Massenmails sind tot – es leben die personalisierten Mailings!

Im Marketing, besonders im Onlinemarketing, werden Methoden und Wege gern für Tod erklärt. Irgendwie muss der Hype um alles Neue schließlich aufrecht erhalten werden. Doch oft sind die Konsumenten gar nicht so schnell in der Evolution ihrer eigenen Nutzungsgewohnheiten wie es die Anbieter der neuesten und hippsten Tools und Netzwerke sind. Und so sehr manch einer  über Newsletter die Nase rümpft, während er eine Snapchat-Kampagne plant, so sehr lachen sich zahlreiche Newsletterversender ins Fäustchen, wenn sie ihre Conversionraten sehen.

Adobe hat in einer Studie zu E-Mails interessante Dinge erfahren:

    • 64 Prozent der Deutschen werden am liebsten via E-Mail von einer Marke kontaktiert
    • 60 Prozent wünschen sich von Marken mehr relevante Infos
    • Personalisierte Inhalte rangieren auf Platz 2 der Nutzer-Wunschliste

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Mein Haus, dein Haus – alle Kreditfinanziert

Mit einer Content-Kooperation suchen Burda und Interhyp  Deutschlands schönstes Zuhause 2017. Unter dem Motto „Alles geht, wenn der Kreditrahmen passt“ werden verwirklichte Wohnträume auf einer Landingpage gesammelt und dann zur Abstimmung dargestellt.

So schön das als Inspirationsquelle für fantasielose Häuslebauer und Häuslerenovierer sein mag, so sehr spiegelt es doch unser Zeitgeschehen wider. Die Kampagne als solche finde ich ehrlich gesagt völlig langweilig, auch wenn man sich bei Interhyp sicher ist, dass das super auf die Marke einzahlt 😉

„Die Kommunikationsmaßnahme zahlt perfekt auf unsere Marke ein. Wir zeigen, dass bei Immobilienvorhaben der Mensch mit seinen individuellen Wohnwünschen im Fokus steht, was seit jeher auch unser Logo transportiert. Gleichzeitig wird durch die Finalisten deutlich: Viele Immobilienträume können Realität werden – mit der richtigen Finanzierung“, sagt Christian Kraus, Leiter Kommunikation und Marke bei der Interhyp Gruppe

Aber mal im Ernst: aus dem Bestand ein paar besondere Ojekte sammeln, diese auf einer Subdomain von Focus online in einer Landingpage veröffentlichen und dann zur Abstimmung aufrufen ist weit entfernt von einer kreativen Kampagne. Natürlich passen schöne Häuser zu einem Immobilienfinanzierer, aber geht das nicht etwas spannender?

Und dann gibt es für Platz 1 der Abstimmung zwar 10.000€, für die Plätze 2 & 3 immerhin noch 5.000 € – aber was ist denn bitte der Anlass für die Nutzer an der Abstimmung teilzunehmen? „oh seht mal schöne Häuschen – hier gehts zur Finanzierungsberatung“ – vielleicht bin ich hier gerade zu kritisch, aber diese Kampagne gefällt mir überhaupt nicht. Und vermutlich hätte ich davon auch gar keinen Wind bekommen (obwohl ich derzeit auch auf Haussuche bin), aber die Pressemitteilung wurde mir eben ins Postfach gespült…

Wer jetzt immer noch Lust verspürt an diesem Wettbewerb teilzunehmen hier der Link: http://www.zuhause.focus.de

Marketing mit Facebookgruppen

Social Media ist auch in 2016 ein Wachstumsmarkt im Marketing und es spricht derzeit nicht viel dafür dass sich das in 2017 ändern wird. Dementsprechend wichtig ist es sich immer wieder mit den Funktionen und Möglichkeiten auf dem größten Social Network Facebook zu beschäftigen.

Leider will das Zuckerberg’sche Imperium eben auch Geld verdienen und hat über die letzten Jahre immer wieder tolle Funktionen von den Pages entfernt, zum Beispiel die von mir geliebten Umfragen. Damit konnte man seinerzeit mit relativ wenig Aufwand riesige Reichweiten erzeugen, leider bleibt dieses Feature nur noch einigen wenigen Medienseiten vorbehalten. Ähnlich verhält es sich mit der organischen Reichweite von Pages, hier wurde immer wieder an der Stellschraube gedreht so dass Heute nur noch sehr gute Pages und Posts auf große organische Reichweiten kommen. Der Plan dahinter ist logisch und nachvollziehbar: auch auf Facebook kostet (werbliche) Reichweite eben Geld. Während große Brands dieses Problem einfach mit mehr Budget lösen und damit Facebook zum gewünschten finanziellen Erfolg verhelfen müssen sich die Kleineren jeden Tag aufs Neue Gedanken machen.

Gleichzeitig kämpft Facebook, wie alle sozialen Netzwerke, auch mit Problemen der eigenen User. „Die Hassmaschine“ hieß es zuletzt im Spiegel. Aufgrund der verschiedenen Nutzer und ihrne ganz eigenen Verhaltensweisen erhöht sich mit der eigenen Reichweite auch der Bedarf an Ressourcen zum Community Management, ansonsten läuft man schnell Gefahr eine Plattform für Reichsbürger oder andere Extremisten zu stellen.

Nun gibt es unzählige Anleitungen und Tipps wie man mit seiner Facebookpage mit guten Inhalten, Videos, Bildern und hoher Interaktion an Reichweite gewinnt, auch ohne großes Adbudget. Content Marketing, das Allheilmittel schlechthin wenn man vielen Publikationen Glauben schenken mag, ist natürlich ein Thema. Plumper Abverkauf funktioniert dort nicht. Was mir persönlich aber viel zu kurz kommt ist das Marketing mit Facebookgruppen, dort steckt meiner Auffassung nach nämlich großes Potenzial! Auch wenn es bereits fast so viele Gruppen wie Nutzer gibt, kann man in einer passenden Nische noch ganz gut eine  Gruppe aufbauen. Hier gibt es eine Schritt für Schritt Anleitung zum erstellen einer Facebookgruppe, ein paar versteckte Funktionen von Facebook gibt es auch dort – reinschauen lohnt sich also.

Das Community Management

Dass selbst eher kleine Gruppen mit unter 30.000 Mitgliedern einen erheblichen administrativen Aufwand bedeuten zeigt dieses Interview mit dem Moderator einer Essener Facebookgruppe. Das gilt hier natürlich insbesondere aufgrund der hohen Aktivität in der Gruppe und der emotionalen Bindung der Einwohner zu ihrer Stadt und den Themen rund um Diese. Doch genau das ist es ja, was man in einer eigenen Gruppe auch erreichen will – hohe Interaktivität. Und deshalb darf der Aufwand für das Community Management keinesfalls unterschätzt werden! Ganz im Gegenteil, je nach Ressourcen fließen hier schnell 50% der Zeitaufwendungen ein. Doch: das lohnt sich. Eine gut gepflegte und betreute Gruppe sorgt nicht nur selbst für das eigene Wachstum und erhöht die Reichweite auf Facebook eklatant – nein, wir bekommen hier auch sehr interessante Einsichten in unsere Kunden. Was bewegt sie? Was wünschen sie sich? Was möchten sie nicht? Hier finden wir ehrliche Meinungen, nicht verfälscht durch Vorgaben der Umfragenschreiber und praktisch als kostenloses Abfallprodukt.

Gruppen nicht der Gruppenwillen, bitte!

Natürlich sollte eine neue Gruppe einen Sinn und Zweck für die gewünschten Mitglieder ergeben. Ansonsten wird das Ganze wenig Erfolg haben, es muss also genau überlegt werden wie die Corporate Gruppe einen Nutzen für die User erzeugen kann. Wer hier schon eine Lovebrand entwickelt hat spielt hier auf einer einfacheren Wiese als der unbekannte Unternehmer. Aber das bedeutet nicht, dass es für Letztere nicht möglich oder sinnvoll ist.

 

Automatisierung steigert auch die Effizienz im Marketing

Das fortschreitende Digitale Zeitalter treibt unsere Industriegesellschaft in eine neue Ära der Automatisierung. Während die Epoche der Industrialisierung oft eine tatsächliche Erleichterung der Arbeit für viele Menschen brachte werden mit der Digitalisierung die Arbeitsplätze einfach obsolet. Das Jahr 2017 soll das Jahr der Chat-Bots werden, die Zahl der künstlichen Dialogpartner wird sich neben Siri also deutlich erhöhen. Und auch wenn bei diversen Konzernen der First Level Support garantiert nicht hilfreicher ist als ein mittelmäßig programmierter Chat-Bot ist es doch eine etwas merkwürdige Vorstellung künftig häufiger mit Maschinen auf eine menschenübliche Art zu kommunizieren.

DIGITALISIERUNG 1024x724 Automatisierung steigert auch die Effizienz im Marketing

Leicht mulmiges Gefühl hin oder her – wenn man auf dem Markt weiterhin bestehen will darf man sich solchen Zeitwenden keinesfalls verschließen. Und so lange nur der First-Level-Support von einem Roboter bzw einem Script ersetzt wird und nicht meine Frau ist das sicher zu verkraften (oh, wait… „Der Roboter in meinem Bett„)

Automatisierung im Marketing ist kein Bullshit mehr

Vor nicht allzu langer Zeit dachte man bei „Marketingautomation“ an dämliche Popups und Massenmails, man dachte nicht nur daran es war schlicht die Realität. Dabei wurden also tatsächlich Dinge automatisiert, die Logik dahinter ließ aber mehr als zu Wünschen übrig. Nun gut, alles  braucht eben seine Zeit und so können wir „Automatisierung steigert auch die Effizienz im Marketing“ weiterlesen

Im Bewerbungsgespräch mit Markenklischees

Unsere Markenimage, egal ob wir es nun bewußt kreeirt haben oder ob es uns von unseren Kunden aufgesetzt wurde, spielt nicht nur in der Kommunikation mit Kunden und potenziellen Kunden eine große Rolle. Auch im Kampf um Fachkräfte (den ich persönlich in Anbetracht der Millionen Beschäftigungslosen auf der Welt für einen Hohn halte) wird das Image einer jeden Marke immer wichtiger. Wer will schon in einer uncoolen oder als Abzocker verrufenen Firma arbeiten?

Leonid Khan hat dazu ein paar witzige Cartoons erstellt, die ganz gut die Klischees einzelner Marken widerspiegeln. Das ist natürlich überzeichnet, hoffe ich zumindest, jedoch begegnen uns bereits in unserer Jugend – also während wir die Weichen für unser späteres Berufsleben das erste Mal in eine Richtung stellen – die ersten Vorurteile zu einigen Unternehmen. Das spiegelt sich in eher niveaulosen Witzen über Verwandte die bei Aldi arbeiten, Karrieren die an der Kasse bei McDonalds ein jähes Ende nehmen oder dem beschäftigungsfreien Jobs im öffentlichen Dienst wider. Und auch wenn bereits diese Vorurteile oftmals nicht (ganz) stimmen haben besagte Unternehmen vergleichsweise große Probleme geeigneten Nachwuchs zu finden. Dementsprechend wichtig ist es das eigene Markenimage auch für Angestellt passend und positiv zu gestalten, damit auch den Führungskräften von Morgen klar ist dass man bei Lidl mehr als Singen und Klatschen können muss.

Alle 13 Illustrationen gibt es im Brightside Magazin

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Kreatives Denken: Grundlage für Innovation

14787439 1206374556091116 544899209 o 605x404 Kreatives Denken: Grundlage für InnovationNicht wenige Mitarbeiter aus Entwicklungs- und Designabteilungen von Unternehmen haben Folgendes in der einen oder anderen Form schon einmal erlebt: Während eines Referates über Innovationsmanagement werden Beispiele aufgeführt, die sich auf die eigene Problematik bezüglich Innovationen nicht übertragen lassen. Es werden am Markt erfolgreiche Produkte und die dahinter stehenden Firmen als Beispiele aufgezeigt, doch wie kam es zur Entstehung des Produktes? Während das Augenmerk auf das Endprodukt gerichtet ist, wird dem Entstehungsprozess, der kreativen Phase, kaum Beachtung geschenkt. Dabei ist die Kreativität der Schlüssel zum Erfolg.

Kreativ sein – Das kann erlernt werden!

Viele Menschen besitzen eine gewisse Scheu vor ihrer eigenen Kreativität, meist aus Angst darüber, sich mit neuen Ideen lächerlich zu machen. Darum wird das kreative Potenzial gerne den Berufen zugeschoben, für die Kreativität ein Bestandteil ihres Arbeitsalltags ist, so etwa Grafikern, Designern oder Künstlern. Doch kreatives Denken ist erlernbar und praktisch in jedem Beruf ein nützliches Werkzeug. Dafür gibt es zum Beispiel auch spezielle Kreativitätsseminare, in denen gezeigt wird, wie kreative Prozesse funktionieren und wie sich diese im eigenen Umfeld einsetzen lassen.

Natürlich sind die häufig angewandten Kreativitätstechniken wie Mind Mapping oder Brainstorming einem größeren Kreis zumindest dem Namen nach bekannt. Es gibt aber ebenso eine Reihe weniger bekannter Methoden, welche teilweise sogar effektiver sind und bessere Ergebnisse zeigen.
Nachfolgend daher drei Kreativitätsmethoden, die vielseitig einsetzbar sind und sich hervorragend für innovative Prozesse eignen.

Brainwriting statt Brainstorming

In der Kreativitätstechnik Brainwriting kommt es im Gegensatz zum Brainstorming nicht zur offenen Diskussion. Jedem Teilnehmer werden zu Anfang drei leere Blätter ausgehändigt. Die Teilnehmer müssen nun auf jedes Blatt am oberen Rand eine Idee schreiben. Danach werden die Blätter mit den Ideen an den Sitznachbarn weiter gereicht. Dieser ist nun aufgefordert, die Ideen seines Vorgängers einen Schritt weiter zu entwickeln und gibt anschließend die Blätter an seinen Nachbar weiter. Nach fünf Durchgängen dieser Art finden sich auf den Blättern jeweils 6 Ideen inklusive möglicher Entwicklungs- oder Verbesserungsvorschläge. Es ist leicht auszurechnen, wie viele Ideen auf diese Weise zustande kommen können. Brainwriting lässt sich zudem einfach und virtuell über das Intranet realisieren, sodass es zum fortlaufenden Innovationsprozess, auch ohne offizielles Meeting, wird.

Semantische Intuition – kreative Wortspiele

Für diese Kreativitätstechnik benötigt es vom Leiter des Meetings etwas Vorarbeit. Dabei geht es um völlig neue Produkt- oder auch Dienstleistungsideen, welche sich aus der semantischen Intuition entwickeln. Die Grundlage bilden 20 bis 30 Hauptwörter, die einem bestimmten Anwendungsgebiet, entsprechend der unternehmerischen Ausrichtung, entstammen. Nun werden 2 Wörter aus der Liste per Zufall ausgewählt und miteinander kombiniert, beispielsweise Haus-Rohr oder Rohr-Haus. Nun beginnt der kreative Prozess, indem rund um dieses Kunstwort eine Produktidee aufgebaut wird. Wie könnte ein solches Produkt aussehen, welchen Nutzen bringt es dem Kunden, welche Zielgruppe soll damit erreicht werden oder wo würde das Produkt seinen Einsatz finden? Aus dem Bedürfnis heraus, ein marktgerechtes Produkt zu formen, wird aus dem zufälligen Kunstwort zuerst eine Idee, die sich im Laufe des Kreativitätsprozesses in ein planbares und umsetzbares Projekt verwandelt. Bei dieser Technik ist der Fantasie freien Lauf zu lassen und dies sollte den Teilnehmern in einer Einführung auch erklärt werden.

Die Osborn Checkliste – besser durch Verbesserung

Lediglich wenige Ideen auf dieser Welt besitzen eine 100-%-Originalität. Mindestens 90 % aller Ideen basieren auf bereits bestehenden Produkten oder Dienstleistungen. Ideen sind also oftmals „nur“ Verbesserungen. Allerdings wäre die Menschheit ohne diese Verbesserungen im wahrsten Sinne des Wortes arm dran. Alex F. Osborn, der als Erfinder des Brainstormings gilt, erkannte dies schon früh und entwickelte dazu die Osborn-Checkliste, die sich für kreative Prozesse zur Verbesserung von Produkten, Prozessen und Dienstleistungen einsetzen lässt.
Im Grunde wird bei dieser Kreativitätstechnik das zu verbessernde Objekt zuerst einmal völlig infrage gestellt. Was kann alles daran verändert werden?

• Kann es größer, schwerer, dicker, länger gemacht werden?
• Kann es verkleinert werden, Teile weggelassen, kann es niedriger, kürzer oder flacher gemacht werden?
• Kann die Form verändert werden oder der Geruch, die Farbe, das Material?
• Besteht die Möglichkeit, den Zweck des Objektes zu ändern?
• Lässt sich der Zweck des Objektes umdrehen?
• Lassen sich die einzelnen Bestandteile neu gruppieren?
• Sind Kombinationen mit anderen Objekten möglich?
• Vielleicht ist die Ausrichtung auf eine neue Zielgruppe möglich?

Mit der Osborne-Checkliste lässt es sich sehr gut in der Gruppe, aber auch alleine arbeiten und sie benötigt keinerlei Vorbereitung, außer der Liste und das zur Verbesserung gewählte Objekt.

 

Bildmaterial: © Denkmotor GmbH