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Aldi vs Mc Donalds – was wir aus einem Fake lernen können

Ich lese immer häufiger von Menschen und Marken, die bei Facebook wieder aussteigen. Dafür gibt es teils nachvollziehbare Gründe und die Entscheidungen werden teils mit Applaus für die gezeigte Konsequenz bedacht. Das der persönliche, selbstbestimmte Ausstieg bei Facebook aber nicht das Ende des Kapitels Facebook in der Unternehmenskommunikation sein darf, ist leider nicht allen klar. Denn ebenso wie jene Marken, die sich bis Heute Facebook komplett verwehrt haben, sollte die eigene Marke auch dort überwacht werden. Warum das so wichtig ist, zeigt ein recht prominentes Beispiel.

Aldi vs Mc Donalds bei der Zeugnisausgabe

Bereits Anfang Juli ging ein Screenshot einer Facebookmeldung durch die Timelines. Eine junge Frau war wohl mit den eigenen Noten relativ unzufrieden und merkte an, ihre Zukunft bei Aldi an der Kasse zu sehen. Vermutlich nichts ungewöhnliches, allerdings kommentierte „Aldi Süd“ darunter, dass sie selbst fürs Toiletten putzen einen Abschluss brauche und es doch lieber bei Mc Donalds versuchen solle. Diese vermeintlich freche Antwort machte entsprechend schnell die Runde, ungeachtet der offensichtlichen Tatsache, dass es sich um einen Fake handelt.

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Screeenshot: http://likemag.com/wenn-aldi-dich-eiskalt-fertigmacht

 

Ich habe dazu bei Aldi Süd kurz nachgefragt ob sie diese Meldung auf dem Schirm haben und wie sie damit umgehen. Und natürlich war diese Falschmeldung bereits auf dem Radar. Im Hause Aldi Süd geht man relativ gelassen damit um, da die Erfahrung wohl die kurze Halbwertzeit solcher Falschmeldungen gezeigt hat. Man behalte sich aber rechtliche Schritte vor, was irgendwo verständlich ist.

Wie man hier aber ganz deutlich sehen kann, ist die Überwachung der eigenen Marke in den sozialen Netzwerken wie Facebook enorm wichtig. Völlig unabhängig davon, ob man selbst dort vertreten und aktiv ist oder nicht – das interessiert die Nutzer nämlich nicht 😉

Wer nun keine großen Budgets für das Social Media Monitoring übrig hat, der sollte sich zumindest einen Google Alert für seine Marke und verwandte Begriffe und Schreibweisen einrichten. Das ist zwar nicht 100%ig zuverlässig und oft auch etwas träge, dafür aber kostenlos und zumindest ein Anfang. Wie man hier gut erkennen konnte sind es nicht immer böse Mitbewerber oder unzufriedene Kunden, die für negativ behaftete Beiträge zur eigenen Marke sorgen, oft genug ist es nur ein schlechter Scherz…