Marketing mit Facebookgruppen

Social Media ist auch in 2016 ein Wachstumsmarkt im Marketing und es spricht derzeit nicht viel dafür dass sich das in 2017 ändern wird. Dementsprechend wichtig ist es sich immer wieder mit den Funktionen und Möglichkeiten auf dem größten Social Network Facebook zu beschäftigen.

Leider will das Zuckerberg’sche Imperium eben auch Geld verdienen und hat über die letzten Jahre immer wieder tolle Funktionen von den Pages entfernt, zum Beispiel die von mir geliebten Umfragen. Damit konnte man seinerzeit mit relativ wenig Aufwand riesige Reichweiten erzeugen, leider bleibt dieses Feature nur noch einigen wenigen Medienseiten vorbehalten. Ähnlich verhält es sich mit der organischen Reichweite von Pages, hier wurde immer wieder an der Stellschraube gedreht so dass Heute nur noch sehr gute Pages und Posts auf große organische Reichweiten kommen. Der Plan dahinter ist logisch und nachvollziehbar: auch auf Facebook kostet (werbliche) Reichweite eben Geld. Während große Brands dieses Problem einfach mit mehr Budget lösen und damit Facebook zum gewünschten finanziellen Erfolg verhelfen müssen sich die Kleineren jeden Tag aufs Neue Gedanken machen.

Gleichzeitig kämpft Facebook, wie alle sozialen Netzwerke, auch mit Problemen der eigenen User. „Die Hassmaschine“ hieß es zuletzt im Spiegel. Aufgrund der verschiedenen Nutzer und ihrne ganz eigenen Verhaltensweisen erhöht sich mit der eigenen Reichweite auch der Bedarf an Ressourcen zum Community Management, ansonsten läuft man schnell Gefahr eine Plattform für Reichsbürger oder andere Extremisten zu stellen.

Nun gibt es unzählige Anleitungen und Tipps wie man mit seiner Facebookpage mit guten Inhalten, Videos, Bildern und hoher Interaktion an Reichweite gewinnt, auch ohne großes Adbudget. Content Marketing, das Allheilmittel schlechthin wenn man vielen Publikationen Glauben schenken mag, ist natürlich ein Thema. Plumper Abverkauf funktioniert dort nicht. Was mir persönlich aber viel zu kurz kommt ist das Marketing mit Facebookgruppen, dort steckt meiner Auffassung nach nämlich großes Potenzial! Auch wenn es bereits fast so viele Gruppen wie Nutzer gibt, kann man in einer passenden Nische noch ganz gut eine  Gruppe aufbauen. Hier gibt es eine Schritt für Schritt Anleitung zum erstellen einer Facebookgruppe, ein paar versteckte Funktionen von Facebook gibt es auch dort – reinschauen lohnt sich also.

Das Community Management

Dass selbst eher kleine Gruppen mit unter 30.000 Mitgliedern einen erheblichen administrativen Aufwand bedeuten zeigt dieses Interview mit dem Moderator einer Essener Facebookgruppe. Das gilt hier natürlich insbesondere aufgrund der hohen Aktivität in der Gruppe und der emotionalen Bindung der Einwohner zu ihrer Stadt und den Themen rund um Diese. Doch genau das ist es ja, was man in einer eigenen Gruppe auch erreichen will – hohe Interaktivität. Und deshalb darf der Aufwand für das Community Management keinesfalls unterschätzt werden! Ganz im Gegenteil, je nach Ressourcen fließen hier schnell 50% der Zeitaufwendungen ein. Doch: das lohnt sich. Eine gut gepflegte und betreute Gruppe sorgt nicht nur selbst für das eigene Wachstum und erhöht die Reichweite auf Facebook eklatant – nein, wir bekommen hier auch sehr interessante Einsichten in unsere Kunden. Was bewegt sie? Was wünschen sie sich? Was möchten sie nicht? Hier finden wir ehrliche Meinungen, nicht verfälscht durch Vorgaben der Umfragenschreiber und praktisch als kostenloses Abfallprodukt.

Gruppen nicht der Gruppenwillen, bitte!

Natürlich sollte eine neue Gruppe einen Sinn und Zweck für die gewünschten Mitglieder ergeben. Ansonsten wird das Ganze wenig Erfolg haben, es muss also genau überlegt werden wie die Corporate Gruppe einen Nutzen für die User erzeugen kann. Wer hier schon eine Lovebrand entwickelt hat spielt hier auf einer einfacheren Wiese als der unbekannte Unternehmer. Aber das bedeutet nicht, dass es für Letztere nicht möglich oder sinnvoll ist.