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Ist Plakatwerbung noch zeitgemäß?

Digitalisierung ist eines der wichtigsten Themen in den letzten Jahren und wird es wohl auch noch eine Weile bleiben. Unternehmen sind praktisch gezwungen ihre Marketingaktivitäten im Onlinebereich immer weiter auszubauen, je nach Zielgruppe bieten sich dafür verschiedene Plattformen an. Doch welchen Stellenwert hat klassische Printwerbung in Zeiten des digitalen Wandels?

Egal ob Broschüren, Plakate, Flyer oder Anzeigen in Magazinen und Zeitungen: Print ist defintiv nicht tot. Wie so oft im Leben ist die Mischung entscheidend. In den seltensten Fällen funktionieren rein online oder rein print basierende Marketingkonzepte wirklich gut. Oder noch besser: man lässt die Formate verschmelzen. Das wurde am Hauptbahnhof in Zürich nun recht eindrucksvoll umgesetzt. Man hat dort den hektischsten mit dem ruhigsten Ort der Schweiz verbunden, mit einem digitalen Plakat, das aus Vrin in der Region Graubünden live die Pasanten angesprochen und zu einem spontanen Besuch eingeladen hat:

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Hotel.de nutzt Lokalpatriotismus zur Reichweitesteigerung

Wir Deutschen haben oft ein Problem damit uns selbst als Patrioten zu bezeichnen. Zu schnell gerät man in der Öffentlichkeit damit in eine rechte Ecke, ein deutsches Problem eben. Trotzdem sind die meisten von uns mit ihrer Heimat verbunden, das wird spätestens dann sichtbar, wenn andere Menschen sich abfällig darüber äußern. Und diese Heimatverbundenheit, oder auch Lokalpatriotismus genannt, macht sich Hotel.de gerade zu Nutze.

HOTEL DE sucht Deutschlands Genussregion 2015

Mit den „Citymoments“ stellt Hotel De einen mehr oder weniger umfangreichen Guide für viele beliebte Städte auf der Website zur Verfügung. Mit dieser Menge an Inhalten wird vermutlich eine große Menge Longtailtraffic gewonnen. Und damit das so bleibt bzw noch besser wird braucht es Backlinks, Besucher, Interaktion und Reichweite in sozialen Netzwerken. Mit der Abstimmung zu Deutschlands beliebtester Genussregion schafft man einen einfachen Anreiz auf den Wettbewerb hinzuweisen, schließlich hat jeder Teilnehmer ein Interesse daran, dass seine Region am Ende auch gewinnt. Und das hat man dort gut gemacht, schon beim Besuch der Aktionsseite wird dem Nutzer klar gemacht, dass noch bis zum 5.8.2015 abgestimmt werden kann, als Verdeutlichung wie lange also noch Zeit bleibt läuft direkt darunter gleich ein Countdown. Bereits über dem eigentlichen Inhalt wird der Nutzer das erste Mal zum teilen der Seite aufgefordert.

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Screenshot: http://www.hotel.de/citymoments/genussregion-2015/

Darunter geht es dann zur Abstimmung. Die bisher abgegebenen Stimmen stehen natürlich als Zusatzmotivation unter jeder Region. Hat man sich dann für eine Region entschieden und den Spamschutz überstanden geht es weiter zum fröhlichen Teilen und natürlich zur Teilnahme am Gewinnspiel.

Ich persönlich hätte hier für jede Region eine Teilenfunktionalität eingebaut. Hier teilt man immer die gesamte Seite, was ohne Frage Vorteile hat, verringert damit aber die Identifikation mit der persönlichen Auswahl des Nutzers.

Die Abschlussseite ist wirklich gut gemacht. Zunächst wird sich artig für das Voting bedankt, dann der Gewinn in Aussicht gestellt. Dafür gilt es nur noch 2 kleine Aufgaben zu erfüllen: Schritt 1 – Teilen und Weitersagen, schließlich wollen auch alle deine Freunde abstimmen und gewinnen. Schritt 2: E-Mailadresse eintragen, damit man im Gewinnfall auch benachrichtigt werden kann (und natürlich nie, nie, niemals Werbung erhält). Wer also auf der ersten Seite noch widerstehen konnte, wird hier mit dem zusätzlichen Ausblick auf einen Gewinn ganz gewiss abgeholt.

city moments hotelde Hotel.de nutzt Lokalpatriotismus zur Reichweitesteigerung
Screenshot: http://www.hotel.de/citymoments/danke-fuer-ihre-stimme-genussregionen/

Das Beste zum Schluss

Mit all den Shares, Engagement und dem einen oder anderen Link ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Am Ende wird es eine Gewinnerregion geben, Platz 2 & 3 dürften ebenso interessant sein. Denn die Pressemeldung über den Ausgang des Wettbewerbs wird man ganz besonders stark in den betreffenden Regionen streuen und dort erneut Aufmerksamkeit und Backlinks von öffentlichen Websites, Nachrichtenseiten und dem einen oder anderen Blogger bekommen. Und das alles für einen Delikatessenkorb. Gelungene Aktion, das möchte ich schon vorab sagen.

Unbeachtet (eigentlich zu Unrecht) sind bisher auch die Besucher geblieben. Wenn hier schon so tolle Genussregionen vorgestellt werden liegt es schließlich nahe hier auch gleich ein Hotel zu buchen, oder?

Fazit

Wettbewerbe funktionieren seit jeher. Nachdem die meisten Blogger aber die klassischen Linkbait-Aktionen durchschaut haben und Google solche Links auch immer kritischer betrachtet, ist etwas mehr Kreativität gefragt. Und vor allem auch eine ordentliche Umsetzung. Im vorliegenden Beispiel wird der Wettbewerb und dessen Ergebnis ganz wunderbar ausgenutzt um mit vergleichsweise kleinen Aufwand ein sehr ordentliches Ergebnis zu erzielen. Das funktioniert aber auch nur dann, wenn schon eine kritische Nutzermasse vorhanden ist. Ansonsten geht ein solcher Wettbewerb einfach unter.

Promis ziehen – Lothar Matthäus steigt bei Startup Trainerstar.de ein

Wie bekommt man Aufmerksamkeit in der Zielgruppe? Werbung, ganz klar. Den Nutzer da abholen, wo er deinen Service/dein Produkt benötigt. Es gibt so viele Phrasen in unserer Werbewelt, doch allesamt nützen nichts, wenn Du den Markt nicht richtig anpackst. Das Startup Trainerstar.de hat sich den großen Markt an Amateurtrainern in Deutschland als Zielgruppe ausgesucht und bietet verschiedenste Trainingsanleitungen an. Bei knapp einer halben Million Trainern ist das ein durchaus lukrativer Markt. Doch wie bekommt man in einer Zielgruppe, die von 18 bis 70 Jahre alt ist, ausreichend Aufmerksamkeit für einen Onlinedienst? Mit Loddar. Liegt irgendwie auf der Hand, oder? Lothar Matthäus ist beim Hamburger Startup eingestiegen und stellt sich auch direkt als Werbefigur auf – die Aufmerksamkeit der Medien ist damit gegeben.

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Bild: trainerstar.de

Doch darüber hinaus bietet Matthäus eben weit mehr als nur ein prominentes Gesicht, er steht für streitbare Fußballkommentare wie bestenfalls noch Franz Beckenbauer. Sein gesamter Lebenswandel dürfte an den Stammtischen der Sportlerheime für viel Heiterkeit sorgen, Fußball-Weltmeister, ja einer der erfolgreichsten Deutschen Fußballer überhaupt, Frauengeschichten, mehr oder weniger erfolgreiche Engagements als Trainer und zu jedem Thema im Deutschen Fußball auch Heute noch eine Meinung. Über Matthäus wird gesprochen, aber anders als es über eine Sylvie Meis (ehemals van der Vaart) oder einen Oliver Pocher getan würde. Lothar bewegt jeden Fußballer in Deutschland. Egal ob man ihn mag oder nicht, mit Matthäus wird auch Heute noch in erster Linie Fußball verbunden.

Einen solchen Anschub kann ein Startup in kurzer Zeit in die Gewinnzone katapultieren, wie die Story um „i make you sexy“ und Detlef Soost zeigt (Link). Da Matthäus als Partner bei trainerstar.de einsteigt ist sein persönliches Engagement zumindest zu erwarten. Ob das Hamburger Trainerprogramm nun ein echter Erfolg wird hängt natürlich noch von anderen Faktoren ab.

Labels are for cans not for people – Coke ohne Logo

Dass Coca Cola auf wesentliche Bestandteile der Marke verzichten kann und trotzdem erkannt wird ist eine bemerkenswerte Leistung und zeigt wie konsequent von verschiedensten Generationen und Unternehmensführungen an der Marke gearbeitet wurde. Und das muss man erstmal ein Jahrhundert lang durchhalten. Bereits vor einigen Monaten wurde das mit den Motiven und Clips von David LaChapelle klar, der lediglich einen Kronkoren der bekannten Coke-Flasche zur Darstellung benötigt, der Rest bestand aus 2 Händen und Luft. Gut, man kann jetzt sicher noch über die roten Fingernägel diskutieren, vermutlich würde es auch ohne Nagellack funktionieren.

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In Dubai wartet Coca Cola nun mit Dosen auf, die ohne die lange Indoktrinierung unserer Gedanken ebenfalls nicht mit der Marke verbunden werden könnten. Diesmal steckt dahinter aber nicht nur ein Marketingaspekt, wie die Headline schon verrät wartet man mit dem Statement „Labels are for cans, not for people“ auf. Jetzt könnte man diskutieren ob Marken und Vorurteile gegenüber Menschen, egal welcher Natur und Ausprägung, sinnhafte Vergleiche erlauben. Oder man nimmt es einfach mal als gutes Statement hin, schließlich genießt Coca Cola bei seinen Konsumenten einen guten Ruf und hat eine enorm hohe Reichweite.

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Marken als Medium

Und damit sind wir beim eigentlichen Thema angelangt. Marken sind Heute nicht mehr das Etikett auf einem Produkt hinter dem sich ein gewisses Verprechen verbirgt. Marken kommunizieren mit uns Vebrauchern, manchmal mehr als wir uns wünschen. Sie sind auf Facebook, Twitter, im Fernsehen und in unserem Briefkasten. Sie wollen ständig von uns wissen ob wir sie noch mögen. Gehen wir einmal fremd wollen sie sofort wissen warum und ob der/die Neue denn besser war. Und obendrauf ersetzen sie unsere bekannten Medien. Sie lassen Menschen aus dem All springen, sie gründen eigene Magazine, sie verpflichten Medienmacher, sie geben politische und ethische Statments ab. War Coca Cola vor vielleicht 50 Jahren noch ein ganz cooles Erfrischungsgetränk so ist es Heute zu einem Medium „gewachsen“ und erklärt uns was wir kochen, versorgt uns mit lustigen Fundstücken aus dem Web, erklärt uns dass wir Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe beurteilen sollen oder wie Mama-sein und Beruf vereinbar sind. Die Website ist eine Medienwebsite, mit Interviews, Ratgebern, Kunst und Hintergrundberichten.

Völlig wertfrei betrachtet wird der enorme Aufwand klar, der hinter einer solchen Marke steckt. Um im Mediendschungel, in Zeiten von Second Screens und damit verbundener Parallelnutzung verschiedener Medien(geräte) nicht von der Bildfläche zu verschwinden nähert man sich dem umworbenen Konsumenten aus allen Richtungen, versucht die Sprache der jeweiligen Nutzergruppe zu treffen und die passenden Inhalte zu produzieren. Ich finde es sehr spannend zu beobachten, bis zu welchem Punkt dieser Aufwand getrieben werden kann, bis wohin er getrieben werden muss.

Videos werden auf Tablets genauso oft wie auf Desktop-PCs angesehen

Mobile first! Das steht mittlerweile in ca 99% aller Briefings an Webagenturen. Responsive ist dank der Androhung des Rankingverlusts von Google der ganz heiße Shice und Websites müssen seit April 2015 unbedingt für mobile Endgeräte optimiert sein. Dass das auch schon zwei Jahre zuvor überaus sinnvoll gewesen wäre, geschenkt. Im responsiven Optimierungswahn werden nun aber auch zahlreiche Fehler gemacht. Dabei spielt es hier keine Rolle ob diese Fehler wegen schlechter Beratung, Beratungsresistenz oder einfach mangelnden Knowhow auf Agenturseite geschehen – sie sind einfach da. Da werden Websites völlig unnötig 1:1 auf Smartphones portiert oder aber so viele Sachen ausgeblendet, dass nicht viel mehr als eine aufgebohrte Webvisitenkarte über bleibt. Die Verfügbarkeit diverser Onlineanalysetools macht die Sache nicht besser, erst vor wenigen Tagen lag mir eine Anfrage vor, weil ein Googletool meinte das Javascript ließe sich noch um 1KB verkleinern. 1KB! Google sagt das! Worauf ich letztlich hinaus will: bei vielen Projekten fehlt der Blick auf das Wesentliche. Videos zum Beispiel.

Tablets sind in der Videonutzung mit Desktop-PCs gleichauf

video aufrufe nach device Videos werden auf Tablets genauso oft wie auf Desktop PCs angesehen

Adobe hat in einer aktuellen Studie über 200 Miiliarden Videostarts analysiert und dabei herausgefunden, dass Videos in etwas gleich oft am Desktop-PC und am Tablet aufgerufen werden. Trend: steigend am Tablet. Auch die Aufrufe mit Smartphones haben massiv zugenommen und werden wahrscheinlich in kurzer Zeit die alten PCs einholen. Zudem interessant: Applegeräte sind der absolute Platzhirsch: iPhones machen gut 2/3 der Aufrufe aus, iPads sogar über 80%. Ehrlich gesagt fällt es mir zwar schwer diesen Zahlen zu glauben, aber ich habe zufällig gerade keine Daten über 200 Milliarden Videoaufrufe… Im Prinzip ist es auch recht egal welche Marke das Device hat, wichtig ist hier, dass die Akzeptanz von Videos auch auf mobilen Geräten enorm hoch ist. Das sollte man dann auch nutzen und nicht auf die Idee kommen, seine Videos bei mobilen Endgeräten nicht auszuspielen. Das gilt insbesondere für Ads, oft konvertieren gerade Tabletnutzer nämlich besser als alle anderen.

Fazit

Laufzeitoptimierungen, Datenmengen klein halten und gezielte Auswahl der Inhalte für mobile Endgeräte sind wichtig. Allerdings sollten wir uns von der Mär der zu geringen Bandbreite verabschieden und Videos und vor allem auch Video-Ads mobile genauso bespielen. Auch, weil Tablets und Smartphones eben nicht nur unterwegs genutzt werden, sondern auch auf dem Sofa, dem Büro oder dem Klo. Und wer will schon auf die Onlineshopper aus dem Badezimmer verzichten?

Der vollständige „Adobe Digital Index (ADI): Digital Video Report Q1 2015“ ist hier verfügbar: Klick Klick.

GAG Immobilien AG – aus die Maus für unfairen Wohnungsmarkt

Die richtige Immobilie zu finden ist oft wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Besonders dann, wenn es in einer Großstadt um eine passende und bezahlbare Wohnung geht. Ständig berichten Medien über korrupte oder zumindest überaus merkwürdige Vergabeverfahren und Mieter, die auch noch das letzte Details über ihr Privatleben preis geben müssen. Und auch wenn die Politik mit verschiedenen Maßnahmen versucht den Markt in engere Regularien zu pressen, so bleibt doch ein mulmiges Gefühl für den Wohnungssuchenden. Aber auch für Mieter die bereits die richtige Wohnung bewohnen gibt es immer wieder Grund zur Sorge: kaum wird das Haus verkauft droht die Kündigung des Mietvertrags, insbesondere dann, wenn die Immobilie in einem angesagten Viertel steht.

GAG Aus die Maus GAG Immobilien AG   aus die Maus für unfairen Wohnungsmarkt
Screenshot: http://www.aus-die-maus.net/

Hausmeister Krause greift in Köln durch

Die GAG Immobilien AG besteht seit 100 Jahren und steht mit der aktuellen Kampagne für einen fairen Umgang zwischen Mieter und Vermieter ein. Als einer der 10 größten Vermieter Deutschlands wirbt sie mit dem folgenden Compliance-Spot für eine transparente Unternehmenskultur. Dazu passt natürlich der Kölner Comedian Tom Gerhardt, bekannt als Hausmeister Krause, wie kein anderer. In dem Spot spielt er zunächst den klischeehaften Makler, der sich auf Kosten der Wohnungssuchenden ein tolles Leben ermöglicht. Darauf erscheint er in seiner Paraderolle als Hausmeister und erklärt, dass die GAG für genau das nicht steht. Aber seht selbst:

Damit zeigt die GAG wie stark Compliance in der Unternehmenskultur verankert ist. Mauschelei, Korruption oder gar Betrug sind für die Mitarbeiter des Kölner Immobilienunternehmens ein No-Go und das will man auch den bestehenden und zukünftigen Mietern vermitteln. Über den Spot hinaus wurde dafür die Website „aus die Maus“ erstellt. Dort erfährt der Nutzer wie zum Beispiel der Einkauf von Leistungen funktioniert und das es dort ein Standardschreiben für die Rücksendung von Geschenken gibt. Es darf nicht geklüngelt werden, wie es in Köln so schön heißt.

Diese Kampagne reiht sich wunderbar in den Slogan des Unternehmens ein: Besser hier zu Hause: GAG Immobilien AG, bei einem fairen Vermieter wohnt es sich letztlich ruhiger und besser.

 

Dies ist ein Sponsored Post der in Zusammenarbeit mit virallab.de entstand.

Lebensdauer von Facebookposts – wie lange währt der Content?

Facebook versteht es immer besser die Reichweite von Fanpages zu kürzen. Wer keinen wirklich guten Inhalt bringt, und diese Bewertung nimmt ausschließlich der Nutzer vor, der wird entweder mit niedriger Reichweite oder mit einer hohen Rechnung für Facebookads gestraft. Vielleicht auch ein Grund, warum immer mehr Publisher ohne Rücksicht auf Qualität möglichst abstruse Aufmacher wählen. Doch neben der subjektiv bewerteten Qualität der veröffentlichten Inhalte gibt es durchaus andere Faktoren, die über Share oder Nicht-Share, Like oder Nicht-Like entscheiden: zum Beispiel die Uhrzeit, zu der der Post veröffentlicht wird. Die Jungs von fanpage karma haben dazu mal wieder ihre Daten analysiert und sind zu einem interessanten Ergebnis gekommen: Postings zu später Stunde erhalten doppelte Aufmerksamkeit! Doch dazu später mehr.

Die erste Stunde ist entscheidend

In den ersten 60 Minuten nach Veröffentlichung entscheidet sich nach diesen Daten bereits ob das ein guter Post wird oder nicht. So gibt es die meisten Kommentare (relativ zur Zeitspanne) in der ersten Viertelstunde, ebenso verhält es sich bei den Likes. Geteilt wird hingegen erst zeitversetzt am stärksten, ab Minute 16 bis Minute 45 entscheidet sich hier euer Erfolg, vermutlich weil die Reichweite des Postings mit den Kommentaren und Likes der ersten Viertelstunde rapide ansteigt. Wer also in dieser Zeit nur wenige Reaktionen erreichen kann, darf getrost den nächsten Artikel planen.

Ich persönlich habe hin und wieder die Erfahrung gemacht, dass es durchaus entscheidend ist WER das Posting liked oder teilt, dann kann ein Artikel auch noch 1 oder 2 Tage nach Veröffentlichung durch die Decke gehen, das sind dann aber Influencer-bedingte (was für eine Wortkombi) Ausnahmen.

Doppelte Aufmerksamkeit für späte Postings

Wer über eine ganztägig aktive Zielgruppe waltet, darf auch gern nach 20:00 Uhr posten. Die Reaktionen am Abend sind zwar oft etwas geringer, dafür spült Facebook die Postings am nächsten Vormittag aber erneut in den Stream der Nutzer und die Möglichkeit auf eine große Reichweite erhöht sich entsprechend. Das ist eigentlich der interessanteste Part an der gleich folgenden Infografik, insbesondere für einen Feierabendblogger wie mich.

Hier die Auswertung in grafischer Übersicht:

150206 Inforgrafik Postzeiten1 1 Lebensdauer von Facebookposts   wie lange währt der Content?

2 Jahre ohne Corporate Website – Coke Journey wird erwachsen

coke 2 jahre journey 2 Jahre ohne Corporate Website   Coke Journey wird erwachsenOhne den freundlichen Hinweis aus Berlin wäre es mir wohl entgangen, dass seit der Ankündigung und dem tatsächlichen Launch von Coca Cola Journey in Deutschland nun schon über 2 Jahre vergangen sind. Aber gut, Zeitgefühl war noch nie meine Sache. In den vergangenen 2 Jahren ist bei Coke eine Menge passiert und die Nutzer haben sich mittlerweile an das ungewöhnliche Format der Website gewöhnt. Wobei ungewöhnlich natürlich falsch ist, das Layout und grundsätzliche Konzept der Journeywebsite ist eine Mischung aus Verlagsangebot und Blog, daher sicherlich bekannt. Nur als Website einer so großen Marke ist es auch Heute noch ungewöhnlich. Diese Aussage zeigt zugleich auch, wie konsequent das Contentmarketing in der breiten Masse betrieben wird – nämlich oft sehr inkonsequent. Viele Unternehmen verstehen unter Content Marketing noch immer ein schlecht auf der Website verlinktes Blog und langweilige Infografiken die man krampfhaft bei Bloggern zu platzieren versucht (wer den Witz im Zusammenhang mit der folgenden Infografik findet bekommt einen Keks).

Insofern ist es nämlich überaus erfrischend, dass Coke nach 2 Jahren mit sehr ordentlichen Zahlen aufwarten kann. Am Ende des Artikels gibt es dazu eine Infografik. Haha. Das gute Ergebnis rührt jedoch nicht (nur) von der grundsätzlichen Reichweite der Marke Coke, oder von Events die sich nur ein Konzern leisten kann, sondern eben auch von weitergehenden Kooperationen. Man integriert Blogger in das Redaktionsteam ohne sie ihrer Identität zu berauben, bezahlte Gastblogger sozusagen. Man erschließt selbst neue Themenfelder wie Rezepte (natürlich mit Produkten aus der Coke-Familie) und bietet somit einen bunten Themenmix in einem zeitgemäßen Format. Die Nutzer haben dabei stets Kontakt zur Marke und den gerade aktuellen Botschaften, einfach nur Catcontent sucht man auf Journey vergeblich.

Ich empfehle zum Blick hinter die Kulissen das sehr interessante Interview mit Patrick Kammerer und Felix Picker auf pressesprecher.com, dort zeichnet sich das Konstrukt ganz gut ab.

Und nun die versprochene Infografik:

Infografik Coca Cola Journey feiert zweiten Geburtstag 2 Jahre ohne Corporate Website   Coke Journey wird erwachsen

Dem Mindestlohngesetz mit ActiveHR gerecht werden

Die Reaktionen auf den Mindestlohn waren ziemlich gemischt in Deutschland. Manch Unternehmer stöhnte ob der steigenden Personalkosten, was ich persönlich wenig nachvollziehen kann, andere freuten sich über eine Lohnerhöhung. Und dann gab es die verängstigten Angestellten, die um ihren Job bangten. Ich persönlich sehe mich in keiner der 3 Gruppen, sondern gehöre zu denen die die damit verbundene Bürokratie und den Generalverdacht, unter dem man sich als Arbeitgeber nun befindet, bemängeln. Es ist ja nicht so, als ob man nicht sowieso von allerlei Ämtern, Krankenkassen, Leistungsträgern aus dem Sozialbereich und gefühlt 321.456 weiteren Institutionen mit Papier und vorallem der Pflicht dieses auch zu bearbeiten überschwemmt wird. Ein mulmiges Gefühl kommt dann vor jeder Prüfung auf, weil man es nicht mehr selbst überblicken kann. Wurde immer alles fristgerecht gemeldet? Hat sich im Betrachtungszeitraum etwas geändert was das Steuerbüro und man selbst nicht bemerkt hat? Mittlerweile resigniert man ein wenig, und ich spreche hier nicht aus Erfahrungen mit einem Konzern. Unser Unternehmen ist relativ gut überschaubar…

Und dann kommt dieses Mindestlohngesetz und plötzlich steht man unter Generalverdacht seine Arbeitnehmer auszunutzen. Allein der Gedanke an eine Prüfung lässt mich ein wenig mehr erschaudern, da der Zoll unangekündigt, bewaffnet und im Zweifelsfall unter bewaffneten Polizeischutz einrückt. Danke Politik, genau so stelle ich mir eine Unterbrechung im Meeting vor. Und nun stelle man sich das in einem Unternehmen mit einigen Tausend Angestellten vor: Da müssen zwangsläufig Fehlern passieren. Menschen überwachen Menschen um dann wieder von Menschen überwacht zu werden. Glücklicherweise gibt es dafür aber IT-Lösungen, die mehr oder minder gut sind.

ActiveHR befasst sich dabei mit Unternehmen die bereits SAP im Einsatz haben (oder dies planen). Dort gibt es Module zur Arbeitszeiterfassung und -Verwaltung. Wer das Modul SAP HCM (Human Capital Management) bereits im Einsatz hat, kann dieses nun mit Employee-Self-Services (ESS) und Manager-Self-Services (MSS) erweitern und damit neben der gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitszeiterfassung auch gleich die Mitarbeiterplanung und natürlich auch die Effizienzkontrollen abdecken. Für diesen Prozess bieten die über 20 SAP HCM Berater einen großen Erfahrungsschatz und damit einen möglichst reibunglosen Integrationsprozess an. Wer SAP kennt, weiß dass es ohne externe Unterstützung ein fast unmögliches Unterfangen ist neue Module zu integrieren und die Prozesse dann auch effektiv im Unternehmen einzuführen.

activehr Dem Mindestlohngesetz mit ActiveHR gerecht werden

Auf ihrem Blog berichten die Experten von ActiveHR über ihre Arbeit. Zugegebenermaßen ist das für Außenstehende schwerverdauliche Kost, allerdings ist es eben auch enorm schwer gleichzeitig Fachleute und Laien vernünftig anzusprechen. Trotzdem würde ich empfehlen das Fachniveau etwas zu senken um eventuell auch etwas unbedarftere Personaler ansprechen zu können.

hallimash Dem Mindestlohngesetz mit ActiveHR gerecht werden Blog-Marketing ad by hallimash

Das Wetter als Marketingfaktor

Im Onlinemarketing wird Mittelmäßigkeit knallhart bestraft. In Zeiten sozialer Netzwerke können sogar die Mitbewerber und potenzielle Kunden diese Mittelmäßigkeit an einfachen Kennzahlen ablesen. Das tolle daran: wer sich aus der Mittelmäßigkeit erhebt wird mit guten Ergebnissen belohnt. Das mag zwar für fast jede Disziplin im Leben gelten, im Onlinemarketing ist der Katalysator aber vergleichsweise riesig. Bleiben wir beim Marketing: wenn eine Aktion regional läuft und besonders gut ist, erreicht man statt ein paar hundert Menschen vielleicht einige Tausend. Im Internet erreicht man im Optimalfall mehrere Millionen, je nach Produkt und Ausrichtung lohnt die Ausrichtung dort also besonders.

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Bei blauen Himmel sollte das Ad-Budget steigen

Das Wetter als Wettbewerbsvorteil

Mittelmäßigkeit ist ein Wettbewerbsnachteil, darin sind wir sicher alle einer Meinung. Das gilt aber nicht nur für die erstellten Inhalte oder Kampagnen, sondern auch für die Steuerung dahinter. Kein Unternehmen hat ein unendliches Marketingbudget, auch wenn das beim Mitbewerber vielleicht oft so aussieht. Wer sein Budget also optimal einsetzt, gewinnt. Um das Budget gut auszuspielen sind aber gewisse Gedankengänge über die Frage nach der ominösen Zielgruppe hinaus notwendig. Denn diese Menschen, die man als zukünftige Kunden auserkoren hat, verhalten sich nicht alle gleich. Nicht einmal ein Einzelner verhält sich an jedem Tag und zu jeder Stunde gleich. Genauso wie seine Bedürfnisse und Vorlieben nicht in jeder Stunde oder an jedem Tag gleich sind. Das gilt natürlich auch für Frauen.  Überlegt also was eure zukünftigen Kunden so beeinflusst und versucht daraus Regeln für eure Werbekampagnen abzuleiten.

Im Tourismus gibt es da verschiedenste Einflussfaktoren. So werden im Januar besonders viele Buchungen vorgenommen, der Deutsche mag Planungssicherheit. Ebenso steigen die Buchungen (oft) an Wochenenden. Aber auch für Naherholungsziele gibt es gewisse Faktoren die im Ad-Management Beachtung finden sollten. Zum Beispiel das Wetter. Bei gutem Wochend- oder Ferienwetter steigt die Nachfrage nach Outdooraktivitäten in der Umgebung (logischerweise) an, während an regnerischen Tagen weniger danach gesucht wird. In umgekehrter Weise gilt das natürlich für Indoorbespaßung. Wer sein Budget an Wochenende mit unpassenden Wetter auf Sparflamme hält kann bei gutem Wetter richtig klotzen. Fährt der Wettbewerb die gute alte Gießkannenstrategie wird er dann an den wichtigen Tagen einfach überholt. Das gilt natürlich nicht nur für das Wetter, es gibt X-Feiertage und auch relativ plötzlich eintretende Ereignisse wie Streiks oder stark steigende Ölpreise, besondere Angebote von Bahn oder auch im Flugbetrieb oder, oder, oder.  All diese Faktoren verändern das Verhalten der umworbenen Menschen, teils signifikant, und sollten damit Beachtung finden.

Natürlich ist es nicht einfach alles und immer auf dem Radar zu haben. Betrachte ich jedoch die Marketingaktivitäten im Tourismusbereich ist es an zahlreichen Orten relativ einfach aus der breiten Masse herauszustechen.