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Dem Mindestlohngesetz mit ActiveHR gerecht werden

Die Reaktionen auf den Mindestlohn waren ziemlich gemischt in Deutschland. Manch Unternehmer stöhnte ob der steigenden Personalkosten, was ich persönlich wenig nachvollziehen kann, andere freuten sich über eine Lohnerhöhung. Und dann gab es die verängstigten Angestellten, die um ihren Job bangten. Ich persönlich sehe mich in keiner der 3 Gruppen, sondern gehöre zu denen die die damit verbundene Bürokratie und den Generalverdacht, unter dem man sich als Arbeitgeber nun befindet, bemängeln. Es ist ja nicht so, als ob man nicht sowieso von allerlei Ämtern, Krankenkassen, Leistungsträgern aus dem Sozialbereich und gefühlt 321.456 weiteren Institutionen mit Papier und vorallem der Pflicht dieses auch zu bearbeiten überschwemmt wird. Ein mulmiges Gefühl kommt dann vor jeder Prüfung auf, weil man es nicht mehr selbst überblicken kann. Wurde immer alles fristgerecht gemeldet? Hat sich im Betrachtungszeitraum etwas geändert was das Steuerbüro und man selbst nicht bemerkt hat? Mittlerweile resigniert man ein wenig, und ich spreche hier nicht aus Erfahrungen mit einem Konzern. Unser Unternehmen ist relativ gut überschaubar…

Und dann kommt dieses Mindestlohngesetz und plötzlich steht man unter Generalverdacht seine Arbeitnehmer auszunutzen. Allein der Gedanke an eine Prüfung lässt mich ein wenig mehr erschaudern, da der Zoll unangekündigt, bewaffnet und im Zweifelsfall unter bewaffneten Polizeischutz einrückt. Danke Politik, genau so stelle ich mir eine Unterbrechung im Meeting vor. Und nun stelle man sich das in einem Unternehmen mit einigen Tausend Angestellten vor: Da müssen zwangsläufig Fehlern passieren. Menschen überwachen Menschen um dann wieder von Menschen überwacht zu werden. Glücklicherweise gibt es dafür aber IT-Lösungen, die mehr oder minder gut sind.

ActiveHR befasst sich dabei mit Unternehmen die bereits SAP im Einsatz haben (oder dies planen). Dort gibt es Module zur Arbeitszeiterfassung und -Verwaltung. Wer das Modul SAP HCM (Human Capital Management) bereits im Einsatz hat, kann dieses nun mit Employee-Self-Services (ESS) und Manager-Self-Services (MSS) erweitern und damit neben der gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitszeiterfassung auch gleich die Mitarbeiterplanung und natürlich auch die Effizienzkontrollen abdecken. Für diesen Prozess bieten die über 20 SAP HCM Berater einen großen Erfahrungsschatz und damit einen möglichst reibunglosen Integrationsprozess an. Wer SAP kennt, weiß dass es ohne externe Unterstützung ein fast unmögliches Unterfangen ist neue Module zu integrieren und die Prozesse dann auch effektiv im Unternehmen einzuführen.

activehr Dem Mindestlohngesetz mit ActiveHR gerecht werden

Auf ihrem Blog berichten die Experten von ActiveHR über ihre Arbeit. Zugegebenermaßen ist das für Außenstehende schwerverdauliche Kost, allerdings ist es eben auch enorm schwer gleichzeitig Fachleute und Laien vernünftig anzusprechen. Trotzdem würde ich empfehlen das Fachniveau etwas zu senken um eventuell auch etwas unbedarftere Personaler ansprechen zu können.

hallimash Dem Mindestlohngesetz mit ActiveHR gerecht werden Blog-Marketing ad by hallimash

Das Wetter als Marketingfaktor

Im Onlinemarketing wird Mittelmäßigkeit knallhart bestraft. In Zeiten sozialer Netzwerke können sogar die Mitbewerber und potenzielle Kunden diese Mittelmäßigkeit an einfachen Kennzahlen ablesen. Das tolle daran: wer sich aus der Mittelmäßigkeit erhebt wird mit guten Ergebnissen belohnt. Das mag zwar für fast jede Disziplin im Leben gelten, im Onlinemarketing ist der Katalysator aber vergleichsweise riesig. Bleiben wir beim Marketing: wenn eine Aktion regional läuft und besonders gut ist, erreicht man statt ein paar hundert Menschen vielleicht einige Tausend. Im Internet erreicht man im Optimalfall mehrere Millionen, je nach Produkt und Ausrichtung lohnt die Ausrichtung dort also besonders.

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Bei blauen Himmel sollte das Ad-Budget steigen

Das Wetter als Wettbewerbsvorteil

Mittelmäßigkeit ist ein Wettbewerbsnachteil, darin sind wir sicher alle einer Meinung. Das gilt aber nicht nur für die erstellten Inhalte oder Kampagnen, sondern auch für die Steuerung dahinter. Kein Unternehmen hat ein unendliches Marketingbudget, auch wenn das beim Mitbewerber vielleicht oft so aussieht. Wer sein Budget also optimal einsetzt, gewinnt. Um das Budget gut auszuspielen sind aber gewisse Gedankengänge über die Frage nach der ominösen Zielgruppe hinaus notwendig. Denn diese Menschen, die man als zukünftige Kunden auserkoren hat, verhalten sich nicht alle gleich. Nicht einmal ein Einzelner verhält sich an jedem Tag und zu jeder Stunde gleich. Genauso wie seine Bedürfnisse und Vorlieben nicht in jeder Stunde oder an jedem Tag gleich sind. Das gilt natürlich auch für Frauen.  Überlegt also was eure zukünftigen Kunden so beeinflusst und versucht daraus Regeln für eure Werbekampagnen abzuleiten.

Im Tourismus gibt es da verschiedenste Einflussfaktoren. So werden im Januar besonders viele Buchungen vorgenommen, der Deutsche mag Planungssicherheit. Ebenso steigen die Buchungen (oft) an Wochenenden. Aber auch für Naherholungsziele gibt es gewisse Faktoren die im Ad-Management Beachtung finden sollten. Zum Beispiel das Wetter. Bei gutem Wochend- oder Ferienwetter steigt die Nachfrage nach Outdooraktivitäten in der Umgebung (logischerweise) an, während an regnerischen Tagen weniger danach gesucht wird. In umgekehrter Weise gilt das natürlich für Indoorbespaßung. Wer sein Budget an Wochenende mit unpassenden Wetter auf Sparflamme hält kann bei gutem Wetter richtig klotzen. Fährt der Wettbewerb die gute alte Gießkannenstrategie wird er dann an den wichtigen Tagen einfach überholt. Das gilt natürlich nicht nur für das Wetter, es gibt X-Feiertage und auch relativ plötzlich eintretende Ereignisse wie Streiks oder stark steigende Ölpreise, besondere Angebote von Bahn oder auch im Flugbetrieb oder, oder, oder.  All diese Faktoren verändern das Verhalten der umworbenen Menschen, teils signifikant, und sollten damit Beachtung finden.

Natürlich ist es nicht einfach alles und immer auf dem Radar zu haben. Betrachte ich jedoch die Marketingaktivitäten im Tourismusbereich ist es an zahlreichen Orten relativ einfach aus der breiten Masse herauszustechen.

 

Am 23. Juni ist Schluss mit der Likebox

Nach gut 6 Jahren stellt die Likebox von Facebook ihren Dienst am 23. Juni 2015 ein. Die beliebte Integration der eigenen Fanpage auf Websites, Blogs und Shops wird dann keine Daten mehr liefern – es besteht also Handlungsbedarf! Doch die Welt um das blaue f geht Ende Juni natürlich nicht unter, es gibt einen Nachfolger: Das Page-plugin! Dieses kommt zunächst etwas hübscher daher, bringt auch die Titelgrafik der Fanpage mit und hat sogar neben dem einfachen Like ein gut sichtbar untergebrachten Teilen-Button. Das anlegen erfolgt ähnlich einfach wie bei der Like-Box, sollte also niemanden vor große Probleme stellen.

page plugin Am 23. Juni ist Schluss mit der Likebox

Problematischer wird es bei den Dimensionen, denn Facebook arbeitet auch in Zeiten von responsive Websites noch immer mit fixen Breiten. Die neue Mindestbreite von 280 Pixeln könnte aber viele Websites vor Probleme stellen, denn das ist ein ganzes Stück breiter als die Likebox. Nicht jedes Template bietet also ausreichend Platz für das neue Plugin und ehe sich die workarounds etabliert haben dürften einige Tage vergehen.  Wie so oft bringen positive Veränderungen wie der Share-Button auch Nachteile mit sich, hier ist es die schiere Größe der Box. Trotzdem sollte jeder Nutzer der Likebox nun wie auch immer reagieren, ansonsten sieht das ab Ende Juni nicht mehr so schick aus.

MC Delivery – delivering what you love

MC Donalds hat es derzeit nicht leicht, ähnlich wie Burger King kämpft man mit den Konsumenten. Die haben nämlich zunehmend keine Lust mehr auf Industriefood und zahlreiche Skandale erschüttern das Vertrauen in die Produkte immer weiter. Und so bleibt den Fastfood-Riesen nichts anderes übrig als ihre systemgastronomischen Grundsätze, die nicht zuletzt auf hohe Effizienz setzen, aufzuweichen. Wer sich nicht mit dem Markt verändert, gehört mit großer Wahrscheinlichkeit zu den Verlierern. Also gibt es neben den bewährten Produkten immer mehr Serviceleistungen, Produkte werden wieder frisch zubereitet und letztlich gibt es den Lieferdienst, den wir uns als Teenager so sehnlich gewünscht haben. Doch wie führt man das in den Markt ein, wenn an allen Ecken genau die Burgerrestaurants aus dem Boden sprießen, die man vor Jahrzehnten mehr oder weniger ausgerottet hatte? Richtig, man nutzt die (noch) vorhandene Kraft der eigenen Marke, für irgendwas muss die schließlich gut sein. Und so passen diese Prints aus den Emiraten zum ehemaligen Slogan “you love it”

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InterContinental erkennt Erlebnispotenzial #InterContinentalSecrets

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Schon während meiner Ausbildung wurde mir immer wieder eingebläut dass Kunden keine Produkte sondern Lösungen kaufen wollen. Was zunächst als dämlicher Marketingsprech daherkommt hat am Ende aber eben auch viel Wahrheit in sich. Das gilt natürlich auch für die gesamte Reisebranche: ich fliege nicht, weil ich gern in einem engen Raum mit hunderten fremden Menschen und nur bedingt guter Lebensmittelversorgung sitze. Ich schlafe nicht gern in einem 5* Hotel weil ich gern für ein Bett, das schon hunderte andere Menschen benutzten viel Geld zahle. Und so zieht es sich durch alle Bereiche, ich nehme eine Leistung in Anspruch weil ich sie benötige und/oder mir einen gewissen Vorteil davon erhoffe. In den seltensten Fällen tue ich das der Leistung selbst wegen. Die InterContinental Gruppe hat das nun auch erkannt und fährt eine Kampagne mit echtem Mehrwert für die Hotelgäste. Mit InterContinental Secrets bieten die Hotels ihren Gästen in Kooperation mit allerlei lokalen Partnern eine vielzahl von Erlebnissen, wie man sie eben nur von Insidern bekommt.

Das ist eine tolle Sache, wer schon einmal Stadtführungen der besonderen Art von echten Locals bekommen hat weiß das zu schätzen. Fernab von den Touristenmeilen verbergen sich oft wahre Schätze aus Kunst, Kultur, Gastronomie oder Architektur. Für die Frauen gibt es auch Shoppingtipps, was letztlich die Geldbörse sogar schont. In einem Reiseführer lernt man eine Stadt leider nicht kennen, sondern nur das, was der Reiseführer zu vermarkten wünscht. Selten deckt sich das mit den wirklich guten Sachen, oft wird dort nur das Standardprogramm abgefrühstückt. Das mag zwar in Großstädten für ein Wochenendprogramm völlig ausreichen, wer sich aber nur auf den Touri-Pfaden bewegt verpasst in der Regel sehr, sehr viel.

Aber auch für Geschäftsreisende ist das eine interessante Geschichte. Manchmal ist man in einer fremden Stadt und hat eher unerwartet einen Slot von 2-3 Stunden frei. Kann ich nun auf einen Service im Hotel zurückgreifen, der mir ein paar tolle Ecken in der Stadt zeigt ist das ein toller Mehrwert.

Zu der Kampagne gibt es auch ein Video, spricht mich persönlich jetzt nicht sonderlich an, aber ich kann verstehen dass der Spagat zwischen dem klassichen Hotelklientel und dieser komischen Internetgeneration nicht so einfach ist. Hätte man aber trotzdem interessanter machen können. Schaut es euch aber gern selbst an:

Weitere Infos gibt es auf der Kampagnenwebsite: Klick Klick

Superbowl 2015 Werbespots in Lego nachgestellt

superbowl werbung lego Superbowl 2015 Werbespots in Lego nachgestelltDer Superbowl ist nicht nur für die Sportler das absolute Highlight des Jahres, auch die Werber versuchen den besten Spot während dieses Großereignis zu produzieren. Leider funktioniert das immer seltener und insbesondere das Motto “wir machen irgendwas total verrücktes, mit Stars und/oder fast nackten Frauen, völlig egal ob es irgendwas mit der beworbenen Marke zu tun hat” eben nicht wirklich gut.  Klar, der VW-Star Wars Spot ist noch Heute in vielen Köpfen, aber viele der Werbespots sind schon wenige Tage nach dem Superbowl vergessen.

Und jetzt kommt ein toller Werbemove: A+C ist ein Animations Studio aus England und hat ein paar der 2015er Superbowl Werbespots mit Legofiguren nachgespielt. In dem gut 3,5 Minütigen Spot wirken die Ideen plötzlich nicht mehr langatmig und sind sogar unterhaltsam. Allerdings merkt man hier auch ganz gut wie wenig die Story in dem jeweiligen Spot mit der beworbenen Marke zu tun hat. Schaut Euch also erstmal das Video an und besucht dann die Website dazu:

Brick Bowl from A+C Studios on Vimeo.

Und hier die Website dazu: Brick-Bowl.com

Otrivens nervende Jammernase

Bild Otriven Aktionstage Otrivens nervende JammernaseDas derzeitige Wetter ist nicht nur wenig winterlich, nein es nervt viele von uns auch noch mit Erkältungen oder (besonders uns Männer) mit der schweren Männergrippe. Trotz der Sterblichkeitsrate von weit über 196% kämpfen wir uns pflichtbewußt auf Arbeit oder treiben uns anderweitig in der Öffentlichkeit herum. Und das nervt alle anderen. In der U-Bahn gibt es viele nervtötende Verhaltensweisen, einen Mensch der ständig niest und sich die Nase schnäubt begegnet man lieber auf Distanz. Einerseits weil er uns unweigerlich mit seinen Bazillen belastet, andererseits weil die Geräuschkulisse nicht zur Verbesserung der morgendlichen Laune beiträgt. Nun habe ich schon im Kindesalter gelernt, dass bei Erkältung und Grippe vor allem viel Schlaf hilft. Blöderweise schläft es sich mit verstopfter Nase nicht gut und der Mund wird aufgrund der falschen Atmung auch noch ganz trocken.

Dagegen hilft natürlich allerlei Medizin. Ein Mittel kommt von Otriven und dort hat man sich nun eine Kampagne ausgedacht (bzw ausdenken lassen) mit der auf eben jene Problematik aufmerksam gemacht werden soll. Dazu werden in den nächsten Tagen in Hamburg, Frankfurt und Berlin riesige Nasen und Münder auf Promotour gehen und allerlei S-Bahnfahrer belustigen und/oder nerven. Wie das Ganze aussieht darf in diesem Video begutachtet werden:

Wer sich das live ansehen mag sollte an diesen Tagen in besagten Städten S-Bahn fahren:

  • Hamburg: 2. und 3. Februar 2015
  • Frankfurt: 4. und 5. Februar 2015
  • Berlin: 6. und 7. Februar 2015

Natürlich gibt es auch einen Fotowettbewerb. Bis zum 01. März gibt es eine Übernachtung inklusive An- und Abreise für 2 zu gewinnen, dafür muss man lediglich sein tollstes Bild zu einem der 3 Mottos (Der Freimacher, der Kribbler, der Durchatmer) auf der Fanpage von Otriven hochladen. Alternativ kann das auch auf einer eigens angelegten Website geschehen oder auf Instagram. Das hätte man vielleicht etwas besser miteinander koppeln können, aber wer weiß schon wie die Ansichten bei Agentur und Kunde zusammen passten… Insgesamt gefällt mir diese Kampagne aber deutlich besser als der Spot (zugegeben aus den USA) den man vor knapp 4 Jahren laufen ließ Klick Klick

Ein Stalker stalked Linkedinprofile um die Serie Stalker zu promoten

Stalker Ein Stalker stalked Linkedinprofile um die Serie Stalker zu promoten

BBDO Belgien hat für die TV-Serie “Stalker” Linkedin als Promotionplattform genutzt. Dabei bediente man sich der “Wer hat dein Profil angesehen” Funktion. Entsprechend dem Seriennamen erstellte man ein Fakeprofil mit dem Namen “Stalker” und einem dazu passenden finsteren Profilbild. Aber auch Details wie der Arbeitsort “at a place near you” (in der Nähe von Dir) wurden beachtet.

Stalker Still 3 Ein Stalker stalked Linkedinprofile um die Serie Stalker zu promotenMit diesem Profil besuchte man dann über 12.000 Linkedinprofile, so dass möglichst viele Nutzer den Stalker in ihrem Profil sahen. 63% der gestalkten Nutzer sahen sich das Profil an. Dort waren, neben den unheimlichen Details dann allerlei Informationen zu der neuen Serie und natürlich ein Link zum Trailer zu finden. Und so erreichte der Stalker ohne eigenes Twitterprofil über 27.600 Impressionen auf Twitter.

Auf dem eigentlichen Businessnetzwerk Linkedin rechnet man nicht unbedingt mit einer TV-Promotion, kombiniert mit dem Dauerthema Onlinestalking und Privatsphäre erreichte BBDO damit offensichtlich eine große Aufmerksamkeit. Und natürlich passt das Ganze auch wunderbar zum Thema und Titel der beworbenen TV-Serie.

Hier gibt es alles noch in Videoform:

Mit Vueling einfach ein Flugzeug eher nehmen

Wer das Flugzeug nicht nur zur Urlaubsreise sondern auch zu geschäftlichen Terminen als Transportmittel nutzt wird es wahrscheinlich auch schon einmal erlebt haben: der Termin war schneller als gedacht zu Ende und ehe der gebuchte Flug startet sind es noch mehrere Stunden. Da das umbuchen aber in der Regel relativ lange dauert, mitunuter kompliziert ist und auch gern mal einige Euros extra kostet nimmt man die Zeit eben als gegeben hin. Klar, dank Internet und sehr guten Notebooks kann man auch in einem Caffe am anderen Ende der Welt einigermaßen Vueling Passagiere konnen ihre Fluge ab sofort per App kostenlos vorverlegen 340x605 Mit Vueling einfach ein Flugzeug eher nehmenarbeiten. Und wenn das mal nicht geht kann man die Zeit einfach mal nutzen um sich die Gegend ein wenig anzuschauen, dafür bleibt in der Regel sonst eh keine Zeit und ein wenig Abwechslung tut dem gestressten Körper auch nicht schlecht, trotzdem wäre es in dieser Situation meistens die Ideallösung einfach einen Flug eher zu nehmen. Und genau das hat man sich bei der spanischen Airline Vueling auch gedacht.

Mit der Vueling App können ab sofort Kunden die den Tarif Optima oder Excellence gebucht haben kostenlos in der App eine Maschine eher nehmen, sofern dort noch Plätze frei sind. Das Ganze funktioniert ganz easy in der App, man muss niemanden anrufen oder, oder, oder. Also beim nächsten Termin einfach ins Taxi und in der App checken ob man nicht schon eher als geplant die Rückreise antreten kann. Klar, das funktioniert nicht mit den billigsten Tickets, aber das sollte man auch nicht erwarten (wobei ich mir durchaus vorstellen kann, dass es das irgendwann auch geben wird). Einzige Bedingung ist, dass der frühere Flug am selben Tag geht wie der eigentlich gebuchte. Das Ganze ist noch nicht auf allen Strecken verfügbar, in Deutschland kommt man ab Berlin-Tegel und Frankfurt in den Genuss dieses Service.

Was ich mir noch wünsche

Natürlich wünsche ich mir an erster Stelle das auch andere Airlines dieses Angebot einführen, ich hatte bisher nicht das Vergnügen mit Vueling zu fliegen, finde die Idee aber klasse. Vermutlich wird es auch nicht allzu lange dauern, eh dieser Wunsch in Erfüllung geht. Letztlich spart es der Airline Personalkapazitäten, da der Passagier nicht mehr mit Angestellten der Fluglinie sprechen muss und dazu ist es ein tolles Serviceangebot. Ob in dem einen oder in dem anderen Flugzeug auf der gleichen Route am gleichen Tag ein Platz frei bleibt dürfte egal sein. Mein zweiter Wunsch ist da im Zweifelsfall schon etwas einschneidender: das umbuchen auf einen späteren Flug, natürlich unter den gleichen Bedingungen bezüglich Tarif, Datum und der Tatsache das ein Platz frei sein muss. Denn, genauso wie ein Termin eher zu Ende gehen kann, genauso kann er sich länger als geplant hinziehen. Hier geht den Airlines dann aber im Zweifelfall tatsächlich Geld verloren, denn wenn ich in London meinen Flug verpasse muss ich kostenpflichtig auf einen späteren Flug umbuchen, das ist dann kein nice to have sondern ein must have. Aber hey, vielleicht geht da was liebes Vueling-Team?

Ship your enemies glitter – oder: Man kann alles im Internet verkaufen

Ein 22-jähriger Australier regt sich über “glitter” auf, entwickelt daraus eine Geschäftsidee und macht wenige Stunden nach dem Launch seiner Website wegen zu vieler Bestellungen wieder zu. Das ist die Geschichte in einem Satz, und dieser Satz dient als Paradebeispiel dafür, dass man absolut alles in diesem Internet verkaufen kann. Sogar einen Briefumschlag voller Glitzerkram für 9.95$.

shipyourenemiesglitter Ship your enemies glitter   oder: Man kann alles im Internet verkaufen

Doch warum haben so viele Menschen bestellt?

Mathew hat mit seinem Angebot shipyourenemiesglitter.com gleich mehrere Treffer bei seinen Kunden gelandet. An erster Stelle steht natürlich die Einzigartigkeit , zumindest kenne ich keinen anderen Service der diese Dienstleistung anbietet. Und was Einzigartig ist (und zumindest einen konstruierten Sinn ergibt) ist begehrt. Sehen wir bei Edelsteinen in der Schmuckindustrie und vielen anderen Luxusgütern ohne wirklich praktischen Nutzen. Dazu kommt der Faktor der Erinnerung, nahezu jeder verbindet mehr oder weniger gute Erinnerungen mit diesem Glitzerkram. Und jeder weiß, wie schwer es ist eine Wohnung wieder davon zu befreien. Damit wären wir auch schon bei der zweiten Emotion: Schadenfreude. Wenn bereits der Vorgang des “in den Warenkorb legens” ein heftiges Lachen verursacht hat der Verkäufer alles richtig gemacht. Am Ende des Kaufs erhält der Käufer noch diese kleine Befriedigung einen anderen Menschen geärgert zu haben.

Abschließend ist dann noch der Preis. Knapp 10 Dollar für einen Briefumschlag voll glitzernden Müll und dessen Versand ist wahrlich kein Schnäppchen, aber eben auch keine Summe bei der man lange überlegen muss. Eine Schnapsidee zum Mitnahmepreis – der kleine Spaß zwischendurch, das passt wunderbar.

Mathew beschreibt seine Zielgruppe in einem Interview übrigens mit

People with too much disposable income.

(Quelle) also Menschen die zu viel Geld übrig haben. Diese Geschäftsidee beruht natürlich auf keinem ausgeklügelten Businessplan, ebenso wenig wie sein Onlinemarketing einen Plan verfolgte. Aber gerade die Lawine an Besuchern, die durch die sozialen Medien ausgelöst wurde, zeigt wie ein Produkt laufen kann. Dafür muss es natürlich gut aufbereitet sein (und die Texte auf seiner Website sind ausgezeichnet) und von den richtigen Menschen verbreitet werden. Influencer Marketing, Social Seeding – nennt es wie ihr wollt, es funktioniert. Außer dein Produkt ist Scheiße.