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Liebe Unternehmen: Macht eure Firmeneinträge!

Seit Monaten arbeite ich an einer App im Tourismusbereich. Im Zuge dessen beschäftigte ich mich mit hunderten Hotels, Pensionen, Restaurants, Sehenswürdigkeiten und allem was einen Touristen noch so interessieren könnte. Das auch in 2014 längst nicht bei allen Anbietern eine Website vorhanden ist mag, besonders bei sehr kleinen Betrieben, noch verständlich sein. Dass aber ein Großteil nicht einmal Einträge bei den wichtigsten Map-Diensten hat, ist erschreckend. Es ist schlichtweg egal, ob “das Internet” als Kanal zur Kundengewinnung genutzt wird oder nicht, wer weder bei Google, Facebook, yelp oder Foursquare eingetragen ist verliert eine Menge Aufmerksamkeit und Kundenpotenzial. Vor 30 Minuten suchte ich erst die Adresse eines Unternehmens in unserer Stadt und landete mit dem ersten Klick bei einer ähnlich klingenden Firma in Bayern.

Einträge kosten bestenfalls eine Stunde Arbeit

Damit das eigene Unternehmen/Angebot in den Suchdiensten auftaucht sind keine Investitionen notwendig. Ein versierter Nutzer schafft alle wichtigen Dienste in maximal einer Stunde, so er sich denn der rudimentärsten Daten seinerselbst bewusst ist. Einzige Vorraussetzung: Ein PC/Notebook mit DSL-Anschluss und eine E-Mailadresse. Wer es sich nicht zutraut schreibt alle relevanten Daten wie Adresse, Name, Kontaktdaten, Angebot, Öffnungszeiten auf, legt ein schönes Bild bei und geht in eine (im Umgang mit dem Internet versierte) Werbeagentur seines Vertrauens. Es rentiert sich garantiert schneller als jede Zeitungsanzeige im Wochenblatt.

screenshot yelp Liebe Unternehmen: Macht eure Firmeneinträge!
Screenshot Kartenausschnitt bei yelp

Nachteile fehlender Einträge

Klar, wer dort gar nicht eingetragen ist kann auch nicht gefunden werden. Das gilt sowohl für die Suche nach genau diesem Unternehmen als auch für Umkreissuchen bei zum Beispiel Foursquare. Man ist also quasi nicht vorhanden und muss sich dann auch nicht wundern, wenn all die Touristen beim, vielleicht sogar schlechter gelegenen, Konkurrenten essen gehen.

Das Problem bei den Mapdiensten, zumindest für alle die sich nicht selbst eintragen, ist, dass andere Nutzer auch Einträge erstellen können. Facebook macht das mehr oder weniger im vorbeigehen mit, so dass der anlegende Nutzer oft gar nichts davon mitbekommt. Was aber heraus kommt, wenn ein Gast oder Passant den Eintrag einer Gaststätte auf Foursquare erstellt, ist mitunter wirklich lustig. Von Schreibfehlern, über völlig falsche Angaben (Imbissbude statt Sterne-Restaurant ist da noch das geringste Problem!) und natürlich auch lustig gemeinte, für das betreffende Unternehmen aber fatale, Falschangaben habe ich schon alles gesehen. Aber hey, warum sollte auch ein Gast die Arbeit des Wirt übernehmen? Des Weiteren bekommt man natürlich auch nichts von den Bewertungen und Kommentaren mit. Im schlimmsten Fall steht dann dort also ein völlig falscher Eintrag mit falschen Fotos und negativen Kommentaren im Internet, ohne dass man davon überhaupt weiß geschweige denn darauf reagieren kann.

Google Maps allein reicht nicht aus

Nun wird der ein oder andere Leser dieses Artikels vielleicht denken “Ich bin doch bei Google eingetragen, das reicht doch”. Das reicht leider nicht. Einerseits weil Foursquare das zum Beispiel nicht interessiert, andererseits (für alle die Foursquare zu hipp finden) verwendet Apple ab dem Herbst 2014 auf allen aktuellen Geräten den eigenen Mapservice und die Suche Spotlight. Dessen Daten haben nichts mit den Einträgen bei Google zu tun, nicht zuletzt weil die Unternehmen in einigen Bereichen konkurrieren. Wer sich also auf den vermeintlichen Google-Lorbeeren ausruht, wird spätestens nächstes Jahr von den iPhone und iPad Nutzern nicht mehr gefunden. Das ist zwar nicht schön, gilt es eben mindestens 2, besser 4 Dienste mit stets aktuellen Daten zu versorgen, aber so ist das Geschäft eben.

Wie erscheint mein Unternehmen bei Apple Maps?

Wie erwähnt setzt Apple nicht auf die Googledaten. Im Moment sollte man sich daher bei TomTom anmelden und einen Firmeneintrag anlegen. Gleiches gilt für yelp, auch hier macht ein eigener Eintrag Sinn. Nicht nur wegen Apple, sondern auch, weil viele Touristen vor einem Trip dort nach Tipps aller Art suchen. Später sollen auch Daten aus Foursquare bei Apple auftauchen. Einen Eintrag bei TomTom kann man hier: TomTom erstellen. Dazu einfach den eigenen Firmennamen suchen und den Eintrag, sofern vorhanden, bearbeiten oder eben einen neuen anlegen. Ähnlich sieht die Vorgehensweise bei yelp aus, dazu nutzt man am besten diese Website: yelp Eintragung. Bei Foursquare auch einfach nach dem eigenen Unternehmen suchen und einen vorhandenen Eintrag bearbeiten oder neu anlegen.

Natürlich ist bei all diesen Diensten eine Registrierung notwendig, wer also noch keine Profile bei den Diensten hat wird die oben angegebene Stunde etwas überschreiten. Aber hat man die Zugangsdaten einmal lassen sich Änderungen in der Zukunft sehr einfach und schnell erledigen.

 

QR Pflastersteine – Genial oder nutzlos?

QR-Codes scheiden regelmäßig die Geister. Gut eingesetzt können sie aber ein absolut probates Mittel zur Verteilung digitaler Inhalte sein. In den letzten Tagen flatterte mir eine Pressemitteilung über QR-Cobble, auf deutsch also QR-Pflastersteine ins Postfach. Was zunächst banal klingt, ist in Deutschland natürlich erstmal schwieriger als gedacht. Denn Pflasterstein ist nicht gleich Pflasterstein, und so muss der QR-Cobble alle möglichen Anforderungen erfüllen. Der QR-Cobble ist hier ausreichend zertifiziert und darf entsprechend auch im öffentlichen Raum verbaut werden. So viel zur Bürokratie.
qr cobble QR Pflastersteine   Genial oder nutzlos?

Einmal verlegt, kommunizieren sie rund um die Uhr die gewünschten Inhalte.

So heißt es in der Pressemitteilung. Das gilt grundsätzlich für jeden öffentlich zugänglichen QR-Code. Allerdings ist ein Pflasterstein ein neues “Trägermedium”. So witzig ich die Idee auch finde, mir fallen im eigentlichen Sinne des Pflastersteins wenige praktische und sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten ein. Klar, für Touristen klingt das zunächst sinnig. Aber wer will sich ständig auf den Boden bücken und einen QR-Code scannen??? Für den Einzelhandel ist vielleicht noch eine Art Schnitzeljagd denkbar, aber auch hier: ist es sinnig Werbung für Pflastersteine, auf denen ein Link steht, der oftmals wieder Werbung enthällt, zu machen?

Verbaut man die Steine in Sichthöhe oder findet Orte, an denen Passanten sowieso auf den Boden schauen, kann ich mir die QR-Cobble als dauerhafte Lösung für weiterführende Informationen gut vorstellen. Auf dem Boden eher nicht.

Weitere Informationen dazu gibt es hier: Klick Klick

locafox

Locafox bringt den Einzelhandel online

Es erscheint mir wie ein Jahrtausende altes Problem: Die Verbindung des stationären Handels mit dem Kunden im mobile Web. Gerade hier in meiner Heimat Thüringen erschrecke ich immer wieder, wenn ich an einem neuen Ort einchecken will und die Location entweder gar nicht oder völlig falsch bei Foursquare angelegt ist. Und da rede ich nicht von Dönerbuden oder Würstchenverkäufern, sondern von Hotels, guten Restaurants und allerlei anderer Sehenswürdigkeiten.

Gleiches gilt für den Einzelhandel. Außer Gejammer ist oft nicht viel in Verbindung mit dem Internet zu hören. Schade, wer sich nicht dem stetigen Wandel stellt, wird irgendwann abgehängt. Außer es kommt irgendwo ein “Retter” her, der den armen Händler an die Hand nimmt und ihm in die schöne bunte Internetwelt mitnimmt. Bisher stellten sich die selbsternannten Retter jedoch als Flops heraus.

Locafox möchte das jetzt anders machen. Der Ansatz dabei ist auch gut, weil er ganz einfach ist. Ungefähr wie eine Kreuzung aus Foursquare und einem großen Onlineshop. Locafox bietet Einzelhändlern die Möglichkeit, sich und ihre Produkte abzubilden, um bei entsprechenden lokalen Suchanfragen dann ausgeliefert zu werden. So einfach, so schön.

Doch wie soll das funktionieren?

Ich habe in den letzten gut acht Jahren mit vielen Händlern aus ganz Deutschland gearbeitet. Ein Problem, das quasi alle vereint: Artikeldaten. Es ist ein echtes Problem, zu jedem Artikel ein Bild, Beschreibung, Preis usw. zu liefern. Oft sind die Daten zwar in der Wawi, mehr oder weniger gut gepflegt, für einen Onlineshop scheitert es dann aber wieder ganz oft an der notwendigen Schnittstelle (damit Produkte zum Beispiel nicht überverkauft werden). Locafox verspricht hier einfache Abhilfe: Ein Export der Daten aus der Warenwirtschaft mit anschließendem Upload zu Locafox soll ausreichen. Das sollte für nahezu jeden Einzelhändler machbar sein. Wenn er es denn will.

Was macht Locafox?

Unzähligen Studien zufolge suchen wir selbst beim Shopping in der Einkaufspassage online nach Produktinformationen, und natürlich auch Preisen. Hat ein Geschäft meine Schuhe nicht in der gewünschten Größe da, bestelle ich sie noch dort online zu mir nach Hause, die Shoppingtour soll sich ja gelohnt haben. Und hier setzt Locafox an: Suche ich nach einem bestimmten Produkt oder einer Produktgruppe (ein Schuh/Schuhe), werden mir die Geschäfte in meiner Umgebung angezeigt, die mein gesuchtes Produkt verfügbar haben. Ich kann dann direkt online nachsehen, ob es meine Größe gibt und was mich das Produkt bei anderen Händlern kostet. Bin ich damit zufrieden, kann ich das Produkt reservieren und es noch am gleichen Öffnungstag im Geschäft anprobieren und mitnehmen, wenn es passt und mir gefällt.

Ich sehe hier gerade Chancen für Händler, die man extra anfahren muss. So weiß ich, dass meine Ware dort für mich reserviert liegt und ich den Weg damit nicht umsonst auf mich nehme.

Für die Einzelhändler wird laut Locafox übrigens nur dann eine Provision fällig, wenn ein Produkt über eine Reservierung gekauft wurde. Kommt der Kunde dank Locafox, aber ohne Reservierung, war das kostenlos.

Fazit

Wie immer steht und fällt so eine Lösung mit der Partizipation der Einzelhändler. In Thüringen sieht es bisher, Überraschung, eher mau aus. Ich würde mich freuen, wenn es mit Locafox klappt – das Konzept ist so einfach, dass es wirklich Potenzial hat.

Wie man mit hohen Rechnungen Kunden für sich gewinnt

Jedes Unternehmen benötigt einen ordentlichen Zufluss an neuen Kunden um zu wachsen und auch um verlorene Kunden und Projekte auszugleichen. Doch in einer Zeit der werblichen Dauerpenetration ist es nicht einfach an den richtigen Entscheider zu kommen. Noch schwieriger ist es dann aber oft dem Gegenüber davon zu überzeugen, dass man wirklich der Beste ist. Das gute alte Postmailing wird an dieser Stelle als Türöffner gern unterschätzt, viele Unternehmen haben eher schlechte Erfahrungen bezüglich der Rücklaufquote gemacht. Jedoch lag das dann eher selten an dem Postmailing als Medium, sondern der Aufmachung und dem Inhalt.

In Belgien ist JCDecaux einen recht aggressiven Weg gegangen: sie haben einfach sehr hohe Rechnungen verschickt. Und zwar an die größten Kunden die so auf dem Markt vorhanden waren. Der Ansatz dahinter war, dass die Außenwerbung für diese Marken nicht nur an den Straßen für Pasanten und Autofahrer sichtbar war, sondern auch über Jahre hinweg auf Google Streetview. Natürlich wollte man das Geld nicht von den Kunden haben, aber man bekam ihre Aufmerksamkeit und auch sofort das Interesse an den möglichen Verknüpfungen zwischen Werbung an der Straße und digitalen Medien und Kanälen. Natürlich gibt es auch ein Video zu diesem Mailing:

3-kreuze

Kommunalwahlkampf 2014: Plakate, Folder, Facebook

Am 25.Mai 2014 wurden die Wahlberechtigten Bürger mal wieder um ihre Stimme gebeten. Neben der Europawahl standen vielerorts auch Kommunalwahlen auf dem Programm. Und so ging es um Plätze in Kreistagen und Stadt- bzw Gemeinderäten. Auch ich war mal wieder in den Wahlkampf involviert und möchte meine Erfahrungen daraus gern mit euch teilen.

In unserem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, mitten in Thüringen, stand die Wahl für einen neuen Kreistag an und wir gründeten relativ kurzfristig im November 2013 eine Wählervereinigung um den etablierten Parteien etwas Druck zu machen. Die dann gegründete BfL setzte sich recht schnell aus gut 35 Mitgliedern zusammen, davon stellten sich 31 zur Wahl. Geld war natürlich nahezu nichts vorhanden, wie auch in 4 Monaten.

Problem 1: Bekanntheitsgrad

Trotz regional bekannter Mitglieder ging die Pressemitteilung zur Gründung mehr oder weniger unter. Dies ist sicher nicht zuletzt dem allgemeinen Desinteresse an politischen Themen geschuldet, für einen gerade erst gegründeten Verein aber ein großes Problem. Die Aufgabe war also möglichst breit und flächendeckend aufzutreten. Das klingt zunächst einfach, bei ca 110.000 Einwohnern die sich auf 1.034 Quadratkilometer und in 38 Gemeinden verteilen ist flächendeckend aber nicht ganz einfach. Letztlich einigte man sich, budgetbedingt, auf eine Mischung aus klassischen Mitteln wie Plakaten und Foldern und modernen Medien wie Website und Facebook. Insbesondere mit Facebook hatte ich hier bereits 2012 gute Erfahrungen gemacht.

Flankiert von Auftritten in Pressegesprächen und Radiointerviews sollte so die Bevölkerung über unsere schiere Existenz erfahren.

Problem 2: Überzeugen

Entgegen dem vielerorts beschriebenen „gute Inhalte verbreiten sich allein“ muss im politischen Geschehen nachgeholfen werden. Nur Bekanntheit allein reicht nicht, man muss mit seinen Inhalten überzeugen und die Personen dahinter an den Bürger heranbringen. Das ist natürlich die schwierigste Aufgabe, behauptet doch jeder nur das Beste für den Bürger zu wollen. Auch hier lag der Lösungsansatz in verschiedenen Mitteln:

Plakate

Neben einem Plakat unserer 3 Spitzenkandidaten fertigten wir in einzelnen Gebieten Plakate mit Mitgliedern aus dieser Region an. So wurde die Nähe zum Bürger deutlicher und an den Laternen hingen bekannte Gesichter aus der Nachbarschaft. Rund 1500 Plakate säumten so die Straßen im Landkreis und trugen zur Verbreitung der Marke und auch der Gesichter dahinter bei.

Folder

Ein Folder mit den wichtigsten Punkten des Wahlprogramms wurde an alle 55.000 Haushalte im Landkreis verteilt. Zentrales Element waren auch hier wieder die einzelnen Kandidaten, die mit Kurzinfos vorgestellt wurden. Der Folder sollte unser Auftreten in der Öffentlichkeit mit Zielen und Ansichten untermauern.

Website

Auf der Website wurden neben dem Wahlprogramm die Kandidaten detaillierter vorgestellt. Auf allen Werbemitteln während des gesamten Wahlkampfs wurde die URL der Website aktiv beworben, da hier auf einfache Art & Weise die größte Menge an Informationen bereitgestellt werden kann.

Facebook

 

Mangels Budget 560 Kommunalwahlkampf 2014: Plakate, Folder, Facebookkonnte keine große Facebookkampagne gefahren werden. Dank Erwähnungen in diversen Medien und der Schulung der Mitglieder Inhalte zu teilen und nicht nur zu liken wuchs unsere Fanpage allerdings binnen weniger Tage zur größten politischen Facebookseite im Landkreis. Mit der nun erhaltenen Fanbasis galt es nun möglichst effizient zu arbeiten. Die Inhalte im Wahlkampf mussten sich gut verbreiten, auch weil wir uns gerade in der etwas jüngeren Zielgruppe Stimmen von potenziellen Nichtwählern erhofften. Ein ausgewiesener Social Media Berater würde jetzt sagen, dass der Content likeable und shareable sein muss. Das bedeutete für uns konkret, dass wir Fotos von einzelnen Kandidaten mit einem kurzen persönlichen Statement versehen haben. Zu meiner persönlichen Überraschung erwies sich diese Variante als überaus gut, ich hätte nicht mit einer derart starken Performance gerechnet. Die Bilderposts wurden oft geteilt und noch mehr geliked, so dass einzelne Beiträge 6x mehr Menschen erreichten, als wir Fans hatten. Insgesamt erreichten unsere Beiträge in 4 Wochen Wahlkampf rund 62x mehr Aufrufe als die Fanpage Fans hat. Damit war ich recht zufrieden, noch besser war aber, dass wir mit Einwohnern ins Gespräch kamen.

Facebookprofile der Mitglieder

Kreistagswahl ist immer auch Personenwahl. Daher stellten wir unseren Mitgliedern Titelbilder zur Verfügung um auch dort präsent zu sein. Ein Nachteil dieser Variante ist allerdings die Verlagerung der Diskussionen, jedoch lässt sich das in einer oft sehr persönlichen Wahlentscheidung nicht verhindern.

Das Ergebnis

wahlergebnis bfl Kommunalwahlkampf 2014: Plakate, Folder, FacebookDa auf der Liste der CDU der amtierende Landrat auf Stimmenfang ging waren die Erwartungen eher zurückhaltend. Ab 3 von 46 zu verteilenden Sitzen wäre wohl ein Großteil der Mitglieder für den Start zufrieden gewesen, am Ende wurden es 12,5% der Stimmen und damit 6 Sitze. Letztlich hätte ich sehr gern einen Sitz mehr gehabt, dann wäre man drittstärkste Kraft gewesen, so mussten wir uns knapp hinter der SPD einreihen. Trotzdem bin ich mit dem Ausgang ganz glücklich, da dank der Verteilung (CDU 15, Linke 9, SPD 7 und wir 6 Sitze) mit den Mitgliedern der BfL gesprochen werden muss. Enttäuschend hingegen ist, dass die NPD auch 3 Sitze abbekommen hat und damit vor FDP, Grünen und einer anderen Bürgerinitiative (jeweils 2 Sitze) steht.

Der Wahlkampf in nackten Zahlen

Für die letztlich erhaltenen 17134 Stimmen haben wir 55.000 Folder drucken und verteilen lassen, ca 1.500 Plakate gehangen, 27 Facebookposts mit einer Gesamtreichweite von 16568 Aufrufen erstellt, 53 Fotos bei 4 Fotoshootings geschossen und 2853 Besucher auf unsere Website gelockt.

Fazit & Learnings

Wahlkampf ist purer Stress. Man muss bei Wählervereinigungen zudem beachten, dass das Geld aus den Taschen der Mitglieder und einiger weniger Unterstützer stammt und es keinerlei Unterstützung wie bei den Volksparteien gibt. So haben wir neben der Konzeptarbeit und dem Wahlkampf als solchen gut 1000 Plakate selbst geklebt, hunderte davon selbst auf- und abgehangen und unglaublich viel Bürokratie abgearbeitet. Trotzdem hat es sich letztlich natürlich gelohnt. Nun haben wir 5 Jahre Zeit die Defizite der ersten Wahlperiode abzubauen und natürlich mit guter Arbeit für positive Schlagzeilen zu sorgen.

Überraschenderweise war auch in 2014 Facebook ein scheinbar wichtiger Faktor. Dort wurden Diskussionen geführt und nachweislich mehrere tausend Menschen aus dem Landkreis erreicht, den Mitbewerbern ist dies erneut nicht in diesem Ausmaß gelungen.

Inhaltlich haben sich vor allem Persönlichkeiten und positive Meldungen sowie umsetzbare Visionen als besonders geeignet. Die teils unsachlichen und destruktiven Beiträge einzelner Konkurrenten stießen bei den Fans auf wenig Gegenliebe.

#kissmehappy

#kissmehappy – Coke lässt fremde einander küssen

Und schon wieder Instagram. Diesmal tatsächlich aus Deutschland. Coca Cola lässt unter dem Hashtag #kissmehappy wildfremde Menschen einander küssen. So zumindest die witzige Idee hinter der Kampagne. Ob sich genügend Nutzer an die Anleitung (kurz gesagt Bild im seitlichen Profil mit Kussmund) halten, damit eben der Effekt, dass sich auf den Displays der Betrachter fremde küssen, eintritt wird man sehen.

Mir gefällt der Ansatz wirklich gut, auf jeden Fall besser als das klassische mach ein Bild und einen hashtag dran.  Eine Verlosung darf als Anreiz ganz klar nicht fehlen, so gibt es 25x je 2 Karten für den Coca Cola Happiness Kongress in Berlin zu gewinnen.

Das Video auf YouTube zu #kissmehappy hat zwar eine etwas schläfrige Stimme bekommen, erklärt alles wichtige aber in kurzer Form:

viennafunfacts

ViennaFunFacts – Tourismus im Social Web

In Wien macht man derzeit vor, wie es gelingen kann Interesse an der Destination mit user generated content auf spielerische Art und Weise (neudeutsch gamification) zusammenbringen kann:

Unter dem Hashtag  #ViennaFunFacts können Wieninteressierte noch bis zum 31.8.2014 Beiträge auf allen denkbaren Social Media Plattformen einreichen, um eine Reise nach Wien zu gewinnen. Die Beiträge müssen dabei einen Fakt über Wien enthalten – User können dann auf der Sammelplattform abstimmen ob diese wahr oder falsch sind.

Ich finde das einen lustigen Ansatz und bin auch ziemlich enttäuscht dass die Beteiligung bisher (aus meiner Sicht) eher mau ist.

Wer also Lust auf Wien hat oder einfach gern lustige Lügengeschichten erfindet, hier entlang bitte: funfacts.vienna.info

Sage Online – Lohnabrechnung einfach und schnell

Wer Angestellte hat kennt das Problem: neben dem sowieso schon ausreichenden Bürokratieaufwand für Finanzamt und Co kommen noch zahlreiche Probleme und Aufgaben hinzu. Nicht umsonst unterhalten Unternehmen ab einer gewissen Größe eigene Personalabteilungen (die zugegebenermaßen auch noch andere Aufgaben haben). Bei Firmen die sich solche Abteilungen nicht leisten können oder wollen bleiben 2 Möglichkeiten übrig: einen externen Dienstleister suchen oder die Sache irgendwie selbst in die Hand nehmen. Bei uns in der Agentur macht es der Steuerberater mit, nicht billig aber eben auch nicht auf meinem Tisch.

Wenn ich mir aber selbst bei dieser Variante den Umfang der Lohnunterlagen mit Gehaltsabrechnung, Lohnsteueranmeldung, Krankenkasse, Sozialabgaben und den Unterlagen für die Berufsgenossenschaft ansehe, dazu noch die Urlaubskonten – es ist einfach nicht lustig. Sage bietet dafür nun eine Software zur Online Lohnabrechnung ohne Vorkenntnisse an, genauer 2 Varianten.

sage einfachLohn

Die kleinere Variante eignet sich, wie auch ihr größerer Bruder, besonders für e-Commerce Unternehmen – wer eh alles im Web macht wird damit schnell und einfach klar kommen. sage hat für die indiviuellen Bedürfnisse von e-Commerce Unternehmen ein Whitepaper zusammengestellt.

Bis zu 20 Mitarbeiter können mit einfachLohn verwaltet werden und dank der guten Nutzerführung sind keine tiefgreifenden Kenntnisse im Bereich Lohnabrechnung erforderlich. Trotzdem, und das sage ich aus Erfahrung, ist es förderlich sich einigermaßen auf dem laufenden zu halten icon wink Sage Online   Lohnabrechnung einfach und schnell

Wer das nicht glauben mag schaue bitte dieses Video:

sage Entgelt & Personal

Die größere Variante kann bis zu 100 Mitarbeiter verwalten, das ist vermutlich mehr als man ohne Personalabteilung oder zumindest ohne eine eigene Fachkraft für Personalangelegenheiten handlen kann, aber zumindest die Software könnte es. Auch hier heißt es, dass die Lohnabrechnung in 4 Minuten machbar ist. Klar, zuvor müssen die Stammdaten ordentlich eingegeben werden – aber die ändern sich in den meisten Unternehmen ja nicht monatlich. Ich habe die Software angetestet (das darf jeder bis zu 30 Tage kostenlos ) und sofern sich an den Stammdaten nichts ändert ist man wirklich sehr, sehr schnell durch. Schön ist auch, dass die Software bei einer Änderung während der Abrechnung fragt ob diese denn in die Stammdaten übernommen werden soll – das erspart dann den doppelten Aufwand bei einer Änderung.

Hier 2 Screenshots aus dem workflow:

einfachLohn Mitarbeiter 1024x622 Sage Online   Lohnabrechnung einfach und schnelleinfachLohn Dokumente 1024x606 Sage Online   Lohnabrechnung einfach und schnell

Fazit

Ich persönlich finde die Lösung zwar durchaus interessant, kann es mir aber im Agenturalltag nicht vorstellen auch noch die Lohnunterlagen selbst zu machen. Weniger weil die Software zu anspruchsvoll ist oder zu viel Zeit braucht, sondern wegen der notwendigen Termintreue. Auch die beste Software schickt die Meldungen an Krankenkassen und Finanzamt nur dann pünktlich ab, wenn es der Bediener hinbekommt. Wer aber das Thema Lohnabrechnung sowieso inhouse regelt, der sollte sich die Lösungen von sage mal anschauen.

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Karolína Kurková wird Markenbotschafterin für den 2er BMW Active Tourer

Ende des Jahres wird BMW den 2er Active Tourer auf den Markt bringen und damit eine Wagenklasse die ich nicht wirklich verstehe besetzen. Vielleicht tun sie das auch schon, ich habe ehrlich gesagt keinen allumfassenden Überblick bei all den Modellen und Klassen die es heute so gibt. Das ist aber auch recht egal, denn ich mag euch gar keinen BMW verkaufen. Viel mehr interessiert mich die Meldung, dass man mit dem Topmodel Karolína Kurková eine relativ unbekannte Frau als Markenbotschafterin auserkoren hat.

Karolína Kurková 2er BMW Karolína Kurková wird Markenbotschafterin für den 2er BMW Active Tourer

Viele werden ja Markenbotschafter wie Lena Meyer Landrut, die dann von Jürgen Klopp abgelöst wurde, jeweils für Opel, oder Paul Breitner für den FC Bayern München. Nun gewinnt Kurková zwar im Punkt attraktivität recht deutlich, wenn sie aber von BMW als perfekt geeignet beschrieben wird:

Sie ist aktiv und weltoffen. Stil und Ästhetik liegen ihr im Blut. Und als Mutter mit modernem Lebensstil verkörpert sie perfekt die Zielgruppe dieses Fahrzeugs

man dann aber nach ihr googlen muss, um den recht wichtigen Fakt (Mutter) zu wissen, naja. Bis zum vierten Quartal 2014 ist ja noch etwas Zeit und ich denke dass BMW in der Kampagne zum 2er Active Tourer sicher auch Karolína Kurková vorstellen wird. Inwiefern das dann zu einer profitablen Aufmerksamkeitssymbiose führt wird man sehen.

Mit Fisher-Price zum Muttertag gratulieren

Am 11. Mai ist Muttertag, ein Feiertag den man wie den Valentinstag dank der fleißigen Einzelhändler eigentlich nicht vergessen kann. Eigentlich, ich schaffe das trotzdem hin und wieder icon biggrin Mit Fisher Price zum Muttertag gratulieren

fisher price muttertag Mit Fisher Price zum Muttertag gratulieren

Fisher-Price hat sich bekanntlich Kindeprodukten verschrieben, denkt zum Muttertag aber auch an die Herkunft der Zielgruppe – die Mamas. Das Video hätte vielleicht etwas kürzer sein können, so kommt es etwas langatmig bis zur eigentlichen Message daher. Aber vielleicht sehen Mütter das Babygebrabbel auch einfach lieber als ich. In der Gesamtheit aber ein gelungener Clip:

Interessanter als das Video finde ich aber den Ansatz, den man bei Fisher-Price aber schon länger verfolgt, mit dieser Bildergalerie auf Facebook die zum teilen freigegeben ist. Bildchen mit lustigen Sprüchen gehen bei Facebook eh gut, insbesondere (so meine persönliche Erfahrung) bei jungen Frauen. Und so verbreitet man seine Marke usergerecht auf den Pinnwänden deutscher Facebookmuttis. Das mag weniger innovativ und spektakulär als ein Fallschirmsprung aus dem Weltraum sein, aber es funktioniert.