© 2015
A MarketPress Theme

End the beef, with beef. Burger King will mit McDonald’s zusammenarbeiten

bk mcd burger war ends End the beef, with beef. Burger King will mit McDonalds zusammenarbeiten
Screenshot: https://www.youtube.com/watch?v=T61aNun7LQk

Das ist kein Scherz! Zum Internationalen Tag des Friedens am 21. September will Burger King einen McWhopper anbieten, gemeinsam mit dem größten Konkurrenten McDonald’s. Der Kampf der beiden Fastfood-Giganten währt seit Jahrzehnten und ist vergleichbar mit der Rivalität von Coca Cola und Pepsi, eigentlich unvorstellbar, dass solche Marken einmal gemeinsame Sache machen. Und genau dieses Unvorstellbare bietet Burger King nun an um weltweit auf die Friedensbewegung am 21. September aufmerksam zu machen. Mit einem riesigen Plakat wird in München auf die Aktion und die Website mcwhopper.com aufmerksam gemacht:

Out of Home Plakat München End the beef, with beef. Burger King will mit McDonalds zusammenarbeiten

In dem offenen Brief an McDonald’s bietet Burger King ein Treffen in der Mitte der beiden Konzernzentralen (Atlanta) an. Dort sollen die besten Zutaten aus den jeweiligen Vorzeigeprodukten Whopper (Burger King) und Big Mac (McDonald’s) zu einem McWhopper vereint werden. Diesen Burger soll es, sofern McDonald’s zustimmt, nur am 21.9. und nur in einem Popup-Restaurant geben, wir werden also nicht in den Genuss kommen. Neben der Aufmerksamkeit für den Weltfriedenstag soll natürlich auch das Image von Burger King aufpoliert werden. „Der Klügere gibt nach“ hat meine Oma immer gesagt, und dieser Klügere wäre dann wohl Burger King.

Nun stellt sich mir natürlich die Frage, was passiert, wenn die neue Burgerkreation den Kunden so gut schmeckt, dass der McWhopper eigentlich in die Verlängerung müsste? Wer weiß, vielleicht entwickelt sich daraus ja eine Art Tradition und nach erfolgreichem Geschmackstest darf zum Weltfriedenstag künftig jeder einen McWhopper erstehen?

Eins ist jedoch sicher: Willigt McDonalds ein, wird die Aufmerksamkeit für den McWhopper und damit auch für Peace One Day riesig sein. Beide Marken haben eine derart große Reichweite, dass eine eintägige Kooperation riesige Wellen in den Medien schlagen dürfte. Wem das jetzt alles suspekt erscheint, hier die Story leicht verdaulich als Video:

 

Und auch die Verpackung steht schon, bis zum 21.9. ist ja auch nicht mehr viel Zeit. Spannend, wie gut sich die beiden Marken kombinieren lassen, oder?

Vorschlag Produkt Verpackung McWhopper 1024x610 End the beef, with beef. Burger King will mit McDonalds zusammenarbeiten

Es ist nun wirklich schade, dass dieser Burger wohl nicht in Deutschland erhältlich sein wird. Trotzdem finde ich diese Idee absolut genial, aus einem „Kampf“ eine gemeinsame Sache zu formen und damit eine Friedensorganisation zu unterstützen ist PR wie man sie sich öfter wünscht. Unabhängig von ebenfalls verfolgten Marketingzielen kann man so etwas einfach mal gut heißen.

 

Disclaimer
Dies ist ein sponsored Post. Die Emanate GmbH aus München hat für die Veröffentlichung des Artikels also bezahlt. Es wurde dabei keinerlei Einfluss auf die Meinung und/oder Tonalität des Artikels genommen.

Wer einmal Clickbaited, dem glaubt man nicht. TV Movie im Shitstorm nach geschmacklosen Krebs-Clickbait

Es gibt einen neuen Shitstorm im deutschen Social Web. Und diesmal empfinde ich diesen als absolut angebracht. TV Movie hat auf seiner Facebookseite am Dienstagabend ein geschmackloses Bild veröffentlicht, dass 4 prominente Moderatoren zeigt. Mit der Unterschrift „Rückzug wegen Krebserkrankung“ und natürlich einem Link darunter, der zur Website der TV Movie führt. Selbst dem unsensibelsten Praktikanten, den ich mir vorstellen kann, sollte schon bei der Erstellung dieser geschmacklosen Grafik bewußt gewesen sein, wie unfassbar weit das über alle ethischen Empfindungsgrenzen hinaus geht. Das ist kein Fehler, der mal passieren kann. Das ist ganz übles Clickbaiting, ohne auch nur im Ansatz einen Gedanken an die Menschen dahinter zu verschwenden. Denn auch die sogenannten Stars, und das ist bei TV Movie praktisch jeder, sind Menschen. Und eine so schwere Stunde für ein paar beschissene Klicks auszunutzen ist einfach nur armseelig.

tv movie krebserkrankung Wer einmal Clickbaited, dem glaubt man nicht. TV Movie im Shitstorm nach geschmacklosen Krebs Clickbait
Screenshot: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10204574183983579&set=a.1932982853274.2097082.1503384454&type=1&hc_location=ufi

Nun hat man nach kurzer Zeit selbst in dieser merkwürdigen Social Media Abteilung bei TV Movie gemerkt, was man für einen riesen Bock geschossen hatte und begann, so wie es sich für ein ordentliches Social Media Team gehört, Kommentare zu löschen, Userpostings zu verbieten und schlussendlich wurde dieses geschmacklose Bild auch noch gelöscht. Das Interet vergisst ja bekanntlich binnen Sekunden. Und weil offenbar einer aus der Redaktion irgendwo mal gelesen hat, dass ehrliche Entschuldigungen bei einem Shitstorm durchaus gut ankommen, hat man dann das hier gepostet:

tv movie entschuldigungspost Wer einmal Clickbaited, dem glaubt man nicht. TV Movie im Shitstorm nach geschmacklosen Krebs Clickbait
Screenshot: https://www.facebook.com/TVMovie

Ich habe das absichtlich mittels Screenshot gesichert, wer weiß welche Änderungen noch an dem Posting vorgenommen werden. Nun könnte man, als besonders netter Mensch, tatsächlich an so etwas wie Reue oder eine ehrliche Entschuldigung glauben. Auch grobe Fehler sollten die Chance auf eine anständige Entschuldigung bekommen und in der Medien- und Verlagsbranche stehen ja alle unter so unfassbar großem Druck. Könnte man, wenn sich auf der TV Movie Seite nicht noch reihenweise solche Posts finden würden (alles Screenshots von https://www.facebook.com/TVMovie/photos_stream):

tv movie harry potter rollstuhl Wer einmal Clickbaited, dem glaubt man nicht. TV Movie im Shitstorm nach geschmacklosen Krebs Clickbait tv movie gewalt exszess Wer einmal Clickbaited, dem glaubt man nicht. TV Movie im Shitstorm nach geschmacklosen Krebs Clickbait tv movie schweigegeld geliebte Wer einmal Clickbaited, dem glaubt man nicht. TV Movie im Shitstorm nach geschmacklosen Krebs Clickbait

Wer heftig.co oder die Huffingtonpost mit ihren „fantasievollen“ Headlines schon nicht mag, der bekommt hier sicherlich ernsthafte Probleme das Essen im Magen zu behalten. Ich verstehe ja durchaus, dass man Reichweite in den Sozialen Netzwerken generieren muss. Und, dass dann diese Reichweite auch in Klicks auf der Website münden muss. Weil der Verlag ja sonst kein Geld verdient und die Abteilung wieder schrumpft. Aber bei allem Druck, vielleicht sogar der Angst den Job zu verlieren: behaltet doch bitte etwas Menschlichkeit, etwas Würde, bei dem, was ihr da tut.

Snickers: Du machst Fehler, wenn Du hungrig bist in New York

Zwar schon aus dem Mai, aber gute Kampagen sind oft auch zeitlos. Snickers wirbt seit langer Zeit mit „Du bist nicht Du, wenn Du hungrig bist“ und setzt dies in verschiedensten Motiven und Spots immer wieder gekonnt in Szene. So gut, so unaufregend. Was Anfang des Jahres da aber in New York gemacht wurde krönt diese Story. Hier wurden keine künstlichen Szenen erfunden und  dargestellt, nein, man suchte sich tatsächliche Fehler in Big Apple und brachte dort einen Sticker mit seiner Werbebotschaft an. Das Geländer, dass entgegen der Neigung des Bodens angebracht ist, ist dabei mein persönlicher Favorit. Natürlich ist diese Kampagne nicht ganz den Gesetzen entsprechend, streng ausgelegt dürfte das unter Vandalismus fallen – aber hey, no risk, no fun. Zudem wurden die Aufkleber wohl kurz nach den Fotoshootings wieder entfernt.

Man stelle sich das mal in Deutschland vor: der größte Aufkleber der Welt wird auf die Baustelle des BER geklebt, oder am Stuttgarter Bahnhof angebracht. Das Potenzial hier dürfte fast größer als in New York sein. So, nun schaut euch aber gern selbst die Bilder an. BBDO New York zeichnet dafür verantwortlich.

snickers fail1 Snickers: Du machst Fehler, wenn Du hungrig bist in New York snickers fail2 Snickers: Du machst Fehler, wenn Du hungrig bist in New York snickers fail3 Snickers: Du machst Fehler, wenn Du hungrig bist in New York

via

McDonalds mit Emoji-Werbespot

mcdonalds emoji werbespot McDonalds mit  Emoji Werbespot
Screenshot: https://www.youtube.com/watch?v=TY0pu35DENw

Emojis erobern die Werbewelt nun immer mehr, nach verschiedenen Anzeigen, die mehr oder weniger gut verständlich ihre Botschaft mit Emojis darstellten hat McDonalds nun also den ersten(?!) Werbespot mit Emojis umgesetzt. BETC Paris ist für den französischen Sport verantwortlich, bei dem die Darsteller mit riesigen Emojis auf dem Kopf ihre aktuelle Gefühlslage darstellen. Die Message dahinter lautet, jeder kann und soll so zu McDonalds kommen, wie er sich gerade fühlt – er/sie ist immer willkommen.

Gefunden bei Gilly.

Ist Plakatwerbung noch zeitgemäß?

Digitalisierung ist eines der wichtigsten Themen in den letzten Jahren und wird es wohl auch noch eine Weile bleiben. Unternehmen sind praktisch gezwungen ihre Marketingaktivitäten im Onlinebereich immer weiter auszubauen, je nach Zielgruppe bieten sich dafür verschiedene Plattformen an. Doch welchen Stellenwert hat klassische Printwerbung in Zeiten des digitalen Wandels?

Egal ob Broschüren, Plakate, Flyer oder Anzeigen in Magazinen und Zeitungen: Print ist defintiv nicht tot. Wie so oft im Leben ist die Mischung entscheidend. In den seltensten Fällen funktionieren rein online oder rein print basierende Marketingkonzepte wirklich gut. Oder noch besser: man lässt die Formate verschmelzen. Das wurde am Hauptbahnhof in Zürich nun recht eindrucksvoll umgesetzt. Man hat dort den hektischsten mit dem ruhigsten Ort der Schweiz verbunden, mit einem digitalen Plakat, das aus Vrin in der Region Graubünden live die Pasanten angesprochen und zu einem spontanen Besuch eingeladen hat:

weiterlesen …

Hotel.de nutzt Lokalpatriotismus zur Reichweitesteigerung

Wir Deutschen haben oft ein Problem damit uns selbst als Patrioten zu bezeichnen. Zu schnell gerät man in der Öffentlichkeit damit in eine rechte Ecke, ein deutsches Problem eben. Trotzdem sind die meisten von uns mit ihrer Heimat verbunden, das wird spätestens dann sichtbar, wenn andere Menschen sich abfällig darüber äußern. Und diese Heimatverbundenheit, oder auch Lokalpatriotismus genannt, macht sich Hotel.de gerade zu Nutze.

HOTEL DE sucht Deutschlands Genussregion 2015

Mit den „Citymoments“ stellt Hotel De einen mehr oder weniger umfangreichen Guide für viele beliebte Städte auf der Website zur Verfügung. Mit dieser Menge an Inhalten wird vermutlich eine große Menge Longtailtraffic gewonnen. Und damit das so bleibt bzw noch besser wird braucht es Backlinks, Besucher, Interaktion und Reichweite in sozialen Netzwerken. Mit der Abstimmung zu Deutschlands beliebtester Genussregion schafft man einen einfachen Anreiz auf den Wettbewerb hinzuweisen, schließlich hat jeder Teilnehmer ein Interesse daran, dass seine Region am Ende auch gewinnt. Und das hat man dort gut gemacht, schon beim Besuch der Aktionsseite wird dem Nutzer klar gemacht, dass noch bis zum 5.8.2015 abgestimmt werden kann, als Verdeutlichung wie lange also noch Zeit bleibt läuft direkt darunter gleich ein Countdown. Bereits über dem eigentlichen Inhalt wird der Nutzer das erste Mal zum teilen der Seite aufgefordert.

city moments hotelde abstimmen Hotel.de nutzt Lokalpatriotismus zur Reichweitesteigerung
Screenshot: http://www.hotel.de/citymoments/genussregion-2015/

Darunter geht es dann zur Abstimmung. Die bisher abgegebenen Stimmen stehen natürlich als Zusatzmotivation unter jeder Region. Hat man sich dann für eine Region entschieden und den Spamschutz überstanden geht es weiter zum fröhlichen Teilen und natürlich zur Teilnahme am Gewinnspiel.

Ich persönlich hätte hier für jede Region eine Teilenfunktionalität eingebaut. Hier teilt man immer die gesamte Seite, was ohne Frage Vorteile hat, verringert damit aber die Identifikation mit der persönlichen Auswahl des Nutzers.

Die Abschlussseite ist wirklich gut gemacht. Zunächst wird sich artig für das Voting bedankt, dann der Gewinn in Aussicht gestellt. Dafür gilt es nur noch 2 kleine Aufgaben zu erfüllen: Schritt 1 – Teilen und Weitersagen, schließlich wollen auch alle deine Freunde abstimmen und gewinnen. Schritt 2: E-Mailadresse eintragen, damit man im Gewinnfall auch benachrichtigt werden kann (und natürlich nie, nie, niemals Werbung erhält). Wer also auf der ersten Seite noch widerstehen konnte, wird hier mit dem zusätzlichen Ausblick auf einen Gewinn ganz gewiss abgeholt.

city moments hotelde Hotel.de nutzt Lokalpatriotismus zur Reichweitesteigerung
Screenshot: http://www.hotel.de/citymoments/danke-fuer-ihre-stimme-genussregionen/

Das Beste zum Schluss

Mit all den Shares, Engagement und dem einen oder anderen Link ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Am Ende wird es eine Gewinnerregion geben, Platz 2 & 3 dürften ebenso interessant sein. Denn die Pressemeldung über den Ausgang des Wettbewerbs wird man ganz besonders stark in den betreffenden Regionen streuen und dort erneut Aufmerksamkeit und Backlinks von öffentlichen Websites, Nachrichtenseiten und dem einen oder anderen Blogger bekommen. Und das alles für einen Delikatessenkorb. Gelungene Aktion, das möchte ich schon vorab sagen.

Unbeachtet (eigentlich zu Unrecht) sind bisher auch die Besucher geblieben. Wenn hier schon so tolle Genussregionen vorgestellt werden liegt es schließlich nahe hier auch gleich ein Hotel zu buchen, oder?

Fazit

Wettbewerbe funktionieren seit jeher. Nachdem die meisten Blogger aber die klassischen Linkbait-Aktionen durchschaut haben und Google solche Links auch immer kritischer betrachtet, ist etwas mehr Kreativität gefragt. Und vor allem auch eine ordentliche Umsetzung. Im vorliegenden Beispiel wird der Wettbewerb und dessen Ergebnis ganz wunderbar ausgenutzt um mit vergleichsweise kleinen Aufwand ein sehr ordentliches Ergebnis zu erzielen. Das funktioniert aber auch nur dann, wenn schon eine kritische Nutzermasse vorhanden ist. Ansonsten geht ein solcher Wettbewerb einfach unter.

Promis ziehen – Lothar Matthäus steigt bei Startup Trainerstar.de ein

Wie bekommt man Aufmerksamkeit in der Zielgruppe? Werbung, ganz klar. Den Nutzer da abholen, wo er deinen Service/dein Produkt benötigt. Es gibt so viele Phrasen in unserer Werbewelt, doch allesamt nützen nichts, wenn Du den Markt nicht richtig anpackst. Das Startup Trainerstar.de hat sich den großen Markt an Amateurtrainern in Deutschland als Zielgruppe ausgesucht und bietet verschiedenste Trainingsanleitungen an. Bei knapp einer halben Million Trainern ist das ein durchaus lukrativer Markt. Doch wie bekommt man in einer Zielgruppe, die von 18 bis 70 Jahre alt ist, ausreichend Aufmerksamkeit für einen Onlinedienst? Mit Loddar. Liegt irgendwie auf der Hand, oder? Lothar Matthäus ist beim Hamburger Startup eingestiegen und stellt sich auch direkt als Werbefigur auf – die Aufmerksamkeit der Medien ist damit gegeben.

trainerstar lotthar matthäus 605x403 Promis ziehen   Lothar Matthäus steigt bei Startup Trainerstar.de ein
Bild: trainerstar.de

Doch darüber hinaus bietet Matthäus eben weit mehr als nur ein prominentes Gesicht, er steht für streitbare Fußballkommentare wie bestenfalls noch Franz Beckenbauer. Sein gesamter Lebenswandel dürfte an den Stammtischen der Sportlerheime für viel Heiterkeit sorgen, Fußball-Weltmeister, ja einer der erfolgreichsten Deutschen Fußballer überhaupt, Frauengeschichten, mehr oder weniger erfolgreiche Engagements als Trainer und zu jedem Thema im Deutschen Fußball auch Heute noch eine Meinung. Über Matthäus wird gesprochen, aber anders als es über eine Sylvie Meis (ehemals van der Vaart) oder einen Oliver Pocher getan würde. Lothar bewegt jeden Fußballer in Deutschland. Egal ob man ihn mag oder nicht, mit Matthäus wird auch Heute noch in erster Linie Fußball verbunden.

Einen solchen Anschub kann ein Startup in kurzer Zeit in die Gewinnzone katapultieren, wie die Story um „i make you sexy“ und Detlef Soost zeigt (Link). Da Matthäus als Partner bei trainerstar.de einsteigt ist sein persönliches Engagement zumindest zu erwarten. Ob das Hamburger Trainerprogramm nun ein echter Erfolg wird hängt natürlich noch von anderen Faktoren ab.

Labels are for cans not for people – Coke ohne Logo

Dass Coca Cola auf wesentliche Bestandteile der Marke verzichten kann und trotzdem erkannt wird ist eine bemerkenswerte Leistung und zeigt wie konsequent von verschiedensten Generationen und Unternehmensführungen an der Marke gearbeitet wurde. Und das muss man erstmal ein Jahrhundert lang durchhalten. Bereits vor einigen Monaten wurde das mit den Motiven und Clips von David LaChapelle klar, der lediglich einen Kronkoren der bekannten Coke-Flasche zur Darstellung benötigt, der Rest bestand aus 2 Händen und Luft. Gut, man kann jetzt sicher noch über die roten Fingernägel diskutieren, vermutlich würde es auch ohne Nagellack funktionieren.

LaChapelle 605x332 Labels are for cans not for people   Coke ohne Logo

In Dubai wartet Coca Cola nun mit Dosen auf, die ohne die lange Indoktrinierung unserer Gedanken ebenfalls nicht mit der Marke verbunden werden könnten. Diesmal steckt dahinter aber nicht nur ein Marketingaspekt, wie die Headline schon verrät wartet man mit dem Statement „Labels are for cans, not for people“ auf. Jetzt könnte man diskutieren ob Marken und Vorurteile gegenüber Menschen, egal welcher Natur und Ausprägung, sinnhafte Vergleiche erlauben. Oder man nimmt es einfach mal als gutes Statement hin, schließlich genießt Coca Cola bei seinen Konsumenten einen guten Ruf und hat eine enorm hohe Reichweite.

coke labels are for cans 605x402 Labels are for cans not for people   Coke ohne Logo

coke ohne marke 605x402 Labels are for cans not for people   Coke ohne Logo

Marken als Medium

Und damit sind wir beim eigentlichen Thema angelangt. Marken sind Heute nicht mehr das Etikett auf einem Produkt hinter dem sich ein gewisses Verprechen verbirgt. Marken kommunizieren mit uns Vebrauchern, manchmal mehr als wir uns wünschen. Sie sind auf Facebook, Twitter, im Fernsehen und in unserem Briefkasten. Sie wollen ständig von uns wissen ob wir sie noch mögen. Gehen wir einmal fremd wollen sie sofort wissen warum und ob der/die Neue denn besser war. Und obendrauf ersetzen sie unsere bekannten Medien. Sie lassen Menschen aus dem All springen, sie gründen eigene Magazine, sie verpflichten Medienmacher, sie geben politische und ethische Statments ab. War Coca Cola vor vielleicht 50 Jahren noch ein ganz cooles Erfrischungsgetränk so ist es Heute zu einem Medium „gewachsen“ und erklärt uns was wir kochen, versorgt uns mit lustigen Fundstücken aus dem Web, erklärt uns dass wir Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe beurteilen sollen oder wie Mama-sein und Beruf vereinbar sind. Die Website ist eine Medienwebsite, mit Interviews, Ratgebern, Kunst und Hintergrundberichten.

Völlig wertfrei betrachtet wird der enorme Aufwand klar, der hinter einer solchen Marke steckt. Um im Mediendschungel, in Zeiten von Second Screens und damit verbundener Parallelnutzung verschiedener Medien(geräte) nicht von der Bildfläche zu verschwinden nähert man sich dem umworbenen Konsumenten aus allen Richtungen, versucht die Sprache der jeweiligen Nutzergruppe zu treffen und die passenden Inhalte zu produzieren. Ich finde es sehr spannend zu beobachten, bis zu welchem Punkt dieser Aufwand getrieben werden kann, bis wohin er getrieben werden muss.

Videos werden auf Tablets genauso oft wie auf Desktop-PCs angesehen

Mobile first! Das steht mittlerweile in ca 99% aller Briefings an Webagenturen. Responsive ist dank der Androhung des Rankingverlusts von Google der ganz heiße Shice und Websites müssen seit April 2015 unbedingt für mobile Endgeräte optimiert sein. Dass das auch schon zwei Jahre zuvor überaus sinnvoll gewesen wäre, geschenkt. Im responsiven Optimierungswahn werden nun aber auch zahlreiche Fehler gemacht. Dabei spielt es hier keine Rolle ob diese Fehler wegen schlechter Beratung, Beratungsresistenz oder einfach mangelnden Knowhow auf Agenturseite geschehen – sie sind einfach da. Da werden Websites völlig unnötig 1:1 auf Smartphones portiert oder aber so viele Sachen ausgeblendet, dass nicht viel mehr als eine aufgebohrte Webvisitenkarte über bleibt. Die Verfügbarkeit diverser Onlineanalysetools macht die Sache nicht besser, erst vor wenigen Tagen lag mir eine Anfrage vor, weil ein Googletool meinte das Javascript ließe sich noch um 1KB verkleinern. 1KB! Google sagt das! Worauf ich letztlich hinaus will: bei vielen Projekten fehlt der Blick auf das Wesentliche. Videos zum Beispiel.

Tablets sind in der Videonutzung mit Desktop-PCs gleichauf

video aufrufe nach device Videos werden auf Tablets genauso oft wie auf Desktop PCs angesehen

Adobe hat in einer aktuellen Studie über 200 Miiliarden Videostarts analysiert und dabei herausgefunden, dass Videos in etwas gleich oft am Desktop-PC und am Tablet aufgerufen werden. Trend: steigend am Tablet. Auch die Aufrufe mit Smartphones haben massiv zugenommen und werden wahrscheinlich in kurzer Zeit die alten PCs einholen. Zudem interessant: Applegeräte sind der absolute Platzhirsch: iPhones machen gut 2/3 der Aufrufe aus, iPads sogar über 80%. Ehrlich gesagt fällt es mir zwar schwer diesen Zahlen zu glauben, aber ich habe zufällig gerade keine Daten über 200 Milliarden Videoaufrufe… Im Prinzip ist es auch recht egal welche Marke das Device hat, wichtig ist hier, dass die Akzeptanz von Videos auch auf mobilen Geräten enorm hoch ist. Das sollte man dann auch nutzen und nicht auf die Idee kommen, seine Videos bei mobilen Endgeräten nicht auszuspielen. Das gilt insbesondere für Ads, oft konvertieren gerade Tabletnutzer nämlich besser als alle anderen.

Fazit

Laufzeitoptimierungen, Datenmengen klein halten und gezielte Auswahl der Inhalte für mobile Endgeräte sind wichtig. Allerdings sollten wir uns von der Mär der zu geringen Bandbreite verabschieden und Videos und vor allem auch Video-Ads mobile genauso bespielen. Auch, weil Tablets und Smartphones eben nicht nur unterwegs genutzt werden, sondern auch auf dem Sofa, dem Büro oder dem Klo. Und wer will schon auf die Onlineshopper aus dem Badezimmer verzichten?

Der vollständige „Adobe Digital Index (ADI): Digital Video Report Q1 2015“ ist hier verfügbar: Klick Klick.

GAG Immobilien AG – aus die Maus für unfairen Wohnungsmarkt

Die richtige Immobilie zu finden ist oft wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Besonders dann, wenn es in einer Großstadt um eine passende und bezahlbare Wohnung geht. Ständig berichten Medien über korrupte oder zumindest überaus merkwürdige Vergabeverfahren und Mieter, die auch noch das letzte Details über ihr Privatleben preis geben müssen. Und auch wenn die Politik mit verschiedenen Maßnahmen versucht den Markt in engere Regularien zu pressen, so bleibt doch ein mulmiges Gefühl für den Wohnungssuchenden. Aber auch für Mieter die bereits die richtige Wohnung bewohnen gibt es immer wieder Grund zur Sorge: kaum wird das Haus verkauft droht die Kündigung des Mietvertrags, insbesondere dann, wenn die Immobilie in einem angesagten Viertel steht.

GAG Aus die Maus GAG Immobilien AG   aus die Maus für unfairen Wohnungsmarkt
Screenshot: http://www.aus-die-maus.net/

Hausmeister Krause greift in Köln durch

Die GAG Immobilien AG besteht seit 100 Jahren und steht mit der aktuellen Kampagne für einen fairen Umgang zwischen Mieter und Vermieter ein. Als einer der 10 größten Vermieter Deutschlands wirbt sie mit dem folgenden Compliance-Spot für eine transparente Unternehmenskultur. Dazu passt natürlich der Kölner Comedian Tom Gerhardt, bekannt als Hausmeister Krause, wie kein anderer. In dem Spot spielt er zunächst den klischeehaften Makler, der sich auf Kosten der Wohnungssuchenden ein tolles Leben ermöglicht. Darauf erscheint er in seiner Paraderolle als Hausmeister und erklärt, dass die GAG für genau das nicht steht. Aber seht selbst:

Damit zeigt die GAG wie stark Compliance in der Unternehmenskultur verankert ist. Mauschelei, Korruption oder gar Betrug sind für die Mitarbeiter des Kölner Immobilienunternehmens ein No-Go und das will man auch den bestehenden und zukünftigen Mietern vermitteln. Über den Spot hinaus wurde dafür die Website „aus die Maus“ erstellt. Dort erfährt der Nutzer wie zum Beispiel der Einkauf von Leistungen funktioniert und das es dort ein Standardschreiben für die Rücksendung von Geschenken gibt. Es darf nicht geklüngelt werden, wie es in Köln so schön heißt.

Diese Kampagne reiht sich wunderbar in den Slogan des Unternehmens ein: Besser hier zu Hause: GAG Immobilien AG, bei einem fairen Vermieter wohnt es sich letztlich ruhiger und besser.

 

Dies ist ein Sponsored Post der in Zusammenarbeit mit virallab.de entstand.