© 2017
A MarketPress Theme

Wie die Sparkasse mit Tatoos und Catcontent neue Kunden gewinnt

Als Sparkasse hat man es nicht einfach, obwohl die Sparkassen in ihrem Kerngeschäft oft sehr hohe Marktanteile besitzen gibt es in vielen Häusern Probleme die junge Generation im Kundenstamm zu halten. Zu alt, traditionell und manchmal auch nicht fortschrittlich genug ist der Ruf – dabei hat der Sparkassenverband tatsächlich ausgezeichnete Apps im Portfolio. Aber Konkurrenten wie Number26 werben ganz gezielt auf diese Kundengruppe, mit Erfolg wie ich in meiner Facebooktimeline schon öfter feststellen durfte. Aber auch der Sparkassenverband hat aufgerüstet und beschäftigt offenbar nicht nur ein gutes sondern auch mutiges Social Media Team. Und nicht nur das, man gibt sich auch an anderen Stellen sehr jung & zeitgemäß wie die Abbildung dieser jungen Dame mit großzügigen Körperschmuck zeigt:

sparkasse catcontent Wie die Sparkasse mit Tatoos und Catcontent neue Kunden gewinnt
Screenshot: https://www.facebook.com/DasBesteausSocialMedia/photos/a.1427062130928965.1073741828.1421331988168646/1511990559102788/?type=3&theater

Junge Leute beim Berufseinstieg zu begleiten ist ein beliebtes Mittel um nachfolgenden Jugendlichen die Berufsbilder näher zu bringen. Eine tätowierte Bankkauffrau galt vor 10 Jahren auch im liberalen Deutschland noch als, sagen wir ungewöhnlich. Heute sieht das offenbar anders aus, warum sollten Tatoos auch etwas über Qualifikation oder sonstetwas aussagen? Nun gibt es aber nichts, was es nicht gibt in diesem Internet. Die Fanpage „Tatoofrei“ hat es sich zur Aufgabe gemacht tätowierte Menschen möglichst negativ darzustellen, teils gar zu diffamieren. Und so kam es wie es kommen musste, die Fanpage postete auf der Sparkassenseite mit Bezug zur abgebildeten Zeitschrift. Ehrlich gesagt hätte ich darauf gewettet, dass das Posting einfach gelöscht wird. Aber weit gefehlt, die Sparkasse antwortet mit oben abgebildeter Katze und erntet damit großen Applaus. Völlig zu recht und mindestens genauso überraschend.

Es lohnt sich also etwas mutiger in der Unternehmenskommunikation zu sein, insbesondere dann, wenn die Teilnehmer einer Diskussion Catcontentanfällig sind 😉

Well played liebe Sparkasse!

Warum E-Mail Marketing in 2016 (wieder) wichtig wird

Erst Gestern hatte ich eine kurze Übersicht zur Nutzung von Social Media bei kleinen und mittelständischen Unternehmen veröffentlicht, dort ging der Herdentrieb im Onlinemarketing ganz gut hervor. Wer jedoch im Marketing immer nur der Herde folgt, der hebt sich eben auch nicht ab. Das ist im Ergebnis dann entweder erfolglos oder unnötig teuer, oder beides. Seit vielen Jahren wird E-Mail Marketing mit negativ behafteten Berichten und Beispielen versehen, manche der selbsternannten „E-Marketeers“ oder wie sie sich gerade nennen tragen dazu auch ihren Teil bei, trotzdem ist das Potenzial von E-Mail riesig. Es wird nur viel zu selten ausgeschöpft.

E-Commerce ist weiterhin eine Boombranche

In unserer Agentur arbeiten wir seit Anfang 2015 und wahrscheinlich auch fast das ganze 2016 zu gefühlt 75% an Onlineshops und allem was damit zusammenhängt, der Boom im Onlinehandel hält also weiter an. Dabei hat sich das Ganze aber inzwischen deutlich professionalisiert, Shopbetreiber sind sich immer mehr der Anforderungen und der Bedürfnisse ihrer Kunden bewußt. Das spiegelt sich dann auch im Umsatz wider, wie Statista gerade aufzeigt:
infografik 4211 umsatzentwicklung im deutschen einzelhandel n Warum E Mail Marketing in 2016 (wieder) wichtig wird

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Das Wachstum, vor allem gegenüber dem stationären Handel, ist auch in 2015 enorm gewesen. Allerdings bekommt nicht jeder neue Onlinehändler etwas vom immer dicker werdenden Kuchen ab. Platzhirsche wie Amazon oder auch Zalando beanspruchen von Beginn an einen beachtlichen Teil der Onlineumsätze. Und trotzdem sprießen immer wieder neue Shops aus dem digitalen Boden, einige davon behaupten sich dabei auch sehr erfolgreich. Der Grundstein dafür wird allerdings schon lange vor dem GoLive des Shops gelegt!

Prelaunchpage als Adresssammler

Zwischen der finalen Entscheidung über einen eigenen Onlineshop Produkte zu verkaufen, egal ob selbst hergestellt oder als Händler, und dem tatsächlichen GoLive des Shops liegen in der Regel viele Monate, nicht selten sogar weit über ein Jahr. Wer diese Zeit dann mit Agenturgesprächen und dem Tapezieren des Lagers verbringt begeht schon den ersten Fehler. Mit einer Prelaunchpage, also einer einfachen Seite mit kurzen Infos was es denn bald schönes geben wird, einer Möglichkeit sich für einen Announcer zu registrieren und dem Versprechen auf einen Rabatt dafür, sammelt man schon von Beginn an Mailadressen, kann von Beginn an in die Werbung gehen und erhält im Optimalfall sogar schon Feedback zum Produkt. So können etwaige Fehler in der Kommunikation oder in der Darstellung der Produkte bereits im Entwicklungsprozess des Onlineshops erkannt und verbessert werden. Geht der Shop dann eines Tages online kann man mit den gesammelten Mailadressen direkt einen guten Verkaufsstart hinlegen.

E-Mail Marketing geht nicht mit Outlook

Die Adressen der Prelaunchpage sind natürlich nur der Anfang einer erfolgreichen E-Mail Marketing Karriere. Mit gezielten Aktionen, zum Beispiel mit Gutscheinen für den Newslettereintrag oder Gewinnspielen, lässt sich die eigene Liste der Mailempfänger kontinuierlich ausbauen. Auch exklusive Produktankündigungen können zum Ausbau der Reichweite genutzt werden. Sobald es allerdings mehr als 20 Adressen werden geraten Mailprogramme wie Outlook oder Thunderbird an ihre Grenzen schließlich wurden sie auch nie für den Massenversand programmiert. Es braucht also eine ordentliche Softwarelösung mit der dann die Listen verwaltet oder wenigstens importiert werden können. Da nicht jeder ein HTML-Profi ist (und selbst die bei Mails oft genug an ihre Grenzen gelangen) empfiehlt es sich eine Software zu wählen die einen guten Designassistenten hat. Dabei kommt es weniger auf super-kreative Entwürfe als auf die saubere Darstellung in den meisten Mail-Clients an. Um das Ganze auch in größeren Zahlen zu schaffen ist Automation ein wichtiges Stichwort, ich weiß – das klingt jetzt wieder nach den „Im Internet reich werden Super Hero Ninjas“, aber auch auf der seriösen Seite der Macht muss effizient gearbeitet werden. Wer sich also für den Newsletter registriert oder auf der Prelaunchpage anmeldet, der muss automatisch eine Antwort bekommen. Wer seit langem auf keinen Newsletter reagiert hat, der muss automatisch einen Gutschein bekommen um ihn zu reaktivieren. Und so weiter, je nach Shop und Geschäftsmodell lassen sich hier zahlreiche Regeln definieren um die Kunden/Interessenten gewogen zu stimmen.

Ich schaue mir dazu gerade Get Response als Maillösung an, die bieten eine recht ausführliche A/B Test Funktion an und das ist ein weiterer wichtiger Punkt: ebenso wie im Shop sollten auch die versandten Newsletter auf Wirksamkeit geprüft werden. Funktionieren Rabatte absolut oder in Prozent besser? Wie sollte der Betreff aussehen? Welche Farben sind für Buttons am Besten geeignet? Ich bin sehr gespannt wie weit sich das treiben lässt.

Fazit

Mail ist weiterhin ein mächtiges Tool im Onlinemarketing. Der Ruf ist zwar nicht mehr der Beste, aber wer die Grundregeln beachtet, nur an Empfänger verschickt die via Double-OptIn eingewilligt haben und die Inhalte genauso liebevoll wie den Shop selbst gestaltet, der kann hier noch einiges an Umsatzpotenzial bergen.

Social Media Einsatz bei KMU

Auch wenn die notwendigen Budgets an manchen Stellen mittlerweile recht große Dimensionen angenommen haben, sind verschiedene Social Media Plattformen auch für KMU (Kleine und mittelständische Unternehmen) noch immer gute und wichtige Kanäle zur Unternehmenskommunikation. Leider ist der Herdentrieb auch in der folgenden Befragung deutlich zu erkennen, 99% der befragten KMU nutzen Facebook, lediglich jeweils 8% Instagram und ein eigenes Blog und geradeeinmal 4% Pinterest. Dafür sind 39% bei Google+ (WTF?).

kanäle some kmu Social Media Einsatz bei KMU
Quelle: https://www.greven.de/ueber-greven/presse/pressemitteilungen/306-social-media-nutzung-bei-kmu

Nischen oft noch unbesetzt

Die geringe Nutzung von Instagram und Pinterest zeigt, dass dort noch echtes Nischenpotenzial herscht. Erfahrungsgemäß steigt schließlich der Aufwand seine Message an den Nutzer zu bringen mit jedem weiteren Unternehmen auf der Plattform an. Facebook geht mittlerweile gar nicht mehr ohne Ad-Budget, Ausnahmen bestätigen hier die Regel. Und selbst wenn die Budgets in manchen Branchen bei klugem Einsatz der Ads nicht sonderlich hoch sein müssen, so ist der Trend doch deutlich zu erkennen. Deshalb muss Facebook keine schlechte Wahl sein, wer aber vor 3-4 Jahren wirklich gute Reichweiten (und Interaktionen) mit sehr wenig Budget, dafür aber gutem Content, erzielte, der weint Heute diesen Zeiten die eine oder andere Träne hinterher.

Klar ist nicht für jeden Zweck und jede Branche ein Engagement auf Pinterest oder Instagram sinnig, für nahezu jeden Shop (nicht nur Fashion!) kann sich der Aufwand aber lohnen. Und der schöne Nebeneffekt: es besteht Bedarf an ordentlichen und eigenen Produktfotos, was sich auch auf den eigentlichen Shop positiv auswirkt.

Also bitte liebe Marketingverantwortliche: schaut über den Tellerrand. Verlasst die von der Konkurrenz abgetretenen Pfade und sucht eigene Wege zum Kunden. Facebook-Ads sind genauso wenig das Allheilmittel wie Google Adwords und/oder SEO. Die Mischung machts.

Was ihr in diesem Jahr auf keinem Fall mit eurem Logo machen solltet

Design in Marketing und Werbung ist stets auch trendgetrieben, das ist ganz normal, schließlich wollen Agenturen und Grafiker ständig etwas zu tun haben und müssen sich zudem mit stets neuen Entwürfen profilieren. Soweit ist das keine negative Sache, im Gegenteil: oft entstehen daraus ganz tolle Arbeiten. Es gibt aber ein paar Dinge bei denen ich niemals einem Trend folgen würde. Zumindest nicht um des Trends willen, wenn der Entwurf sich zufällig mit einem aktuellen Trend deckt, dann ist das eben so. Und hier geht es um das Logo, eines der zentralen Elemente jeglicher Unternehmenskommunikation, das Gesicht eurer Marke – nennt es wie ihr wollt.

Logodesign ist eine hohe Kunst, auch wenn das beim betrachten des Endergebnis nicht immer klar wird. Und weil es eben ein derart großer Akt ist ein funktionierendes Logo im Jahr 2016 zu entwerfen, sollte jegliche Arbeit daran nicht von irgendwelchen Jahrestrends beeinflusst werden. Betrachte ich mir einige der Logos in der folgenden Infografik frage ich mich auch ganz ehrlich was das soll. In Zeiten von Smartphones & -watches, Tablets, E-Papers, aber auch von Mail, Zeitung, TV und Außenwerbung muss ein Logo auf jedem Medium funktionieren. Das schließt eben auch den Homescreen des iPhone und die große Reklametafel an der Hauptstraße ein.

weiterlesen …

Ganske Verlag packt das Internet in einen Beileger

Es ist Weihnachtszeit und in unserer Gesellschaft ist es eben üblich Familie und engen Freunden etwas zu schenken. Für solche Fälle liebe ich das Internet, da es meine völlige Nullinspiration beim schenken zu verdecken weiß. Insbesondere Pinterest habe ich hier für mich entdeckt, einen Abend lang dort stöbern und bestellen und stöbern und bestellen und schon ist die Pflicht erledigt. Tolle Sache (und btw ein Grund für euch Shopbetreiber dort mitzuspielen!). Doch, und das stelle ich in meiner täglichen Arbeit immer wieder selbst fest, längst nicht alle Deutschen sind so internetaffin. Broschüren und Kataloge haben weiterhin ihre Berechtigung und dementsprechend sind die Briefkästen weiterhin mit Papier zugestopft. Der Ganske Verlage packt in seinen Titeln „A&W Architektur & Wohnen“, „ZUHAUSE WOHNEN “, „FÜR SIE“ und „DER FEINSCHMECKER“ nun noch ein paar Gramm mehr Papier dazu, „Fundstücke“ heißt der neue Beileger.

fundstücke 426x605 Ganske Verlag packt das Internet in einen BeilegerUnd witzigerweise macht der nichts anderes, als es zahllose Blogs oder eben auch Pinterest tun. Interessante Inhalte sammeln, aufbereiten und einigermaßen sortiert dem Leser präsentieren. Nur eben dem Leser, der nicht selbst Blogs besucht. Oder Pinterest. Gespickt wird das Heft auch immer wieder von lokalen Empfehlungen, es muss also nicht alles im Internet gekauft werden. Insgesamt portiert man hier ein über Jahre erprobtes Erfolgsrezept aus dem Internet in eine Printpublikation, warum auch nicht.

Aber auch aus Verlagssicht dürfte das ein lohnendes Projekt sein. Die Recherche nach neuen Inhalten dürfte nicht sonderlich aufwändig sein und sofern das Format beim Leser ankommt (und hey, Shoppingtipps gepaart mit Gutscheinen und Gewinnspielen, das kann praktisch nicht floppen) hat man so ein sicherlich sehr rentables Anzeigenblättchen entworfen.

Ideen müssen ja nicht immer neu sein, sondern lediglich auf das eigene Geschäftsmodell angepasst und, das ist der entscheidende Teil, dann auch umgesetzt werden. Wie lange es dauert, ehe die Leser dann selbst im Internet nach solchen Informationen suchen wird sich zeigen. Ich persönlich hätte das Modell um eine Onlineplattform erweitert, dann würde man bei der Transformation der Leser gleich mit einem eigenem Angebot parat stehen. Aber ich arbeite auch nicht in einem Verlag, es gab sicher gute Gründe es nicht zu tun.

Prominente steigern den Verkaufserfolg deutlich

Es ist wahrlich kein neuer Gedanke, aber auch bestehende Wahrheiten sollten hin und wieder überprüft und hinterfragt werden. Prominente werben für Produkte, Unternehmen, Marken – das kennen wir alle bereits aus unserer Kindheit. Michael Schuhmacher, der Deutsche Vermögensberatung Typ. Barbara Schöneberger, die Fleischsalatfrau. Und natürlich Manuel Neuer, der vielleicht gar nicht Manuel Neuer ist, aber in jedem Fall eine Coke trinkt. Diese Liste könnte man jetzt so lang fortführen, wie es Prominente gibt. Und da sogenannte Superstars wie Michael Schuhmacher oder Sylvie Meis (ehemals van der Vaart für die Fußballfans unter uns) auch Supergagen haben, scheint sich das ja für die jeweiligen Marken irgendwie auch zu rechnen. Oder doch nicht?

Der Star muss passen

Persönlich kann ich relativ wenig mit sogenannten Stars anfangen. Das mag am Alter liegen oder auch dem Job, wenn man weiß, dass die Werbung für den Promi eben nur ein Job ist, dann glaubt man im Gegensatz zu gut einem Drittel der Deutschen eben nicht, dass dieser Mensch tatsächlich das Produkt gut findet. Tut er vielleicht manchmal zufällig, aber an erster Stelle ist es ein Job. Aber um mich geht es in so einer Betrachtung schließlich nicht. Der Star muss zur Marke/zum Produkt passen, das ist sicher einer der wichtigsten Punkte überhaupt. Dabei spielt es keine Rolle, ob man über eine bereits etablierte Marke spricht oder etwas neues am Markt platzieren will. Als Beispiel möchte ich hier kurz einen Werbespot von „klebefieber.de“ zeigen:

Darin wirbt Tine Wittler (in meinem männlichen Umfeld nur aus Satire- und Comedysendungen bekannt) für den Anbieter von Wandtatoos und diversen anderen Bildprodukten. Das passt zur anvisierten Zielgruppe ganz wunderbar, während es außerhalb praktisch keine Wirkung erzielt. Nun stelle man sich Frau Wittler mal in einem Spot für den neuen BMW vor. Würde nicht funktionieren, das ist sicher jedem klar – aber manchmal sind die Unterschiede weniger deutlich.

 Kickstart dank prominenter Unterstützung?

infografik top 10 eigenschaften Prominente steigern den Verkaufserfolg deutlich
Human Brand Index www.humanbrandindex.com

Gerade unbekannte Marken können überdurchschnittlich stark von einem prominenten Testiomonial oder Markenbotschafter profitieren. Sicherlich hat jeder Gründer eines B2C-orientierten Unternehmens schon einmal mit dem Gedanken gespielt mit einem prominenten Gesicht die so sehnsüchtig erhoffte Reichweite zu bekommen. Der Grundlagenstudie von Human Brand Index zu Folge ist das auch durchaus sinnvoll, steigt doch die Kaufwahrscheinlichkeit mit dem richtigen Star teils enorm (siehe Grafik). Doch es besteht auch eine große Gefahr: das Markenbild verwässert durch den Start mit einem Prominenten von Beginn an. Wenn sich nach den ersten beiden Kampagnen keiner daran erinnert, wofür die Marke steht, sondern lediglich den Namen des Promi damit assoziiert steht ein steiniger Weg der Emanzipation an. Ob sich das nach einem längeren Betrachtungszeitraum noch rechnet, ist sicher von Fall zu Fall unterschiedlich.

Der Peace Day Burger – ohne Mc Donald’s

Wie vor kurzem berichtet, wollte Burger King mit McDonald’s gemeinsame Sache machen und für einen Tag, einen Burger in einem Restaurant anbieten. Um damit auf die Weltfriedensorganisation Peace One Day aufmerksam zu machen, sollte dieser Burger am 21.9. – den Weltfriedenstag in Atlanta gereicht werden. Nun hat sich Mc Donald’s nicht dazu bereit erklärt, dafür meldeten sich aber zahlreiche kleinere Burgerketten aus den USA und so entstand der Peace Day Burger.

Die Zusammenarbeit zwischen Denny’s, Wayback Burgers, Krystal, Giraffas und natürlich BURGER KING®
vereint die leckersten Zutaten aller Flagship-Produkte der Restaurants in einem köstlichen,
friedensliebenden Burger. Dieses einzigartige kulinarische Mash-up beinhaltet Teile des Bacon Slamburger
von Denny’s, des Wayback Classic von Wayback, des Cheese Krystal von Krystal, des Brutus von Giraffas
sowie des WHOPPER® von BURGER KING®.

Guter Schachzug der, zumindest in Deutschland, weniger bekannten Ketten. Und natürlich gut, dass alle am Ende für Peace One Day gespendet haben.

Hier die Bilder aus Atlanta

peace day burger Der Peace Day Burger   ohne Mc Donalds peace day burger2 Der Peace Day Burger   ohne Mc Donalds peace day burger3 Der Peace Day Burger   ohne Mc Donalds

Noris Network AG unterstützt Star Wars Fanclub

noriscon star wars nürnberg 1024x144 Noris Network AG unterstützt Star Wars Fanclub

Normalerweise landen mindestens 9 von 10 Pressemeldungen ungelesen im Papierkorb, diese hier enthielt aber „Star Wars“ im Titel und damit meine Aufmerksamkeit. Dass Unternehmen ab einer gewissen Größe regionale Einrichtungen in den Bereichen Kultur, Soziales und Sport unterstützen ist wahrlich nichts neues. Neben der ganz netten PR kann man so seiner Region etwas zurückgeben, profitiert man doch auch von der Infrastruktur und nicht zuletzt von den Menschen dort, die entweder für das eigene Unternehmen arbeiten oder die Produkte kaufen. In der Regel sind das dann traditionelle Festlichkeiten, Theater, soziale Einrichtungen aller Art, Sportvereine und so weiter. Die Noris Network AG aus Nürnberg unterstützt aber einen „nerdigen“ Verein (gilt das noch für Star Wars Fans oder ist das mittlerweile schon Mainstream?), nämlich den Star Wars Fans Nürnberg e.V. und die nach der Noris AG benannte Noris Force Convention.

Da das vermutlich wenigen Medien eine Meldung wert sein wird, habe ich mich entschlossen zumindest kurz darüber zu berichten. Umso mehr man darüber nachdenkt, desto mehr macht das Ganze auch Sinn. Natürlich ist Star Wars ein special interest Thema und begeistert dementsprechend eine vergleichsweise kleine Gruppe, während ein Großteil der Bevölkerung kein großes bis gar kein Interesse daran hegt. Doch die Noris Network AG ist im IT-Sektor daheim: Hosting, Cloud Services und Network Security heißen die Tätigkeitsfelder auf der Website und da schließt sich der Bogen wieder. Star Wars ist ein Thema, dass bei den IT-Fachleuten von Heute und Morgen mindestens in der Jugend und oft genug auch im Erwachsenenalter eine mehr oder weniger große Rolle gespielt hat. Mit dem Sponsoring erreicht man also durchaus die Anwendergruppe der eigenen Lösungen und hat damit den Grundstein für neue Geschäftsbeziehungen gelegt. Komplexe IT-Lösungen verkaufen sich in der Regel am Besten über die IT des Kunden, hat man die Techniker auf seiner Seite scheitert es im schlimmsten Fall nur noch am Preis.

Blöderweise ist die Noris Force Convention schon vom 11. bis 13. September in Nürnberg, zu kurzfristig für mich. Nächstes Jahr vielleicht.

End the beef, with beef. Burger King will mit McDonald’s zusammenarbeiten

bk mcd burger war ends End the beef, with beef. Burger King will mit McDonalds zusammenarbeiten
Screenshot: https://www.youtube.com/watch?v=T61aNun7LQk

Das ist kein Scherz! Zum Internationalen Tag des Friedens am 21. September will Burger King einen McWhopper anbieten, gemeinsam mit dem größten Konkurrenten McDonald’s. Der Kampf der beiden Fastfood-Giganten währt seit Jahrzehnten und ist vergleichbar mit der Rivalität von Coca Cola und Pepsi, eigentlich unvorstellbar, dass solche Marken einmal gemeinsame Sache machen. Und genau dieses Unvorstellbare bietet Burger King nun an um weltweit auf die Friedensbewegung am 21. September aufmerksam zu machen. Mit einem riesigen Plakat wird in München auf die Aktion und die Website mcwhopper.com aufmerksam gemacht:

Out of Home Plakat München End the beef, with beef. Burger King will mit McDonalds zusammenarbeiten

In dem offenen Brief an McDonald’s bietet Burger King ein Treffen in der Mitte der beiden Konzernzentralen (Atlanta) an. Dort sollen die besten Zutaten aus den jeweiligen Vorzeigeprodukten Whopper (Burger King) und Big Mac (McDonald’s) zu einem McWhopper vereint werden. Diesen Burger soll es, sofern McDonald’s zustimmt, nur am 21.9. und nur in einem Popup-Restaurant geben, wir werden also nicht in den Genuss kommen. Neben der Aufmerksamkeit für den Weltfriedenstag soll natürlich auch das Image von Burger King aufpoliert werden. „Der Klügere gibt nach“ hat meine Oma immer gesagt, und dieser Klügere wäre dann wohl Burger King.

Nun stellt sich mir natürlich die Frage, was passiert, wenn die neue Burgerkreation den Kunden so gut schmeckt, dass der McWhopper eigentlich in die Verlängerung müsste? Wer weiß, vielleicht entwickelt sich daraus ja eine Art Tradition und nach erfolgreichem Geschmackstest darf zum Weltfriedenstag künftig jeder einen McWhopper erstehen?

Eins ist jedoch sicher: Willigt McDonalds ein, wird die Aufmerksamkeit für den McWhopper und damit auch für Peace One Day riesig sein. Beide Marken haben eine derart große Reichweite, dass eine eintägige Kooperation riesige Wellen in den Medien schlagen dürfte. Wem das jetzt alles suspekt erscheint, hier die Story leicht verdaulich als Video:

 

Und auch die Verpackung steht schon, bis zum 21.9. ist ja auch nicht mehr viel Zeit. Spannend, wie gut sich die beiden Marken kombinieren lassen, oder?

Vorschlag Produkt Verpackung McWhopper 1024x610 End the beef, with beef. Burger King will mit McDonalds zusammenarbeiten

Es ist nun wirklich schade, dass dieser Burger wohl nicht in Deutschland erhältlich sein wird. Trotzdem finde ich diese Idee absolut genial, aus einem „Kampf“ eine gemeinsame Sache zu formen und damit eine Friedensorganisation zu unterstützen ist PR wie man sie sich öfter wünscht. Unabhängig von ebenfalls verfolgten Marketingzielen kann man so etwas einfach mal gut heißen.

 

Disclaimer
Dies ist ein sponsored Post. Die Emanate GmbH aus München hat für die Veröffentlichung des Artikels also bezahlt. Es wurde dabei keinerlei Einfluss auf die Meinung und/oder Tonalität des Artikels genommen.

Wer einmal Clickbaited, dem glaubt man nicht. TV Movie im Shitstorm nach geschmacklosen Krebs-Clickbait

Es gibt einen neuen Shitstorm im deutschen Social Web. Und diesmal empfinde ich diesen als absolut angebracht. TV Movie hat auf seiner Facebookseite am Dienstagabend ein geschmackloses Bild veröffentlicht, dass 4 prominente Moderatoren zeigt. Mit der Unterschrift „Rückzug wegen Krebserkrankung“ und natürlich einem Link darunter, der zur Website der TV Movie führt. Selbst dem unsensibelsten Praktikanten, den ich mir vorstellen kann, sollte schon bei der Erstellung dieser geschmacklosen Grafik bewußt gewesen sein, wie unfassbar weit das über alle ethischen Empfindungsgrenzen hinaus geht. Das ist kein Fehler, der mal passieren kann. Das ist ganz übles Clickbaiting, ohne auch nur im Ansatz einen Gedanken an die Menschen dahinter zu verschwenden. Denn auch die sogenannten Stars, und das ist bei TV Movie praktisch jeder, sind Menschen. Und eine so schwere Stunde für ein paar beschissene Klicks auszunutzen ist einfach nur armseelig.

tv movie krebserkrankung Wer einmal Clickbaited, dem glaubt man nicht. TV Movie im Shitstorm nach geschmacklosen Krebs Clickbait
Screenshot: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10204574183983579&set=a.1932982853274.2097082.1503384454&type=1&hc_location=ufi

Nun hat man nach kurzer Zeit selbst in dieser merkwürdigen Social Media Abteilung bei TV Movie gemerkt, was man für einen riesen Bock geschossen hatte und begann, so wie es sich für ein ordentliches Social Media Team gehört, Kommentare zu löschen, Userpostings zu verbieten und schlussendlich wurde dieses geschmacklose Bild auch noch gelöscht. Das Interet vergisst ja bekanntlich binnen Sekunden. Und weil offenbar einer aus der Redaktion irgendwo mal gelesen hat, dass ehrliche Entschuldigungen bei einem Shitstorm durchaus gut ankommen, hat man dann das hier gepostet:

tv movie entschuldigungspost Wer einmal Clickbaited, dem glaubt man nicht. TV Movie im Shitstorm nach geschmacklosen Krebs Clickbait
Screenshot: https://www.facebook.com/TVMovie

Ich habe das absichtlich mittels Screenshot gesichert, wer weiß welche Änderungen noch an dem Posting vorgenommen werden. Nun könnte man, als besonders netter Mensch, tatsächlich an so etwas wie Reue oder eine ehrliche Entschuldigung glauben. Auch grobe Fehler sollten die Chance auf eine anständige Entschuldigung bekommen und in der Medien- und Verlagsbranche stehen ja alle unter so unfassbar großem Druck. Könnte man, wenn sich auf der TV Movie Seite nicht noch reihenweise solche Posts finden würden (alles Screenshots von https://www.facebook.com/TVMovie/photos_stream):

tv movie harry potter rollstuhl Wer einmal Clickbaited, dem glaubt man nicht. TV Movie im Shitstorm nach geschmacklosen Krebs Clickbait tv movie gewalt exszess Wer einmal Clickbaited, dem glaubt man nicht. TV Movie im Shitstorm nach geschmacklosen Krebs Clickbait tv movie schweigegeld geliebte Wer einmal Clickbaited, dem glaubt man nicht. TV Movie im Shitstorm nach geschmacklosen Krebs Clickbait

Wer heftig.co oder die Huffingtonpost mit ihren „fantasievollen“ Headlines schon nicht mag, der bekommt hier sicherlich ernsthafte Probleme das Essen im Magen zu behalten. Ich verstehe ja durchaus, dass man Reichweite in den Sozialen Netzwerken generieren muss. Und, dass dann diese Reichweite auch in Klicks auf der Website münden muss. Weil der Verlag ja sonst kein Geld verdient und die Abteilung wieder schrumpft. Aber bei allem Druck, vielleicht sogar der Angst den Job zu verlieren: behaltet doch bitte etwas Menschlichkeit, etwas Würde, bei dem, was ihr da tut.