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Wie Condor vor 21 Jahren noch um Kunden warb

Condor hat in 2016 60jähriges Jubiläum und blickt dazu auf YouTube in die letzten 20 Jahre TV-Werbung zurück. Neben der inhaltlich unterschiedlichen Ausrichtung der Spots, die bekanntlich immer der jeweiligen Zeit und Stimmung in der Bevölkerung geschuldet ist, fasziniert mich zu sehen mit welch geringen Aufwand in den 90er Jahren Werbespots produziert wurden. Man weiß das zwar, wird aber eben erneut darauf aufmerksam wenn man es in einer solchen Playlist sieht.

Einige der Spots sind ziemlich flach, ein Anderer zeigt ganz deutlich dass sich die Gesellschaft zum Geiz ist Geil gewandelt hat. Meine beiden Favoriten könnt ihr hier sehen, alle anderen gibts dann auf YouTube.

Werbeagentur: ist regionalität ein wichtiger Faktor?

Betrachtet man die Werbewelt fernab der Konzerne und omnipräsenter Marketingkönige wie Red Bull oder Coca Cola verliert man manchmal den Glauben an die Agenturen dieser Welt. Klar, jeder braucht seine Brot & Butter Kunden und gerade dort lassen sich nicht immer die tollen Dinge durchsetzen, trotzdem gibt es einfach so viel wirklichen Mist in Zeitschriften und digitalen Medien zu betrachten, dass es einfach weh tut. Nun liegt die Schuld sicher nicht immer am Kunden oder der Agentur allein, wie so oft findet sich die Wahrheit wohl in der Mitte. Doch wie sollte man eigentlich die passende Werbeagentur auswählen? Sind Preise bei zweifelhaften (weil völlig unbekannten) Wettbewerben ein Indiz? Muss Gutes mindestens 150€ pro Stunde kosten? Sind Agenturen mit weniger als 30 Mitarbeitern grundsätzlich doof? Spielt es irgendeine Rolle wo die Agentur sitzt?

Woran man eine gute Agentur erkennt

Das meiner Meinung nach wichtigste Kriterium ist ganz einfach und bereits beim ersten Kontakt zu erkennen: zuhören. Kann der Keyaccount Manager, Berater oder was auch immer der Typ, der bei Dir aufschlägt auf der Visitenkarte stehen hat, zuhören? Versucht er tatsächlich zu verstehen wie dein Unternehmen tickt, was es für besondere Herausforderungen hat und wie es bis jetzt Kunden gewonnen hat? Oder packt er einfach Lösungen aus seiner Schublade aus, die vielleicht passen können? Jedes Unternehmen, jede Marke, ist individuell und hat ganz eigene Probleme, Schwächen und Stärken – diese gilt es gleich zu Beginn zu entdecken.

Natürlich sollte die Agentur auch fachlich einiges zu bieten haben, doch auch hier ist Vorsicht geboten. Ist die Werbeagentur schon etwas älter (also mehr als 5 Jahre am Markt) und präsentiert nur alte Referenzarbeiten ist das ein Anzeichen dass die Mitarbeiter gewechselt haben und Heute vielleicht gar nicht mehr die gezeigte Qualität liefern können. Natürlich hat eine Werbeagentur nicht für jeden Fall tagesaktuelle Referenzen, aber lasst euch immer auch aktuelle Arbeiten zeigen. Selbst wenn diese aus einer anderen Branche sind oder aus dem Digitalbereich während man selbst gerade etwas in Print machen will. Lasst euch auch genau erklären wie das jeweilige Projekt verlaufen ist, wer war noch zusätzlich im Boot? Welche Umstände haben zu dem Ergebnis geführt und vor allem was war das Ergebnis? Es ist auch nicht unüblich nach Ansprechpartnern bei den gezeigten Kunden zu fragen, manchmal ist das nicht möglich aber in der Regel sollte das kein Problem sein. So lässt sich auch die Kundenseite betrachten. Wurden Deadlines eingehalten? Wie war die Kommunikation?

Lasst euch auch nicht von Zertifikaten oder Preisen blenden! Wie oft habe ich gehört dass Agentur XY „mit Google zusammenarbeitet“… Am Ende war es nur ein Adwords Partner – die machen also einen gewissen Umsatz pro Jahr mit Adwords. Das qualifiziert erstmal zu garnichts und ist bestenfalls der Beweis dass auch andere Unternehmen dieser Agentur in Sachen Adwords vertrauen. Die unzähligen Preisverleihungen, ohne die Arbeiten dahinter schmälern zu wollen, sind zwar durchaus ein Hinweis auf gute Arbeit, bedeuten aber im wesentlichen dass jemand in der betreffenden Agentur Zeit hatte um Arbeiten bei den Preisverleihungen einzureichen. Es kann also durchaus ein Beleg für gute Arbeit sein, muss aber immer im Details betrachtet werden.

Zu guter Letzt gibt es noch die Preisfrage. Hier spalten sich die Meinungen gern sehr breit auf, ich halte den Preis jedoch für zweitrangig. Es gibt Werbeagenturen, gerade fernab von den Ballungsgebieten, die zaubern für 50 oder 60 Euro pro Stunde wirklich tolle Sachen aufs Papier oder den Monitor. Und es gibt Agenturen die für 150 oder mehr Euro die Stunde ziemlichen Quatsch proudzieren. Natürlich muss es in euer Budget passen, aber auf den Preis würde ich persönlich nicht viel geben, dafür ist die Branche nicht homogen genug. Klar sollte aber auch sein, dass für 30€ oder weniger pro Stunde nicht viel zu erwarten sein kann, da die Begleitkosten für Soft- und Hardware damit nicht zu decken wären.

Das Thema mit dem Standort

Auch hier gibt es sicher unterschiedliche Meinungen. In Zeiten digitaler Arbeit ist es relativ unproblematisch, ich habe für Kunden aus Australien, Hong Kong, Indien, Italien, England und den USA gearbeitet ohne meinen Arbeitsplatz zu verlassen. Allerdings waren das alles Unternehmen auf einem gewissen Niveau, und das ist dann auch notwendig um ohne persönliche Treffen gute Ergebnisse zu erzielen. Mit einem Mittelständler der das Marketing auf die 15 freien Minuten des Geschäftsführers und die eh schon überlastete Sekretärin verteilt wird das nicht funktionieren, da geht es nur über tatsächliche Präsenz. Genauso machen gewisse Prozesse des digitalen Arbeitens nur ab einem gewissen Umfang Sinn, für ein paar Flyer oder Visitenkarten, ebenso wie für eine kleine Anzeige ist es definitiv sinnvoller eine Agentur vor Ort zu suchen. Geht es dabei um Leistungen im Onlinesektor ist es in jedem Fall zu empfehlen Google zu fragen. Wer in Aachen sucht gibt also Werbeagentur Aachen bei Google ein, wer lieber etwas in Benenberg sucht googlet danach – denn alle Agenturen die sich online auf die Fahne schreiben sollten in den gängigen Suchmaschinen auf den ersten Seiten zu finden sein. Je nach Größe des Gebiets ist die Auffindbarkeit dann einzuordnen, schließlich bedarf es in Berlin deutlich mehr Aufwand auf der ersten Seite zu stehen als im sächsischen Zwickau. Betrachtet dann auch den gesamten Auftritt der Agentur mit kritischen Augen. Halten sie sich selbst an die propagierten Regeln? Ist also beispielsweise ein Angebot klar formuliert? Ist die Website responsive? Ist die Gestaltung ansprechend?

Am Ende ist das Bauchggefühl entscheidend.

Wenn nach all diesen Kriterien am Ende der Auswahl 2-3 mögliche Werbeagenturen stehen dann ist es nicht die schlechteste Idee sich auf das eigene Bauchgefühl zu verlassen, denn neben den fachlichen, regionalen und preislichen Kriterien muss auch die Chemie zwischen Auftraggeber und Agentur stimmen, damit am Ende ein gutes Ergebnis steht.

Gut vorbereitet zur dmexco mit der Digital Marketing Academy 2016

digital marketing academy 2016 605x136 Gut vorbereitet zur dmexco mit der Digital Marketing Academy 2016

Nicht mehr lange, dann dreht es sich in Köln wieder um die bunte Welt des Onlinemarketings. Tools, Dienstleistungen, Erfolgsstorys – an jedem Stand ist natürlich immer die beste Lösung überhaupt zu finden. Und damit niemand mit Wissen von Gestern im Smalltalk glänzen muss hat sich Sponsor Adobe daran gemacht wichtiges und aktuelles Wissen direkt vor der dmexco zu vermitteln.

Die Digital Marketing Academy 2016 läuft vom 22. bis 26. August als Streaminsession mit anschließendem Chat. Danke Internet, dass du Wissen so einfach verteilbar machst! Denn: selbst wer nicht zur dmexco 2016 gehen will oder wird dürfte bei den Streams nicht dümmer werden. Und das Beste: die Teilnahme ist kostenlos oder besser ausgedrückt: ihr müsst dafür kein Geld bezahlen, ein paar Daten möchte Adobe aber doch von euch haben.

Und darum gehts: Warum sind Einsichten in die digitale Psyche bei der Customer Experience wichtig? Wie wird der Fluss von personalisierten Botschaften beim Cross Channel Marketing organisiert? Welche Wege führen beim Mobile Marketing zum Mehrwert? Und wie werden Daten als Wettbewerbsvorteil beim Data Driven Marketing genutzt? Diese Fragen beantworten die Academy-Gastdozenten Frank Puscher (Berater für digitales Marketing), Nico Zorn (Saphiron digital strategy consultants), Daniel Krantz (Otto Group) und Frederike Voss (orbyd).

Die Registrierung geht recht schnell, einfach gewünschte Sitzungen auswählen, Daten eingeben und absenden. Interessiert? Bitte: Anmeldelink Danke.

Burger King lässt Burgerzutaten auf 1996er EM Rasen wachsen

BK Mannschafts WHOPPER 3 605x341 Burger King lässt Burgerzutaten auf 1996er EM Rasen wachsen

Was tut man nicht alles für den Titel? Burger King hat sich im Vorfeld der anstehenden Europameisterschaft ein Stück des legendären Wembleyrasen, auf dem Deutschland 1996 den Titel gewann, gekauft und darauf Tomaten, Gurken, Zwieblen, Salat – alles was eben so an Grünzeug auf einen Burger kommt angebaut. Der ganze Aufwand für 96 Mannschafts-Whopper die den Sieger Spirit von 1996 in die Mägen einiger glücklicher Fans transportieren sollen. Aber hey – alles für den Titel!

Am 21. Juni 2016 findet dann in Berlin das exklusive Event mit den Mannschafts-Whoppern statt. Mit Ex-Nationalspieler Thomas Helmer, 96er Europameister, Moderator
Wolf-Dieter Poschmann und die bekannten YouTube-Stars KSFreakWhatelse und KrappiWhatelse. Unter www.mannschaftswhopper.de können Fans dann die Teilnahme an diesem Event gewinnen, dazu bedarf es lediglich eines Jubel-Selfies. Zudem wird es unter dem Hashtag #mannschaftswhopper die Möglichkeit geben ein Stück des Wembleyrasen zu gewinnen.

Was soll das?

Gute Frage, ist der Aufwand doch nicht zu verachten. Eine Marke wie Burger King verkauft eben auch deutlich mehr als nur Burger und Pommes. Dementsprechend muss zu so einem Megaevent im Weltmeisterland auch eine außergewöhnliche Aktion folgen. Im aktuellen Werbeumfeld ist es einfach unfassbar schwer die Aufmerksamkeit auf die eigene Marke zu lenken, jeder schreit etwas mit Fußball heraus, egal wie wenig das zum eigenen Produkt passt. Mit einem Burger dessen Zutaten auf dem heiligen Rasen des letzten Titelgewinns gewachsen sind bewegt sich Burger King mal eben an der (bisherigen) Spitze und das im Falle des Titelgewinns auch nachhaltig. Schließlich hatte man dann schon vorher den Mannschafts-Whopper inklusive wichtiger Bestandteile aus dem Titelboden aus 1996. Und kann dann gleich den nächsten Rasen in Paris aufkaufen 😀

Insgesamt also ein kluger Zug sich mit einem möglichen Titel auch in Zukunft in Verbindung zu bringen. Ein gewisser Konkurrent, seines Zeichen großer Sponsor beim Turnier, wird darüber nicht glücklich sein…

Wie kam es dazu?

Anna Mennel, Senior Marketing Manager Advertising & Media der BURGER KING Deutschland GmbH sagt dazu „Wir glauben an unsere Nationalelf und möchten sie auch moralisch unterstützen. Deshalb haben wir den Original Wembley-Rasen nach Deutschland gebracht, um darauf die frischen Zutaten für den Mannschafts-WHOPPER® wachsen zu lassen. Ein großes Abenteuer für uns alle bei BURGER KING®, das unseren Jungs Glück für das Turnier in Frankreich bringen soll. Und natürlich hoffen wir, dass sie den Spirit von 1996 spüren und genau wie damals wieder den Sieg nach Hause holen.“

BK Mannschafts WHOPPER 4 605x341 Burger King lässt Burgerzutaten auf 1996er EM Rasen wachsen

Der Rasen ruhte jetzt natürlich nicht 20 Jahre in einem Keller bei BURGER KING. Glücklicherweise gibt es Fußballverrückte, im positiven Sinne, die einen solchen Rasen kaufen und viele Jahre hegen und pflegen. Einfach so, weil es der Rasen aus Wembley ist. Und noch glücklicher ist der Umstand, dass dieser gute Mann, namentlich Dave Davies, 25 qm seines grünen Schatz verkaufte. Dieses Stück heiliger Rasen wurde dann also nach Deutschland gebracht und in einem Gewächshaus als Nährboden für Tomatenpflanzen, Zwiebeln und Salate verwendet. Manch einer würde auch missbraucht sagen. Am Ende dieser Story steht dann also der Mannschafts-Whopper, der Burger (einer großen Kette) mit den vielleicht aufwändigsten Zutaten überhaupt. Ich finde das eine tolle Idee, nicht weil ich dafür bezahlt werde, sondern weil es einfach die Fußballgeilheit dieses Landes widerspiegelt.

Die ganze Story gibt es natürlich auch als Bewegtbild:

Disclaimer
Dies ist ein sponsored Post. Die Emanate GmbH aus München hat für die Veröffentlichung des Artikels also bezahlt. Es wurde dabei keinerlei Einfluss auf die Meinung und/oder Tonalität des Artikels genommen.

Corporate Social Media wird in Deutschland lustig

Nachdem insbesondere deutschen Marken gern der sprichwörtliche Stock im Popo auf Plattformen wie Facebook und Twitter nachgesagt wurde etabliert sich nach und nach ein angenehm frisches Selbstbewußtsein und daraus folgend zahlreiche witzige Dialoge. Nicht nur zwischen Marke und Kunden sondern auch immer mehr zwischen Marke und Marke. So kaperte Ikea Gestern das bereits bekannte Hashtag #followmeto für einen Post:

Mit etwas Verzögerung folgten darauf dann Tchibo, die Sparkasse und Gerstaecker:

Wir haben also Geld, Kaffee, Möbel und Pinsel/Farbe – fehlen eigentlich nur noch Bier und Bratwürste für den spontanen Umzug 😀

Warum tut man das?

Der Vorteil liegt auf der Hand: Reichweite. Während die langweilige Werbung immer mehr an Aufmerksamkeit und damit an Wirksamkeit einbüßt erfreuen sich Menschen an solchen (noch) ungewöhnlichen Dialogen zwischen Marken. Die Marken erhalten menschliche Züge, wirken sympathischer und können ganz nebenbei den Fans der anderen Marken ihre Produkte/Leistungen anbieten. Die Reichweite explodiert dann nicht selten durch Blogs und Social Media Nutzer die auf diese Dialoge hinweisen – ein Gewinn für alle. Da es aber mittlerweile auch schon wieder in ein höher-weiter-schneller ausartet wird sich diese Social Media Spielweise in naher Zukunft wieder abgenutzt haben, es wird normal und damit langweilig.

Chance für die Kleinen

Ganz besonders interessant sind solche Spielchen natürlich für die kleinen Marken. Wer weder das ganz große Budget noch die großen Fanzahlen vorweisen kann, der hat hier seine Chance auf richtig große Reichweiten. Dafür muss natürlich das Netz nach solchen Dialogen gescannt werden und dann braucht es noch die zündende Idee, mit der man auch sicher wahrgenommen wird. Gleichzeitig sollte man aber auch darauf achten nicht über die Stränge zu schlagen, was natürlich je nach Marke und Produkt unterschiedlich ausgelegt werden kann. Alles für die Reichweite ist hier aber sicherlich kein guter Ratgeber.

Negativbeispiele

Während der Umgang in oben genannten Beispiel freundlich und respektvoll ist geht es eben auch mal schnell unter die Gürtellinie:

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Mag jetzt noch witzig erscheinen, wenn sie die Markenaccounts dann aber wie 8. Klässler auf dem Schulhof benehmen werden sowohl Marken als auch Zuschauer schnell das Spielfeld verlassen. Am Ende muss jedem Social Media Redakteur immer bewußt sein wofür sein Arbeitgeber eigentlich steht, stehen will. Passt so ein Ton zu meiner Marke? Wie weit kann ich solche Spielchen treiben?

Aber gut, ich möchte das witzige Treiben ja nicht unterbinden, erheitert es den Alltag doch immer wieder.

BBDO Belgien sendet das schlechteste Mailing aller Zeiten

Board JCDecaux The Mistake Directory 1024x724 BBDO Belgien sendet das schlechteste Mailing aller ZeitenMailings sind immer so eine Sache, man weiß schon zu Beginn dass ein Großteil der Aussendungen im Müll landet und tut es trotzdem. Mailings an bestehende Kunden werden zwar öfter gelesen, müssen dann aber richtig überzeugen um einen relevanten Umsatzanstieg zu generieren. Werbeagenturen aus der ganzen Welt denken ständig über tolle Ideen nach, wie sie die Mailings besser gestalten könnten.

Heute geht es um ein Mailing für JCDecaux, einen großen Vermarkter von Außenwerbeflächen. Das Problem von JCDecaux? Deren Kunden kaufen immer nur die 2qm Flächen, bei größeren Flächen wenden sie sich an die Mitbewerber.

BBDO Belgien setzte für JCDecaux dieses Problem in einer Mailingkampagne spürbar um. Die belgischen Kreativen versandten Postmailings mit fehlerhaften Abbildungen der Kundenprodukte. Wobei Fehlerhaft noch geschmeichelt ist, denn sie mixten die Werbung ihrer Kunden mit deren größten Konkurrenten. Zum Beispiel bei Pepsi mit Coca Cola. Die Aussage dahinter ist klar auf die Mitbewerber bezogen. Kauft nicht bei denen, wir können das auch!

Ich muss zugeben, dass ich diese Kampagne total feiere. Dazu gehört neben der Kreativität eben auch eine gehörige Portion Mut, denn nicht alle Empfänger werden das humorvoll aufgenommen haben. Manch einer hat es wohl nicht einmal verstanden.

Laut JCDecaux hat es sich aber gelohnt, die großen Werbeflächen wurden verstärkt verkauft und damit dürfen natürlich alle zufrieden sein. Das Ganze gibt es auch als Video für euch:

Der Angriest Whopper #LebScharfStattBrav

BK Angriest 1 Der Angriest Whopper #LebScharfStattBrav

Burger King bringt einen neuen Burger auf die Tabletts der Kunden, der Angriest Whopper ist dabei nicht irgendein Burger der in irgendeinem Geschmackslabor mit irgendwelchen Zutaten kreiert wurde. Nein, BK scheute weder Kosten noch Mühen um diesen scharfen Burger zu braten!

4 Fans des Fastfood-Riesen aus England, Spanien, Deutschland und Brasilien reisten gemeinsam mit dem Vulkanspezialisten George Kourounis zum Guatemalischschen Vulkan Pacaya, einem der aktivsten Vulkane der Erde, um dort die Glut zu entnehmen auf der dieser höllische Burger gebraten wird. Das Video dazu ist leider noch nicht verfügbar, ich werde es aber in den nächsten Tagen hier einfügen.

Der Angriest Whopper ist also ein Superlativ in vielerlei Hinsicht, noch nie wurde eine Expedition zu einem Vulkan unternommen um einen Burger zu braten. Das ist so unfassbar klischeehaft männlich, dass der Burger nur gut sein kann. Und auch der Name verspricht viel, ebenso die Zutaten. So erhält der Burger sein rotes Erscheinungsbild durch ins Brötchen eingebackenen Chilli, das Geschmackserlebnis wird letztlich durch Angry Onions, Jalapeños und die scharfen Saucen abgerundet, wobei rund hier eher das falsche Adjektiv zu sein scheint. Burger King verspricht dass der Angriest Whopper einige Esser ordentlich ins Schwitzen bringen wird.

Mit dieser Kampagne um einen Burger geht Burger King konsequent einen anderen Weg als der größte Konkurrent Mc Donalds, während sich das große M zeitweise mit Bio-Produkten versucht und die Nachhaltigkeit in den Vordergrund zu stellen versucht setzt Burger King auf den Kern der Marke: gegrilltes Fleisch, Geschmack, Genuss. Burger und Fast Food sind eben keine gesunden Lebensmittel, bringen einem aber auch nicht um, so man es maßvoll genießt. Der Aufwand rund um den Angriest Whopper zeigt auch deutlich, was der Markt Heute von einer großen Marke erwartet: nicht nur gute Produkte, sondern auch jede Menge Entertainment.

BK Angriest 2 Der Angriest Whopper #LebScharfStattBrav

Und so wird der Angriest Whopper auch von zahlreichen Aktionen auf Facebook und der Website begleitet, unter dem Hashtag #LebScharfStattBrav fordert Burger King zu mehr Schärfe, Abenteuer und Spaß im Leben auf und versucht damit tiefer in den Alltag der Kunden einzudringen. Ein Konzept das Heute mehr denn je gefragt ist.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf den Burger, scharf war schon immer eine gute Eigenschaft bei Fastfood.

Update – hier ist das Video!

Disclaimer
Dies ist ein sponsored Post. Die Emanate GmbH aus München hat für die Veröffentlichung des Artikels also bezahlt. Es wurde dabei keinerlei Einfluss auf die Meinung und/oder Tonalität des Artikels genommen.

Vorbilder von Jugendlichen: Schauspieler, Sportler, YouTuber

Wir alle haben Vorbilder, je nach Alter und Lebenswandel verändern sich die als Vorbild angesehen Menschen im Laufe eines jeden Lebens natürlich. Trotzdem hat ein Blick auf eine spezielle Altersgruppe zu einem bestimmten Zeitpunkt großen Aussagewert, gerade Jugendliche eifern gern Prominenten nach. Humandbrandindex hat eine Studie erstellt aus der sich folgende Top10 ergeben:

Prominente Vorbildfunktion Generation Y Vorbilder von Jugendlichen: Schauspieler, Sportler, YouTuber

Human Brand Index www.humanbrandindex.com

 

Die ersten 8 Plätze könnten dabei, natürlich mit anderen Menschen, auch aus den 1990ern oder gar 1980er Jahren stammen, Schauspieler und erfolgreiche Sportler waren schon immer beliebte Vorbilder. Das ich Mitte der 1990er Jahre Mario Basler total super fand, sagt sicher auch eine Menge über mich aus. Platz 9 ist dann allerdings ebenso spannend wie Platz 10. Mit LeFloid steht da also tatsächlich ein YouTuber, der zudem nichteinmal allen Befragten bekannt war, unter denen die ihn kannten gewann er das Gesamtranking mit gut 44% sogar. Aber gut, 20,9% sind auch schon eine echte Hausnummer. Ebenso spannend finde ich aber Platz 10: Barbara Schöneberger, eine tolle Frau in unserer Gesellschaft, schafft es also auch in einer sehr jungen Generation als Vorbild zu überzeugen. Großen Respekt dafür, auch an die Jugendlichen für die gute Wahl.

Doch was sagt uns das?

Nun schaut man sich das Mediennutzungsverhalten an, sowohl bei den 14 bis 29 Jährigen als auch in der Gesamtbevölkerung, wird der mittlerweile vollzogene digitale Wandel deutlich:

Nachrichtenquelle gesamtbevölkerung Vorbilder von Jugendlichen: Schauspieler, Sportler, YouTuber Nachrichtenquelle 14 29 Vorbilder von Jugendlichen: Schauspieler, Sportler, YouTuber

Quelle: https://netzoekonom.de/2016/03/21/twitter-meldet-12-millionen-nutzer-in-deutschland/

So wird es also zukünftig nicht die außergewöhnliche Ausnahme sein, das Marken YouTuber oder andere Digital-Promis vor ihre Marke spannen, es wird normalität. Auch wenn es weiterhin ein Balanceakt ist, denn die Bekanntheit digitaler Größen ist auf die Gesamtbevölkerung gesehen noch immer bedeutend geringer als bei Promis aus dem Fernsehen – doch die Kommunikation zwischen Marke und Kunde findet vornehmlich digital statt.

Die Jagd auf YouTuber, Blogger und natürlich ganz besonders auf Snapchatter -sie ist im vollen Gange.

Taste the feeling – Coca Cola startet neue globale Kampagne

Mach Dir Freude auf – dafür stand Coca Cola seit 7 Jahren in Deutschland und darunter liefen praktisch alle Kampagnen und Aktionen. Coke gründete dafür sogar das Happiness Institut und zog den Aufmacher der Kampagne in allen Bereichen durch. Doch irgendwann wird es eben Zeit Dinge zu ändern und so besinnt sich Coca Cola nun wieder auf seine eigentlichen Produkte zurück. Mit „Taste the feeling“ rückt die Coke als solche wieder in den Mittelpunkt.

coke taste the feeling Taste the feeling   Coca Cola startet neue globale Kampagne

Nicht alles wird begraben

Die vergangenen Jahre haben viele gute Aktionen gesehen, die mass customization Kampagne „Trink ne Coke mit“ gehört definitiv zu den besonders Erfolgreichen. Und so kann man ein Foto mit einem besonderen Moment, optimalerweise natürlich von einer Coke begleitet, auf Instagram hochladen und mit dem Hashtag #tastethefeeling versehen und gewinnt dabei mit etwas Glück eine Coke mit freiwählbaren Namen. Der Hype darum ist zwar abgeflacht, aber die individuellen Flaschen sind noch immer sehr beliebt.

Coca Cola Werbung 2016 „Anthem“

Der neue Spot beginnt dann auch gleich mit dem Produkt, also einer Coke die in ein Glas geschüttet wird. Die Präsenz der Flasche zieht sich durch den gesamten Clip, allerdings ohne dass es total störend ist. Aber sehr selbst:

Spannend dabei ist auch die neue Audiosignatur, die alle Geräusche enthält die eben bei so einer Flasche Coke entstehen: Das Aufploppen des Kronkorkens, der „Zisch“ beim Aufsteigen der Kohlensäure und die Erfrischung selbst – es bleibt dem Zuschauer an sich verborgen, aber Coke wird diese Geräusche in vielen Kampagnen weiterverwenden und dadurch weiter die eigene Marke im Unterbewußtsein verankern. Aber keine Angst, damit sind sie weder die Ersten noch die Einzigen 😉

Der Song

Die mir ehrlicherweise unbekannten Künstler Scott Fritz, Jeremy Bircher und Josh Jones haben die Kampagnen-Hymne „Taste the Feeling“ geschrieben und (der mir wiederum bekannte) Avdcii hat das Ganze mit seinem Remix dann zur Endfassung gebracht.

In Anbetracht der beträchtlichen Werbebudgets im Hause Coca Cola darf man auf das Startjahr der Kampagne sehr gespannt sein. Insbesondere hier in Europa steht mit der Fußball Europameisterschaft auch direkt ein Großevent an, das sicher nicht unbeachtet bleiben wird.