kinder solche worte lernen (und auch deren bedeutung erfahren) bevor man gleich gegen so nen spot hetzt.mir ists persönlich wesentlich lieber das jemand mal das sagt was viele denken,ob die art und weise verfehlt ist,sei mal dahingestellt.Aber sonst beschwert sich die masse über den magerwahn irgendwelcher runtergehungerten models und sonstige sachen.kaum ists aus den medien verschwunden,läuft der alltag weiter und kein schwein hat auch nurn bissl interesse an so manch einem worüber man sich doch zu gerne das maul zerrissen hat.

  15. *shitheads* okay.. that’s insulting.

    Klar benutzen Amerikaner das Wörtchen „fuck“ all the time, aber wir sind hier nicht in Amerika.

    Dieser Spot ist so möchte-gern aktuell. So etwas muss nicht auch noch im Fernsehen erscheinen. Kopiert und nicht innovativ. „Fuck“ kann jeder sagen.

    Und „nur“ weil man es angeblich jeden Tag hört oder liest, rechtfertigt dies jedoch nicht, es auch noch in Commercials miteinzubinden. Dass Sender überhaupt so eine Werbung ausstrahlen ist ebenso traurig wie die Kampagne an sich.

    Und außerdem: so gut schmeckt der Kram nicht.

  16. Alle Schimpfwoerter sind „insulting“ to the ear.

  17. @michel: Da hast Du Recht.

  18. Also ehrlich, wie kann man sich bitte darüber ärgern dass dieser Spot im TV gezeigt wird? Hat niemand von Euch die Sendungen auf RTL2 oder RTL gesehen? DA sind Formate dabei die verboten werden sollten 😉

    Im übrigen errinert mich diese Diskussion sehr stark an die erste nackte Brust in der Werbung – und auch damals war es die gleiche Situation wie Heute: Die Werbung nimmt etwas auf dass sich seit einiger Zeit in der Gesellschaft und den Medien breit gemacht hat…

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