© 2017
A MarketPress Theme

Die Linke auf YouTube – oder wie man es nicht macht

Es ist Wahlkampf. Das sieht man allerdings nur an den vielen Plakaten am Straßenrand, denn gut 4 Wochen vor der Bundestagswahl kommt irgendwie keine richtige Wahlkampfstimmung auf. Vielerorts wird über die Wahl zwischen Sodom und Gomorra geschrieben, denn so richtig kann sich keine der Parteien profilieren. Aktuellen Umfragen nach wird Frau Merkel wohl Bundeskanzlerin bleiben, die Frage nach dem wohl notwendigen Koalitionspartner stellt sich auch kaum. Einzig die SPD und Die Grünen werden wohl ausreichend Stimmen sammeln um für eine Koalition in Frage zu kommen. Aber gut, gefühlt ändert das sowieso nicht viel, das Vertrauen der Bürger in die Politik ist ohnehin auf einem Tiefpunkt.

Trotzdem finde ich es immer wieder spannend einen Blick auf die verschiedenen Wahlkampfbemühungen zu werfen. Durch einen TV-Bericht bin ich auf den YouTube Kanal von Die Linke aufmerksam geworden. Und der ist so unfassbar schlecht, da wundert es auch nicht mehr dass die Linke laut Twitbarometer die wenigsten Erwähnungen auf Twitter erreicht:

Und auch auf Facebook liegen lediglich die CSU und die FDP hinter den Linken.

Die linke YouTube header Die Linke auf YouTube   oder wie man es nicht macht

Die Linke auf YouTube

Schon der Header des Kanals zeugt nicht gerade von viel Liebe zum Detail. Die Auswahl der Titelgrafik und das Zusammenspiel des Profilbilds damit ist alles andere als ansehnlich. Und wir reden hier von einer Partei im Bundestag, die in einigen Landtagen stark vertreten ist und damit logischerweise auch über viele Mitglieder verfügt. Es gibt YouTube Channels von 15jährigen die besser aussehen. Aber gut, wenn der Inhalt stimmt kann man über solche Fehler hinwegsehen. Wenn der Inhalt stimmt.

Videos von Die Linke auf YouTube

Die linke YouTube Die Linke auf YouTube   oder wie man es nicht macht

Es spricht nichts gegen Zweit- oder Drittverwertung aufwändig produzierter Videos. Im Gegenteil, auf dem YouTube Kanal einer Partei erwarte ich sogar eine große Auswahl an Videos. Pressekonferenzen und Wahlwerbespots sollten dort durchaus gezeigt werden, eine zentrale Anlaufstelle für Videomaterial eben. Aber, wenn YouTube quasi nur aus solchen Videos besteht wird es albern. Dabei sein ist 2013 nicht mehr alles. Warum Die Linke keine (ich konnte zumindest keins finden, lief allerdings auch nach dem 3. Video Gefahr einzuschlafen) Inhalte produziert, die auch auf YouTube anklang finden könnten ist mir ein Rätsel. Selbst unsere Kanzlerin hat sich zu Google Hangout hinreißen lassen – die angeblich innovative Linke lädt dagegen nur für andere Medien produzierten und schlichtweg langweiligen Content ab.

So wundert es mich natürlich auch nicht, dass es ganze 4.508 Abonennten gibt, auch hier unterliegt die Linke zahlreichen 15jährigen deutlich.

Vielleicht hätte man lieber einen Schüler einen Ferienjob geben sollen…