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Neverendingstory Blogger Relations

Bereits vor einigen Wochen habe ich den Artikel „Blogger Relations: Nicht wie ein Blumenverkäufer in der Kneipe “ gelesen und kommentiert (Link weiter unten) und er erscheint mir noch immer recht sinnbildlich für die theoretische Situation Blogger-Agentur-Unternehmen. Ich betone hier ganz deutlich die theoretische Situation zwischen diesen Parteien.

An vielen Stellen wird oft, wiederholend und gern darüber berichtet wie sich die PR-Agenturen (oder Unternehmen selbst) nicht an Blogger wenden sollen. Keiner will Pressemitteilungen und am Besten lässt man sie einfach in Ruhe. Sie, die Blogger. Auf der anderen Seite wird von den Unternehmen und den Agenturen gesprochen die enttäuscht, verärgert oder was auch immer sind wenn von einem Blogger keine Antwort oder kein Artikel kommt. Insgesamt sind also alle Beteiligten mit der Situation unzufrieden und alles läuft falsch, könnte man denken. Doch der Fehler liegt eigentlich viel weiter vorne: Es gibt sie nicht, die Blogger. Während man bei Journalisten, PR`lern, Bäckern, Fleischern, Ingenieuren und allen anderen Menschen in gelernten/studierten Berufen von einer grundlegend ähnlichen Ausbildung und damit auch herangehensweise ausgehen darf (Ausnahmen bestätigen auch dabei die Regel) ist es eben nicht möglich Blogger in eine Kategorie zu stecken. Das sind einfach nur Menschen, damit hört der Teil der Gemeinsamkeiten aber auch schon auf. Klingt blöd, ist aber so. Das macht es natürlich nicht einfacher, wenn man vom Chef oder Auftraggeber einen Zettel mit „Mach mal was mit Bloggern“ auf den Tisch bekommt. Ich will hier jetzt auch gar keinen ultimativen Blogger-Kontaktguide mit 13,7 unsterblichen Regeln aufstellen. Stimmt am Ende eh nicht. Ich habe eigentlich nur einen einzigen Tipp:

Tut einfach so, als ob ihr einen fremden Menschen ansprecht.

Bei Thomas Pleil schrieb ich vor einigen Tagen: Erinnert ein wenig an die ersten Berührungspunkte zwischen Jungen und Mädchen im Alter von 12 Jahren… zum Thema Berührungsängste zwischen PR-Agenturen und Bloggern. Denn auch wenn vielerorts behauptet wird die Blogger (die es ja bekanntlich nicht gibt) wöllten gar nix von all dem wissen und man soll sie doch in Ruhe lassen – das stimmt oftmals nicht. Natürlich wird es unter all den Menschen, die ein Blog betreiben, auch ein paar geben die das so sehen – aber der Großteil dürfte da anderer Ansicht sein. Denn eigentlich scheitert es ganz oft an der falschen Erwartungshaltung, was bei unzureichender Kommunikation zu Unzufriedenheit führt. Robert Basic hat dazu einen sehr interessanten Artikel geschrieben (Klick). Insgesamt ist es schon fast lächerlich, dass es gerade unter vermeintlichen Kommunikationsprofis zu solchen Problemen kommt. Viele Blogger (bloggende Menschen) wollen in der Tat sehr gern zu Events eingeladen werden, Testprodukte oder einfach nur Hintergrundinfos bekommen. Klar erwarten mittlerweile immer mehr Blogger eine (finanzielle) Entschädigung für ihren Aufwand – aber das ist es oftmals auch Wert. Zumal bei einer guten Zusammenarbeit neben interessanten Synergieeffekten in der Regel auch viele Artikel ohne Bezahlung entstehen. Es ist, wenn der Kontakt einmal steht, wie mit einem Journalisten – gib dem Typen ein gutes Gefühl und kümmer dich um ihn. Er/Sie wird es (meistens) honorieren. Aber ich schweife dann doch wieder in Richtung 13,7 Regeln ab, das wollen wir ja nicht.

Ich habe nur noch einen einzigen Tipp für alle:

Redet miteinander. Nicht übereinander.

Kommentare geschlossen.

1 Kommentar

  1. Schöner, wahrer Artikel. :)