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Warum E-Mail Marketing in 2016 (wieder) wichtig wird

Erst Gestern hatte ich eine kurze Übersicht zur Nutzung von Social Media bei kleinen und mittelständischen Unternehmen veröffentlicht, dort ging der Herdentrieb im Onlinemarketing ganz gut hervor. Wer jedoch im Marketing immer nur der Herde folgt, der hebt sich eben auch nicht ab. Das ist im Ergebnis dann entweder erfolglos oder unnötig teuer, oder beides. Seit vielen Jahren wird E-Mail Marketing mit negativ behafteten Berichten und Beispielen versehen, manche der selbsternannten „E-Marketeers“ oder wie sie sich gerade nennen tragen dazu auch ihren Teil bei, trotzdem ist das Potenzial von E-Mail riesig. Es wird nur viel zu selten ausgeschöpft.

E-Commerce ist weiterhin eine Boombranche

In unserer Agentur arbeiten wir seit Anfang 2015 und wahrscheinlich auch fast das ganze 2016 zu gefühlt 75% an Onlineshops und allem was damit zusammenhängt, der Boom im Onlinehandel hält also weiter an. Dabei hat sich das Ganze aber inzwischen deutlich professionalisiert, Shopbetreiber sind sich immer mehr der Anforderungen und der Bedürfnisse ihrer Kunden bewußt. Das spiegelt sich dann auch im Umsatz wider, wie Statista gerade aufzeigt:
infografik 4211 umsatzentwicklung im deutschen einzelhandel n Warum E Mail Marketing in 2016 (wieder) wichtig wird

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Das Wachstum, vor allem gegenüber dem stationären Handel, ist auch in 2015 enorm gewesen. Allerdings bekommt nicht jeder neue Onlinehändler etwas vom immer dicker werdenden Kuchen ab. Platzhirsche wie Amazon oder auch Zalando beanspruchen von Beginn an einen beachtlichen Teil der Onlineumsätze. Und trotzdem sprießen immer wieder neue Shops aus dem digitalen Boden, einige davon behaupten sich dabei auch sehr erfolgreich. Der Grundstein dafür wird allerdings schon lange vor dem GoLive des Shops gelegt!

Prelaunchpage als Adresssammler

Zwischen der finalen Entscheidung über einen eigenen Onlineshop Produkte zu verkaufen, egal ob selbst hergestellt oder als Händler, und dem tatsächlichen GoLive des Shops liegen in der Regel viele Monate, nicht selten sogar weit über ein Jahr. Wer diese Zeit dann mit Agenturgesprächen und dem Tapezieren des Lagers verbringt begeht schon den ersten Fehler. Mit einer Prelaunchpage, also einer einfachen Seite mit kurzen Infos was es denn bald schönes geben wird, einer Möglichkeit sich für einen Announcer zu registrieren und dem Versprechen auf einen Rabatt dafür, sammelt man schon von Beginn an Mailadressen, kann von Beginn an in die Werbung gehen und erhält im Optimalfall sogar schon Feedback zum Produkt. So können etwaige Fehler in der Kommunikation oder in der Darstellung der Produkte bereits im Entwicklungsprozess des Onlineshops erkannt und verbessert werden. Geht der Shop dann eines Tages online kann man mit den gesammelten Mailadressen direkt einen guten Verkaufsstart hinlegen.

E-Mail Marketing geht nicht mit Outlook

Die Adressen der Prelaunchpage sind natürlich nur der Anfang einer erfolgreichen E-Mail Marketing Karriere. Mit gezielten Aktionen, zum Beispiel mit Gutscheinen für den Newslettereintrag oder Gewinnspielen, lässt sich die eigene Liste der Mailempfänger kontinuierlich ausbauen. Auch exklusive Produktankündigungen können zum Ausbau der Reichweite genutzt werden. Sobald es allerdings mehr als 20 Adressen werden geraten Mailprogramme wie Outlook oder Thunderbird an ihre Grenzen schließlich wurden sie auch nie für den Massenversand programmiert. Es braucht also eine ordentliche Softwarelösung mit der dann die Listen verwaltet oder wenigstens importiert werden können. Da nicht jeder ein HTML-Profi ist (und selbst die bei Mails oft genug an ihre Grenzen gelangen) empfiehlt es sich eine Software zu wählen die einen guten Designassistenten hat. Dabei kommt es weniger auf super-kreative Entwürfe als auf die saubere Darstellung in den meisten Mail-Clients an. Um das Ganze auch in größeren Zahlen zu schaffen ist Automation ein wichtiges Stichwort, ich weiß – das klingt jetzt wieder nach den „Im Internet reich werden Super Hero Ninjas“, aber auch auf der seriösen Seite der Macht muss effizient gearbeitet werden. Wer sich also für den Newsletter registriert oder auf der Prelaunchpage anmeldet, der muss automatisch eine Antwort bekommen. Wer seit langem auf keinen Newsletter reagiert hat, der muss automatisch einen Gutschein bekommen um ihn zu reaktivieren. Und so weiter, je nach Shop und Geschäftsmodell lassen sich hier zahlreiche Regeln definieren um die Kunden/Interessenten gewogen zu stimmen.

Ich schaue mir dazu gerade Get Response als Maillösung an, die bieten eine recht ausführliche A/B Test Funktion an und das ist ein weiterer wichtiger Punkt: ebenso wie im Shop sollten auch die versandten Newsletter auf Wirksamkeit geprüft werden. Funktionieren Rabatte absolut oder in Prozent besser? Wie sollte der Betreff aussehen? Welche Farben sind für Buttons am Besten geeignet? Ich bin sehr gespannt wie weit sich das treiben lässt.

Fazit

Mail ist weiterhin ein mächtiges Tool im Onlinemarketing. Der Ruf ist zwar nicht mehr der Beste, aber wer die Grundregeln beachtet, nur an Empfänger verschickt die via Double-OptIn eingewilligt haben und die Inhalte genauso liebevoll wie den Shop selbst gestaltet, der kann hier noch einiges an Umsatzpotenzial bergen.