E-Mailmarketing – aber richtig

newsletter marketing E Mailmarketing   aber richtig

Die Deutsche Post veröffentlicht seit vielen Jahren den Dialog Marketing Monitor und weist dort E-Mailmarketing als Nummer 1 Teilbereich im digitalen Marketing mit gut 2 Milliarden Euro Volumen aus. E-Mails, und damit also zum Großteil Newsletter, sind also das beliebteste Marketingmittel im Digitalen. Ohne das jetzt einer Wertung zu unterziehen Grund genug sich mal etwas tiefer damit zu beschäftigen.

Empfängerlisten sind der Erfolgsfaktor

Ohne passende Empfängerliste macht ein Mailing, egal ob digital per E-Mail oder per Post keinen Sinn. Im Newslettermarketing ist es rechtlich sehr eng gesteckt, so dass hier besondere Vorsicht geboten ist. Daher möchte ich direkt zu Beginn die wichtigsten Regeln klar stellen: Newsletter werden ausschließlich an Adressen mit Double-Opt-In verschickt! Jede Mail enthält ein Impressum und (!) einen funktionierenden (!) Abmeldelink der dann auch tatsächlich besagte Mailadresse aus dem Verteiler entfernt. Ohne diese Basics wird es früher oder später ein böses Erwachen geben.

Doch wie bekommt man die passenden Empfänger? Eine kurze Liste dazu:

1. Messen, Vorträge, Ausstellungen – wann immer Kontakt zum Interessenten besteht kann die Adresse gesammelt werden

2. Infoseiten die den Content erst nach Anmeldung frei geben

3. Onlineshops mit Rabattaktionen

4. Soziale Netzwerke wie XING, Linkedin etc

5. Remarketing in Facebook

6. Einkauf in andere (vertrauenswürdige) Newsletterlisten

7. Formulare auf der Website

Bei all diesen Formen gilt: Qualität über Quantität! Es nützt nichts besonders viele Empfänger für einen Schalke 04 Fanartikelshop zu haben, wenn es zu 90% Fans des rivalisierenden BVBs sind. Hier gilt auch nicht das Gesetz der großen Zahlen, E-Mails landen schnell im Spam und machen es dem Versender damit langfristig schwerer erfolgreiche Mailkampagnen zu fahren.

Der Inhalt

Gute Newsletter werden gelesen, auch in 2016. Da aber die wenigsten Newsletter wirklich gut sind, kommt es auf den Betreff an. Hier gilt es aufmerksamkeitserregend und gleichzeitig seriös zu wirken, eine Kombination die extrem schwierig ist und in der Regel am Besten von einem wirklich guten Texter erfüllt wird. Der Einsatz dieser Mittel lohnt sich tatsächlich!

Ist diese erste (und größte) Hürde genommen sollte der Inhalt der E-Mail kurz und auf den Punkt sein, Mails werden ebenso wie viele andere Webinhalte von vielen Nutzern auf dem Smartphone gelesen und damit werden zu lange Texte zum Conversionhemmer! Ebenfalls wichtig: Responsive Mailtemplates! Ein klarer Call2Action, also eine Handlungsaufforderung, rundet das Ganze dann ab. Geben Sie dem Nutzer einen echten Grund das Angebot aufzurufen (nur mit dieser E-Mail erhalten Sie XY zu Ihrer Bestellung/Anfrage). Und zu guter Letzt ist das Tracking enorm wichtig, scheitern gehört zum Geschäft – die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen ist die wahre Kunst hier!

Die Software

Zum Newsletter erstellen habe ich mir zuletzt Mailify angesehen. Ohne Software würde ich Newsletter oder E-Mailings nicht mehr versenden, zu schnell landet der eigene Server auf den Spamlisten. Außerdem ist es ein riesiger Aufwand die Mailtemplates für die vielen Mailbrowser aktuell und responsiv zu halten, die Verwaltung der Adresslisten ist ebenso eine nicht zu verachtende Herausforderung. Es gibt zahlreiche SaaS Anbieter zum Mailversand, Mailify wirbt mit Schnittstellen zu Magento und WordPress (und vielen anderen, einfach mal anschauen) und wurde damit interessant für mich. Einen ersten Test mit bis zu 1.000 Mails kann man völlig kostenlos (ohne Zahldaten von der Kreditkarte etc zu hinterlegen) durchführen, ein guter Einstieg für unsichere Nutzer wie mich.

Interessant war auch, gerade wenn man als Agentur damit arbeiten will, dass man die Wahl hat zwischen den Vorlagen oder einem komplett eigenen HTML, Flexibilität wie ich sie mag. Interessant ist auch die Kontrollfunktion der Empfängerlisten nach Abmeldungen und typischen Tippfehlern, auch wenn das in meinem ersten Test nicht zum tragen kam (ich unterstelle einfach mal dass das einigermaßen gut funktioniert). Die Mailings können dann zum Wunschzeitpunkt versendet werden und eine ordentliche Auswertung im Tracking versorgt den Versender mit ausreichend Informationen um zukünftige Mailings besser und erfolgreicher zu gestalten.

Besonders toll finde ich die Aussage zu den vielfältigen Importmöglichkeiten:

Mailify passt sich Ihren Gewohnheiten an.

Das erwarte ich von einer guten Software. Bisher scheint das auch tatsächlich der Fall zu sein, genau lässt sich das natürlich erst sagen wenn man eine längere Zeit damit gearbeitet hat. Ebenfalls erwähnenswert ist sicher die angeblich manuelle Prüfung auf Spammailings die letztlich zu einer besonders hohen Zustellquote im Posteingang und nicht im Spamordner führen soll. Zumindest beschäftigt man sich also dort damit.

Insgesamt scheint Mailify ein recht guter Anbieter für das E-Mailmarketing zu sein, der Support auf Deutsch hilft auf jeden Fall ungemein.

Wording

Die meisten Spamfilter arbeiten automatisch und haben entsprechende Wortlisten die die Wahrscheinlichkeit im Spamordner zu landen deutlich erhöhen. Die folgende Infografik gibt dazu einige gute Tipps:

infographieSpamWordsDE E Mailmarketing   aber richtig

Bildnachweis: Pixabay (https://pixabay.com/de/touchscreen-social-media-handy-583684/)

Eine Antwort auf „E-Mailmarketing – aber richtig“

  1. Hallo Enrico
    Vielen Dank für die Erwähnung!
    Die automatische Korrektur der E-Mail-Adressen funktioniert tatsächlich! 😉 Wenn ein Empfänger beispielsweise yaho statt yahoo eingegeben hat, dann erkennt das die Software und korrigiert den Tippfehler. Zudem kann man, wenn gewünscht, auch die Anreden (Herr/Frau) berechnen und automatisch eintragen lassen. So klappt’s dann auch mit der persönlichen Ansprache in der Nachricht.
    Und sonst: Bei Fragen immer gerne an kontakt@mailify.com!
    Liebe Grüße
    Michelle

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