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Prominente steigern den Verkaufserfolg deutlich

Es ist wahrlich kein neuer Gedanke, aber auch bestehende Wahrheiten sollten hin und wieder überprüft und hinterfragt werden. Prominente werben für Produkte, Unternehmen, Marken – das kennen wir alle bereits aus unserer Kindheit. Michael Schuhmacher, der Deutsche Vermögensberatung Typ. Barbara Schöneberger, die Fleischsalatfrau. Und natürlich Manuel Neuer, der vielleicht gar nicht Manuel Neuer ist, aber in jedem Fall eine Coke trinkt. Diese Liste könnte man jetzt so lang fortführen, wie es Prominente gibt. Und da sogenannte Superstars wie Michael Schuhmacher oder Sylvie Meis (ehemals van der Vaart für die Fußballfans unter uns) auch Supergagen haben, scheint sich das ja für die jeweiligen Marken irgendwie auch zu rechnen. Oder doch nicht?

Der Star muss passen

Persönlich kann ich relativ wenig mit sogenannten Stars anfangen. Das mag am Alter liegen oder auch dem Job, wenn man weiß, dass die Werbung für den Promi eben nur ein Job ist, dann glaubt man im Gegensatz zu gut einem Drittel der Deutschen eben nicht, dass dieser Mensch tatsächlich das Produkt gut findet. Tut er vielleicht manchmal zufällig, aber an erster Stelle ist es ein Job. Aber um mich geht es in so einer Betrachtung schließlich nicht. Der Star muss zur Marke/zum Produkt passen, das ist sicher einer der wichtigsten Punkte überhaupt. Dabei spielt es keine Rolle, ob man über eine bereits etablierte Marke spricht oder etwas neues am Markt platzieren will. Als Beispiel möchte ich hier kurz einen Werbespot von „klebefieber.de“ zeigen:

Darin wirbt Tine Wittler (in meinem männlichen Umfeld nur aus Satire- und Comedysendungen bekannt) für den Anbieter von Wandtatoos und diversen anderen Bildprodukten. Das passt zur anvisierten Zielgruppe ganz wunderbar, während es außerhalb praktisch keine Wirkung erzielt. Nun stelle man sich Frau Wittler mal in einem Spot für den neuen BMW vor. Würde nicht funktionieren, das ist sicher jedem klar – aber manchmal sind die Unterschiede weniger deutlich.

 Kickstart dank prominenter Unterstützung?

infografik top 10 eigenschaften Prominente steigern den Verkaufserfolg deutlich
Human Brand Index www.humanbrandindex.com

Gerade unbekannte Marken können überdurchschnittlich stark von einem prominenten Testiomonial oder Markenbotschafter profitieren. Sicherlich hat jeder Gründer eines B2C-orientierten Unternehmens schon einmal mit dem Gedanken gespielt mit einem prominenten Gesicht die so sehnsüchtig erhoffte Reichweite zu bekommen. Der Grundlagenstudie von Human Brand Index zu Folge ist das auch durchaus sinnvoll, steigt doch die Kaufwahrscheinlichkeit mit dem richtigen Star teils enorm (siehe Grafik). Doch es besteht auch eine große Gefahr: das Markenbild verwässert durch den Start mit einem Prominenten von Beginn an. Wenn sich nach den ersten beiden Kampagnen keiner daran erinnert, wofür die Marke steht, sondern lediglich den Namen des Promi damit assoziiert steht ein steiniger Weg der Emanzipation an. Ob sich das nach einem längeren Betrachtungszeitraum noch rechnet, ist sicher von Fall zu Fall unterschiedlich.

Der Peace Day Burger – ohne Mc Donald’s

Wie vor kurzem berichtet, wollte Burger King mit McDonald’s gemeinsame Sache machen und für einen Tag, einen Burger in einem Restaurant anbieten. Um damit auf die Weltfriedensorganisation Peace One Day aufmerksam zu machen, sollte dieser Burger am 21.9. – den Weltfriedenstag in Atlanta gereicht werden. Nun hat sich Mc Donald’s nicht dazu bereit erklärt, dafür meldeten sich aber zahlreiche kleinere Burgerketten aus den USA und so entstand der Peace Day Burger.

Die Zusammenarbeit zwischen Denny’s, Wayback Burgers, Krystal, Giraffas und natürlich BURGER KING®
vereint die leckersten Zutaten aller Flagship-Produkte der Restaurants in einem köstlichen,
friedensliebenden Burger. Dieses einzigartige kulinarische Mash-up beinhaltet Teile des Bacon Slamburger
von Denny’s, des Wayback Classic von Wayback, des Cheese Krystal von Krystal, des Brutus von Giraffas
sowie des WHOPPER® von BURGER KING®.

Guter Schachzug der, zumindest in Deutschland, weniger bekannten Ketten. Und natürlich gut, dass alle am Ende für Peace One Day gespendet haben.

Hier die Bilder aus Atlanta

peace day burger Der Peace Day Burger   ohne Mc Donalds peace day burger2 Der Peace Day Burger   ohne Mc Donalds peace day burger3 Der Peace Day Burger   ohne Mc Donalds

Noris Network AG unterstützt Star Wars Fanclub

noriscon star wars nürnberg 1024x144 Noris Network AG unterstützt Star Wars Fanclub

Normalerweise landen mindestens 9 von 10 Pressemeldungen ungelesen im Papierkorb, diese hier enthielt aber „Star Wars“ im Titel und damit meine Aufmerksamkeit. Dass Unternehmen ab einer gewissen Größe regionale Einrichtungen in den Bereichen Kultur, Soziales und Sport unterstützen ist wahrlich nichts neues. Neben der ganz netten PR kann man so seiner Region etwas zurückgeben, profitiert man doch auch von der Infrastruktur und nicht zuletzt von den Menschen dort, die entweder für das eigene Unternehmen arbeiten oder die Produkte kaufen. In der Regel sind das dann traditionelle Festlichkeiten, Theater, soziale Einrichtungen aller Art, Sportvereine und so weiter. Die Noris Network AG aus Nürnberg unterstützt aber einen „nerdigen“ Verein (gilt das noch für Star Wars Fans oder ist das mittlerweile schon Mainstream?), nämlich den Star Wars Fans Nürnberg e.V. und die nach der Noris AG benannte Noris Force Convention.

Da das vermutlich wenigen Medien eine Meldung wert sein wird, habe ich mich entschlossen zumindest kurz darüber zu berichten. Umso mehr man darüber nachdenkt, desto mehr macht das Ganze auch Sinn. Natürlich ist Star Wars ein special interest Thema und begeistert dementsprechend eine vergleichsweise kleine Gruppe, während ein Großteil der Bevölkerung kein großes bis gar kein Interesse daran hegt. Doch die Noris Network AG ist im IT-Sektor daheim: Hosting, Cloud Services und Network Security heißen die Tätigkeitsfelder auf der Website und da schließt sich der Bogen wieder. Star Wars ist ein Thema, dass bei den IT-Fachleuten von Heute und Morgen mindestens in der Jugend und oft genug auch im Erwachsenenalter eine mehr oder weniger große Rolle gespielt hat. Mit dem Sponsoring erreicht man also durchaus die Anwendergruppe der eigenen Lösungen und hat damit den Grundstein für neue Geschäftsbeziehungen gelegt. Komplexe IT-Lösungen verkaufen sich in der Regel am Besten über die IT des Kunden, hat man die Techniker auf seiner Seite scheitert es im schlimmsten Fall nur noch am Preis.

Blöderweise ist die Noris Force Convention schon vom 11. bis 13. September in Nürnberg, zu kurzfristig für mich. Nächstes Jahr vielleicht.

End the beef, with beef. Burger King will mit McDonald’s zusammenarbeiten

bk mcd burger war ends End the beef, with beef. Burger King will mit McDonalds zusammenarbeiten
Screenshot: https://www.youtube.com/watch?v=T61aNun7LQk

Das ist kein Scherz! Zum Internationalen Tag des Friedens am 21. September will Burger King einen McWhopper anbieten, gemeinsam mit dem größten Konkurrenten McDonald’s. Der Kampf der beiden Fastfood-Giganten währt seit Jahrzehnten und ist vergleichbar mit der Rivalität von Coca Cola und Pepsi, eigentlich unvorstellbar, dass solche Marken einmal gemeinsame Sache machen. Und genau dieses Unvorstellbare bietet Burger King nun an um weltweit auf die Friedensbewegung am 21. September aufmerksam zu machen. Mit einem riesigen Plakat wird in München auf die Aktion und die Website mcwhopper.com aufmerksam gemacht:

Out of Home Plakat München End the beef, with beef. Burger King will mit McDonalds zusammenarbeiten

In dem offenen Brief an McDonald’s bietet Burger King ein Treffen in der Mitte der beiden Konzernzentralen (Atlanta) an. Dort sollen die besten Zutaten aus den jeweiligen Vorzeigeprodukten Whopper (Burger King) und Big Mac (McDonald’s) zu einem McWhopper vereint werden. Diesen Burger soll es, sofern McDonald’s zustimmt, nur am 21.9. und nur in einem Popup-Restaurant geben, wir werden also nicht in den Genuss kommen. Neben der Aufmerksamkeit für den Weltfriedenstag soll natürlich auch das Image von Burger King aufpoliert werden. „Der Klügere gibt nach“ hat meine Oma immer gesagt, und dieser Klügere wäre dann wohl Burger King.

Nun stellt sich mir natürlich die Frage, was passiert, wenn die neue Burgerkreation den Kunden so gut schmeckt, dass der McWhopper eigentlich in die Verlängerung müsste? Wer weiß, vielleicht entwickelt sich daraus ja eine Art Tradition und nach erfolgreichem Geschmackstest darf zum Weltfriedenstag künftig jeder einen McWhopper erstehen?

Eins ist jedoch sicher: Willigt McDonalds ein, wird die Aufmerksamkeit für den McWhopper und damit auch für Peace One Day riesig sein. Beide Marken haben eine derart große Reichweite, dass eine eintägige Kooperation riesige Wellen in den Medien schlagen dürfte. Wem das jetzt alles suspekt erscheint, hier die Story leicht verdaulich als Video:

 

Und auch die Verpackung steht schon, bis zum 21.9. ist ja auch nicht mehr viel Zeit. Spannend, wie gut sich die beiden Marken kombinieren lassen, oder?

Vorschlag Produkt Verpackung McWhopper 1024x610 End the beef, with beef. Burger King will mit McDonalds zusammenarbeiten

Es ist nun wirklich schade, dass dieser Burger wohl nicht in Deutschland erhältlich sein wird. Trotzdem finde ich diese Idee absolut genial, aus einem „Kampf“ eine gemeinsame Sache zu formen und damit eine Friedensorganisation zu unterstützen ist PR wie man sie sich öfter wünscht. Unabhängig von ebenfalls verfolgten Marketingzielen kann man so etwas einfach mal gut heißen.

 

Disclaimer
Dies ist ein sponsored Post. Die Emanate GmbH aus München hat für die Veröffentlichung des Artikels also bezahlt. Es wurde dabei keinerlei Einfluss auf die Meinung und/oder Tonalität des Artikels genommen.

Wer einmal Clickbaited, dem glaubt man nicht. TV Movie im Shitstorm nach geschmacklosen Krebs-Clickbait

Es gibt einen neuen Shitstorm im deutschen Social Web. Und diesmal empfinde ich diesen als absolut angebracht. TV Movie hat auf seiner Facebookseite am Dienstagabend ein geschmackloses Bild veröffentlicht, dass 4 prominente Moderatoren zeigt. Mit der Unterschrift „Rückzug wegen Krebserkrankung“ und natürlich einem Link darunter, der zur Website der TV Movie führt. Selbst dem unsensibelsten Praktikanten, den ich mir vorstellen kann, sollte schon bei der Erstellung dieser geschmacklosen Grafik bewußt gewesen sein, wie unfassbar weit das über alle ethischen Empfindungsgrenzen hinaus geht. Das ist kein Fehler, der mal passieren kann. Das ist ganz übles Clickbaiting, ohne auch nur im Ansatz einen Gedanken an die Menschen dahinter zu verschwenden. Denn auch die sogenannten Stars, und das ist bei TV Movie praktisch jeder, sind Menschen. Und eine so schwere Stunde für ein paar beschissene Klicks auszunutzen ist einfach nur armseelig.

tv movie krebserkrankung Wer einmal Clickbaited, dem glaubt man nicht. TV Movie im Shitstorm nach geschmacklosen Krebs Clickbait
Screenshot: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10204574183983579&set=a.1932982853274.2097082.1503384454&type=1&hc_location=ufi

Nun hat man nach kurzer Zeit selbst in dieser merkwürdigen Social Media Abteilung bei TV Movie gemerkt, was man für einen riesen Bock geschossen hatte und begann, so wie es sich für ein ordentliches Social Media Team gehört, Kommentare zu löschen, Userpostings zu verbieten und schlussendlich wurde dieses geschmacklose Bild auch noch gelöscht. Das Interet vergisst ja bekanntlich binnen Sekunden. Und weil offenbar einer aus der Redaktion irgendwo mal gelesen hat, dass ehrliche Entschuldigungen bei einem Shitstorm durchaus gut ankommen, hat man dann das hier gepostet:

tv movie entschuldigungspost Wer einmal Clickbaited, dem glaubt man nicht. TV Movie im Shitstorm nach geschmacklosen Krebs Clickbait
Screenshot: https://www.facebook.com/TVMovie

Ich habe das absichtlich mittels Screenshot gesichert, wer weiß welche Änderungen noch an dem Posting vorgenommen werden. Nun könnte man, als besonders netter Mensch, tatsächlich an so etwas wie Reue oder eine ehrliche Entschuldigung glauben. Auch grobe Fehler sollten die Chance auf eine anständige Entschuldigung bekommen und in der Medien- und Verlagsbranche stehen ja alle unter so unfassbar großem Druck. Könnte man, wenn sich auf der TV Movie Seite nicht noch reihenweise solche Posts finden würden (alles Screenshots von https://www.facebook.com/TVMovie/photos_stream):

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Wer heftig.co oder die Huffingtonpost mit ihren „fantasievollen“ Headlines schon nicht mag, der bekommt hier sicherlich ernsthafte Probleme das Essen im Magen zu behalten. Ich verstehe ja durchaus, dass man Reichweite in den Sozialen Netzwerken generieren muss. Und, dass dann diese Reichweite auch in Klicks auf der Website münden muss. Weil der Verlag ja sonst kein Geld verdient und die Abteilung wieder schrumpft. Aber bei allem Druck, vielleicht sogar der Angst den Job zu verlieren: behaltet doch bitte etwas Menschlichkeit, etwas Würde, bei dem, was ihr da tut.

Snickers: Du machst Fehler, wenn Du hungrig bist in New York

Zwar schon aus dem Mai, aber gute Kampagen sind oft auch zeitlos. Snickers wirbt seit langer Zeit mit „Du bist nicht Du, wenn Du hungrig bist“ und setzt dies in verschiedensten Motiven und Spots immer wieder gekonnt in Szene. So gut, so unaufregend. Was Anfang des Jahres da aber in New York gemacht wurde krönt diese Story. Hier wurden keine künstlichen Szenen erfunden und  dargestellt, nein, man suchte sich tatsächliche Fehler in Big Apple und brachte dort einen Sticker mit seiner Werbebotschaft an. Das Geländer, dass entgegen der Neigung des Bodens angebracht ist, ist dabei mein persönlicher Favorit. Natürlich ist diese Kampagne nicht ganz den Gesetzen entsprechend, streng ausgelegt dürfte das unter Vandalismus fallen – aber hey, no risk, no fun. Zudem wurden die Aufkleber wohl kurz nach den Fotoshootings wieder entfernt.

Man stelle sich das mal in Deutschland vor: der größte Aufkleber der Welt wird auf die Baustelle des BER geklebt, oder am Stuttgarter Bahnhof angebracht. Das Potenzial hier dürfte fast größer als in New York sein. So, nun schaut euch aber gern selbst die Bilder an. BBDO New York zeichnet dafür verantwortlich.

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via

McDonalds mit Emoji-Werbespot

mcdonalds emoji werbespot McDonalds mit  Emoji Werbespot
Screenshot: https://www.youtube.com/watch?v=TY0pu35DENw

Emojis erobern die Werbewelt nun immer mehr, nach verschiedenen Anzeigen, die mehr oder weniger gut verständlich ihre Botschaft mit Emojis darstellten hat McDonalds nun also den ersten(?!) Werbespot mit Emojis umgesetzt. BETC Paris ist für den französischen Sport verantwortlich, bei dem die Darsteller mit riesigen Emojis auf dem Kopf ihre aktuelle Gefühlslage darstellen. Die Message dahinter lautet, jeder kann und soll so zu McDonalds kommen, wie er sich gerade fühlt – er/sie ist immer willkommen.

Gefunden bei Gilly.

Ist Plakatwerbung noch zeitgemäß?

Digitalisierung ist eines der wichtigsten Themen in den letzten Jahren und wird es wohl auch noch eine Weile bleiben. Unternehmen sind praktisch gezwungen ihre Marketingaktivitäten im Onlinebereich immer weiter auszubauen, je nach Zielgruppe bieten sich dafür verschiedene Plattformen an. Doch welchen Stellenwert hat klassische Printwerbung in Zeiten des digitalen Wandels?

Egal ob Broschüren, Plakate, Flyer oder Anzeigen in Magazinen und Zeitungen: Print ist defintiv nicht tot. Wie so oft im Leben ist die Mischung entscheidend. In den seltensten Fällen funktionieren rein online oder rein print basierende Marketingkonzepte wirklich gut. Oder noch besser: man lässt die Formate verschmelzen. Das wurde am Hauptbahnhof in Zürich nun recht eindrucksvoll umgesetzt. Man hat dort den hektischsten mit dem ruhigsten Ort der Schweiz verbunden, mit einem digitalen Plakat, das aus Vrin in der Region Graubünden live die Pasanten angesprochen und zu einem spontanen Besuch eingeladen hat:

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Hotel.de nutzt Lokalpatriotismus zur Reichweitesteigerung

Wir Deutschen haben oft ein Problem damit uns selbst als Patrioten zu bezeichnen. Zu schnell gerät man in der Öffentlichkeit damit in eine rechte Ecke, ein deutsches Problem eben. Trotzdem sind die meisten von uns mit ihrer Heimat verbunden, das wird spätestens dann sichtbar, wenn andere Menschen sich abfällig darüber äußern. Und diese Heimatverbundenheit, oder auch Lokalpatriotismus genannt, macht sich Hotel.de gerade zu Nutze.

HOTEL DE sucht Deutschlands Genussregion 2015

Mit den „Citymoments“ stellt Hotel De einen mehr oder weniger umfangreichen Guide für viele beliebte Städte auf der Website zur Verfügung. Mit dieser Menge an Inhalten wird vermutlich eine große Menge Longtailtraffic gewonnen. Und damit das so bleibt bzw noch besser wird braucht es Backlinks, Besucher, Interaktion und Reichweite in sozialen Netzwerken. Mit der Abstimmung zu Deutschlands beliebtester Genussregion schafft man einen einfachen Anreiz auf den Wettbewerb hinzuweisen, schließlich hat jeder Teilnehmer ein Interesse daran, dass seine Region am Ende auch gewinnt. Und das hat man dort gut gemacht, schon beim Besuch der Aktionsseite wird dem Nutzer klar gemacht, dass noch bis zum 5.8.2015 abgestimmt werden kann, als Verdeutlichung wie lange also noch Zeit bleibt läuft direkt darunter gleich ein Countdown. Bereits über dem eigentlichen Inhalt wird der Nutzer das erste Mal zum teilen der Seite aufgefordert.

city moments hotelde abstimmen Hotel.de nutzt Lokalpatriotismus zur Reichweitesteigerung
Screenshot: http://www.hotel.de/citymoments/genussregion-2015/

Darunter geht es dann zur Abstimmung. Die bisher abgegebenen Stimmen stehen natürlich als Zusatzmotivation unter jeder Region. Hat man sich dann für eine Region entschieden und den Spamschutz überstanden geht es weiter zum fröhlichen Teilen und natürlich zur Teilnahme am Gewinnspiel.

Ich persönlich hätte hier für jede Region eine Teilenfunktionalität eingebaut. Hier teilt man immer die gesamte Seite, was ohne Frage Vorteile hat, verringert damit aber die Identifikation mit der persönlichen Auswahl des Nutzers.

Die Abschlussseite ist wirklich gut gemacht. Zunächst wird sich artig für das Voting bedankt, dann der Gewinn in Aussicht gestellt. Dafür gilt es nur noch 2 kleine Aufgaben zu erfüllen: Schritt 1 – Teilen und Weitersagen, schließlich wollen auch alle deine Freunde abstimmen und gewinnen. Schritt 2: E-Mailadresse eintragen, damit man im Gewinnfall auch benachrichtigt werden kann (und natürlich nie, nie, niemals Werbung erhält). Wer also auf der ersten Seite noch widerstehen konnte, wird hier mit dem zusätzlichen Ausblick auf einen Gewinn ganz gewiss abgeholt.

city moments hotelde Hotel.de nutzt Lokalpatriotismus zur Reichweitesteigerung
Screenshot: http://www.hotel.de/citymoments/danke-fuer-ihre-stimme-genussregionen/

Das Beste zum Schluss

Mit all den Shares, Engagement und dem einen oder anderen Link ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Am Ende wird es eine Gewinnerregion geben, Platz 2 & 3 dürften ebenso interessant sein. Denn die Pressemeldung über den Ausgang des Wettbewerbs wird man ganz besonders stark in den betreffenden Regionen streuen und dort erneut Aufmerksamkeit und Backlinks von öffentlichen Websites, Nachrichtenseiten und dem einen oder anderen Blogger bekommen. Und das alles für einen Delikatessenkorb. Gelungene Aktion, das möchte ich schon vorab sagen.

Unbeachtet (eigentlich zu Unrecht) sind bisher auch die Besucher geblieben. Wenn hier schon so tolle Genussregionen vorgestellt werden liegt es schließlich nahe hier auch gleich ein Hotel zu buchen, oder?

Fazit

Wettbewerbe funktionieren seit jeher. Nachdem die meisten Blogger aber die klassischen Linkbait-Aktionen durchschaut haben und Google solche Links auch immer kritischer betrachtet, ist etwas mehr Kreativität gefragt. Und vor allem auch eine ordentliche Umsetzung. Im vorliegenden Beispiel wird der Wettbewerb und dessen Ergebnis ganz wunderbar ausgenutzt um mit vergleichsweise kleinen Aufwand ein sehr ordentliches Ergebnis zu erzielen. Das funktioniert aber auch nur dann, wenn schon eine kritische Nutzermasse vorhanden ist. Ansonsten geht ein solcher Wettbewerb einfach unter.

Promis ziehen – Lothar Matthäus steigt bei Startup Trainerstar.de ein

Wie bekommt man Aufmerksamkeit in der Zielgruppe? Werbung, ganz klar. Den Nutzer da abholen, wo er deinen Service/dein Produkt benötigt. Es gibt so viele Phrasen in unserer Werbewelt, doch allesamt nützen nichts, wenn Du den Markt nicht richtig anpackst. Das Startup Trainerstar.de hat sich den großen Markt an Amateurtrainern in Deutschland als Zielgruppe ausgesucht und bietet verschiedenste Trainingsanleitungen an. Bei knapp einer halben Million Trainern ist das ein durchaus lukrativer Markt. Doch wie bekommt man in einer Zielgruppe, die von 18 bis 70 Jahre alt ist, ausreichend Aufmerksamkeit für einen Onlinedienst? Mit Loddar. Liegt irgendwie auf der Hand, oder? Lothar Matthäus ist beim Hamburger Startup eingestiegen und stellt sich auch direkt als Werbefigur auf – die Aufmerksamkeit der Medien ist damit gegeben.

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Bild: trainerstar.de

Doch darüber hinaus bietet Matthäus eben weit mehr als nur ein prominentes Gesicht, er steht für streitbare Fußballkommentare wie bestenfalls noch Franz Beckenbauer. Sein gesamter Lebenswandel dürfte an den Stammtischen der Sportlerheime für viel Heiterkeit sorgen, Fußball-Weltmeister, ja einer der erfolgreichsten Deutschen Fußballer überhaupt, Frauengeschichten, mehr oder weniger erfolgreiche Engagements als Trainer und zu jedem Thema im Deutschen Fußball auch Heute noch eine Meinung. Über Matthäus wird gesprochen, aber anders als es über eine Sylvie Meis (ehemals van der Vaart) oder einen Oliver Pocher getan würde. Lothar bewegt jeden Fußballer in Deutschland. Egal ob man ihn mag oder nicht, mit Matthäus wird auch Heute noch in erster Linie Fußball verbunden.

Einen solchen Anschub kann ein Startup in kurzer Zeit in die Gewinnzone katapultieren, wie die Story um „i make you sexy“ und Detlef Soost zeigt (Link). Da Matthäus als Partner bei trainerstar.de einsteigt ist sein persönliches Engagement zumindest zu erwarten. Ob das Hamburger Trainerprogramm nun ein echter Erfolg wird hängt natürlich noch von anderen Faktoren ab.