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Ist Plakatwerbung noch zeitgemäß?

Digitalisierung ist eines der wichtigsten Themen in den letzten Jahren und wird es wohl auch noch eine Weile bleiben. Unternehmen sind praktisch gezwungen ihre Marketingaktivitäten im Onlinebereich immer weiter auszubauen, je nach Zielgruppe bieten sich dafür verschiedene Plattformen an. Doch welchen Stellenwert hat klassische Printwerbung in Zeiten des digitalen Wandels?

Egal ob Broschüren, Plakate, Flyer oder Anzeigen in Magazinen und Zeitungen: Print ist defintiv nicht tot. Wie so oft im Leben ist die Mischung entscheidend. In den seltensten Fällen funktionieren rein online oder rein print basierende Marketingkonzepte wirklich gut. Oder noch besser: man lässt die Formate verschmelzen. Das wurde am Hauptbahnhof in Zürich nun recht eindrucksvoll umgesetzt. Man hat dort den hektischsten mit dem ruhigsten Ort der Schweiz verbunden, mit einem digitalen Plakat, das aus Vrin in der Region Graubünden live die Pasanten angesprochen und zu einem spontanen Besuch eingeladen hat:

Tolle Aktion die in allen sozialen Netzwerken hohe Aufmerksamkeit erzeugt hat. Plakatwerbung muss also nicht langweilig sein, und das geht auch mit richtigen Plakaten aus Papier. Je nach Zweck und verfügbarer Größe kann man auch da sehr kreative Dinge anstellen. Oder eben sehr schnell und effizient auf Produkte oder Veranstaltungen aufmerksam machen. Denn einem Plakat kann sich praktisch niemand entziehen, außer er verlässt sein Haus nicht mehr.

Ich habe insbesondere bei Wahlkämpfen sehr gute Erfahrung mit Plakatwerbung mit citynews gemacht, ein bisschen Lokalpatriotismus muss hier sein. In über 6 Jahren und 7 verschiedenen Wahlen habe ich keinen Gewinner gesehen, der mit besonders wenigen oder gar keinen Wahlplakaten ausgekommen ist. Trotzdem ist die Mischung natürlich am Ende das entscheidende, wer sich nur auf einen Kanal beschränkt hat in der Regel schon verloren.

Plakatwerbung ist weiterhin eine Option

Insbesondere bei regional beschränkten Angeboten lockt man mit guten Plakaten viele Menschen an. Es gibt sie auch Heute noch: Menschen, die das Internet eher selten oder sogar gar nicht benutzen. Da die Abozahlen der Tageszeitungen kontinuierlich sinken erreicht man auch auf diesem Wege immer weniger Menschen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Straßen weiterhin mit bunten Hinweisschildern gesäumt sind. Bei Plakaten an Straßen ist dann auch weniger Kreativität gefragt, als eine klare Information: Was, wann, wo sollte innerhalb weniger Sekunden klar werden. Hier zahlt es sich aus in seine Marke investiert zu haben. Wirbt man dagegen an Bushaltestellen oder Bahnhöfen, also Orten mit längerer Verweildauer, muss die Aufmerksamkeit der Pasanten gewonnen werden. Das geht entweder mit einer guten Gestaltung oder eben, wie in der Schweiz, mit Bewegtbild und Ton.