peterpumpkineater69 auf Instagram (Peter Griffin | Family Guy)

peter griffin bikin bridge peterpumpkineater69 auf Instagram (Peter Griffin | Family Guy)Instagram is for celebrities, habe ich in letzter Zeit verstärkt gehört. Instagram selbst verfolgt dieses Ziel auch verstärkt mit Betreuern für Stars und Sternchen, man will damit eben User gewinnen. So weit so gut, wer sich für das Leben von Promis nicht interessiert (wie ich) hat von dieser Entwicklung nichts. Bis jetzt. Der Account peterpumpkineater69 gehört Peter Griffin aus Family Guy. Damit bekommt Instagram eine weitere Dimension, Zeichentrickhelden waren mir bisher dort nicht bekannt.

Und so teilt Peter ganz instagramlike Bilder aus seinem “Leben” und versieht diese mit den bekannt deftigen Kommentaren.

Natürlich darf der allseits beliebte Food-Selfie nicht fehlen:

In Anbetracht der Likes scheint die Instagramwelt geradezu darauf gewartet haben.

Ich bin sehr gespannt wie sich dieser Account entwickelt, Hinweise auf neue Events in der Serie und natürlich die Erweiterung des Charackter Peter Griffin sind interessante Zukunftsaussichten.

(via)

Das Burger King Motel

burger king motel Das Burger King Motel

Offenbar stehen die Amerikaner auch beim Fastfood eher auf “echtes” Fleisch, also Schwein und Rind. Burger King möchte nun aber seine Kunden mehr in Richtung Huhn drängen (ganz sicher aus gesundheitlichen Gründen icon wink Das Burger King Motel ). Doch wie stellt man das an, in einem Land in dem BBQ in vielen Regionen Religion ist, im Land der Kuhtreiber Cowboys? Einen sicheren Weg dahin gibt es sicher nicht, aber einen lustigen!

Manch einer kennt eventuell die Stalkingsendungen aus den USA, wo Privatsphäre bekanntlich weniger wichtig ist, in denen versteckte Kamerateams vermeintlichen Fremdgehern nachstellen und das ganze Land dann den Ehebruch quasi live miterleben darf. In genau diesem Stil versucht Burger King nun den Seitensprung zum Hünchenburger schmackhaft zu machen. Inklusive einem Burger King Motel und entsprechenden Aufnahmen. Cheat on Beef! heißt es dann sehr passend im Abspann:

Coca Cola holt den WM-Pokal nach Deutschland

Coca Cola hat es unserer Nationalmannschaft vorgemacht: Der Fifa WM-Pokal landete am Samstagmorgen in Berlin Tegel. Freundlicherweise durfte ich live dabei sein icon smile Coca Cola holt den WM Pokal nach Deutschland

Pokal close Coca Cola holt den WM Pokal nach Deutschland

Die Ansammlung an Pressefotografen und allerlei Medienvertretern war schon um kurz nach 9 Uhr beachtlich groß. Als wir es durch den Sicherheitscheck auf das Rollfeld geschafft hatten stieg die Aufregung quasi minütlich an. Nicht mehr lange, dann würde die Maschine landen und der Fifa WM-Pokal auf dem roten Teppich stehen. Als Raucher war das eine echt harte Nummer, da auch auf dem Rollfeld von Berlin Tegel absolutes Rauchverbot angesagt ist. Also mussten die Coca Cola Fandosen herhalten icon smile Coca Cola holt den WM Pokal nach Deutschland

Doch dann, kurz nach 10:00 Uhr, war es soweit. Das Flugzeug landet und wird von der Flughafenfeuerwehr empfangen (damit die Maschine auch schön sauber am roten Teppich ankommt).

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Die Spannung war nun, zumindest bei mir, echt auf dem Höhepunkt. Am liebsten hätte ich den Pokal selbst aus dem Flugzeug geholt. Da das aber keine realistischen Erfolgschancen bot musste ich mir das Prozedere ansehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde dann ein Koffer herangetragen, wie der Pokal jedoch ausgepackt wird durfte niemand sehen – dafür wurde die Szenerie auch extra abgehangen.

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Do it for Denmark

Unsere dänischen Nachbarn haben ein ähnliches demografisches Problem wie wir in Deutschland auch: zu wenige Kinder, zu viele alte Menschen um die sich bald kaum einer kümmern kann. Nicht, weil das keiner will, sondern weil es diese Menschen einfach nicht gibt. Das sind keine sonderlich rosigen Aussichten, schließlich werden wir alle alt und hoffen auf eine würdige Behandlung oder gar, sofern notwendig, Pflege. Aber wir sind ja auch selbst Schuld an der Misere: Mehr ungeschützter Sex wäre die Lösung gewesen, aber ihr musstet ja alle verhüten!

Ein dänischer Reiseanbieter hat das jetzt erkannt und wirbt mit Vögeln für den Weltfrieden Do it for Denmark! Richtig gelesen, das ist ein Sex-Contest.

Hintergrund ist, dass wir Euopäer im Urlaub bedeutend mehr Sex als daheim haben. Und durch den nachlassenden Stress auf Erholungsreisen steigt die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis an (ich spreche da aus Erfahrung icon wink Do it for Denmark ). Die Teilnehmer der Kampagne sollen nun eine Städtereise in eine “romantische” Stadt buchen (Berlin, Paris, London, usw) und dort möglichst ein Kind zeugen. Klappt das braucht es nur eine Bestätigung der Schwangerschaft und der Buchung der entsprechenden Reise, schon kann man einen Familienurlaub oder diverse Babyaustattung gewinnen.

Geniale Idee um Städtereisen zu bewerben, oder?

Smartphones überholen Fernsehen

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Das Smartphone ist immer dabei

Jahrzehntelang war er unser liebstes Geräte für Nachrichten, Sport & Unterhaltung: Der Fernseher. Doch damit ist jetzt Schluß! Das Smartphone hat den Fernseher abgelöst. Ein unfairer Kampf, in dem es nun erstmals eine Wende gab. Der örtlich gebundene Fernseher, mit monodirektionaler Kommunikation, dafür mit größter Tradition gegen mobile, handliche Hightechgeräte, ausgestattet mit sozialen Netzwerken, Spielen und allerlei Spielereien.

Natürlich wird das Fernsehen noch viele Jahre eine gewichtige Rolle spielen. Insbesondere im Bereich Werbung sehe ich hier weiterhin ein hohes Gewicht, egal wie toll man im Internet seine vermeintlichen Zielgruppen selektieren kann. Der gute alte Werbespot wird bleiben.

Insgesamt verbringen wir Deutschen laut einer Studie von Millward Brown mit 379 Minuten über 6 Stunden täglich vor Bildschirmen, um Medien zu konsumieren. Das Smartphone liegt dabei erstmals mit 137 Minuten vor dem Fernsehen mit 129 Minuten. Das ist nicht weltbewegend viel, setzt aber einen Trend fort. Laptop (77 Minuten) und Tablet (36) liegen relativ abgeschlagen hinter den beiden Spitzenreitern. Insbesondere beim Tablet überrascht mich das, könnte aber auch daran liegen dass deutlich mehr Menschen ein Smartphone als ein Tablet besitzen. Das Smartphone profitiert an dieser Stelle natürlich auch von den langsam, aber sicher, wachsenden Multiscreenangeboten. Gefühlt, dafür habe ich leider keine Studie, findet Mulitscreen aber auch ohne spezielle Angebote statt. Da reicht ein Blick in meine Twittertimeline wenn Sendungen wie das Dschungelcamp oder Fußballspiele stattfinden. Für Mulitscreen gilt also auch jetzt schon: die Marke entscheidet nicht ob es Multiscreen gibt, sondern ob sie daran teilnehmen möchte.

Werbeblöcke als Chance

Die Nutzung der mobilen Endgeräte steigt insbesondere während der Werbeblöcke an. Das ist eine große Chance für Werbetreibende, die leider allzu oft noch kläglich vergeben wird. So blendet beispielsweise Mercedes Benz am Ende der aktuellen Spots für ca 1,5 Sekunden das eigene Social Media Portfolio ein. Damit wird man kaum User auf die Kanäle ziehen. Hier hat die Werbewirtschaft also noch Nachholbedarf.

Bildnachweis: iphone-4-close von http://unsplash.com/ (CC0 10)

Die Pornhub Creative Director Challenge

Die Pornoindustrie hat es nicht leicht. Obwohl sie, je nach Statistik, mindestens 1/3 des täglichen Internettraffics ausmacht besucht eigentlich niemand die Websites der Erotik- und Pornoanbieter. Das gleiche Phänomen kann man bei der Bild betrachten, Zusammenhänge sind rein zufällig icon wink Die Pornhub Creative Director Challenge

Dass die Kunden sich selbst verleugnen ist die eine Sache, dann aber wirklich gutes Personal zu finde eine andere. Ich denke, als Creative Director braucht es ein gewisses Selbstvertrauen sich Pornhub in den Lebenslauf zu schreiben. Das zeigt sich auch ganz gut bei der aktuellen Pornhub Creative Director Challenge. Dort sucht man nämlich gutes Personal. Die heftige Durchmischung im qualitativen Sinne wird bei den eingereichten Arbeiten deutlich. Da sind wirklich gute Sachen dabei, und dann wieder Arbeiten die einfach nur völlig undenkbar schlecht sind.

Mein persönlicher Favorit ist jedoch ganz klar der hier:

pornhub challenge Die Pornhub Creative Director Challenge

Quelle: http://pornhubcampaign.tumblr.com/post/78755130596/michael-g-1#.Ux6yGIXYNJh

Sollte sich wer berufen fühlen, noch hält sich die Konkurrenz in Grenzen und bis zum 31.3.2014 können noch Arbeiten eingereicht werden.

Vine Videos auf Pinterest verbreiten

vine logo Vine Videos auf Pinterest verbreiten

Vine ist für mich noch immer so ein kleines Sorgenkind. So cool die 6-Sekünder Clips auch sind, so schwer ist es die erforderliche Reichweite zu erzielen. Wenn man nicht gerade Sascha Lobo heißt. Oder nackt (und attraktiv) ist. Beides trifft auf 99,99% aller Marken nicht zu, also muss man andere Wege der Verbreitung finden.

Twitter ist dabei zwar ganz nett, aber für ein Video eben auch nur semi-gut geeignet. Zudem ist ein Tweet schnell vergangen. Witzigerweise kommt jetzt Pinterest ins Spiel, denn hier kann man ganz wunderbar sein Video mit eigenen Vorschaubild darstellen und verbreiten. Die Funktionen dazu gibt uns Pinterest mit an die Hand, wir müssen sie nur entsprechend verwenden.

Damit das funktioniert muss das Vine zunächst getwittert werden, damit erhalten wir die URL des Videos gleich mitgeliefert. Als nächstes sollte dann das Vorschaubild erstellt werden. Das kann ein eigenes Bild sein oder ein Screen aus dem Video (dazu einfach das Video herunterladen, das sind ganz normale MP4 Dateien, und einen Screenshot mit Photoshop so verarbeiten, dass er gut aussieht).

Egal für welches Bild ihr euch nun entscheidet – jetzt geht es zu Pinterest. Hier einfach das Bild hochladen und in das “Quelle” Feld die URL zum Vine Video eingeben, speichern – fertig!

vine auf pinterest Vine Videos auf Pinterest verbreiten

Klickt jetzt ein User auf das Bild wird er direkt zum Video geleitet.

Den Pin könnt ihr dann auch ganz easy auf Facebook teilen.

Selfielogie – die Lehre der Selfies

Selfies sind allgegenwärtig. Ein Fototrend der sich mittlerweile über die ganze Welt ausgebreitet hat und dazu noch höchst sympatisch ist. Es ist also an der Zeit dem Ganzen eine eigene Wissenschaft zu widmen – die Selfielogie. In der Selfielogie beschäftigen wir uns mit der Ausbreitung, der Verwendung und der Auswirkung der Selfies. Heute beginnen wir mit den Auswertungen der Mundwinkelstellung in 5 Großstädten der Erde.

Sammelt man Selfies und wertet diese nach Lokalität aus (sofern die Bilder bei Instagram mit einer Location vertaggt wurden) ergibt sich ein interessantes Bild. Selfiecity.net bietet zum Beispiel die Möglichkeit aus einigen Tausend Selfies in 5 Großstädten diverse Auswertungen vorzunehmen. Ich habe mal die Auswertung nach Lächeln bzw nicht-Lächeln und Geschlecht gewählt. Frauen sind demnach quasi global öfter lächelnd auf einem Selfie zu finden als Männer:

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In der Grafik befinden sich oben die männlichen, unten die weiblichen Probanden. Die Skala reicht von traurig (links) bis glücklich (rechts).

Das ist soweit schön und gut, immerhin stehen wir Deutschen in Berlin gar nicht so schlecht da. Der, fürs Marketing, aber interessantere Teil ist: Selfies werden überdurchschnittlich gut geliked und wahrgenommen. Hier spielt letztlich die Natur des Menschen eine große Rolle: wir kommunizieren eben viel lieber mit anderen Exemplaren unserer eigenen Spezies als mit allenm anderen. Und gerade bei den Distanzen, die wir mit Social Networks wie Facebook oder eben Instagram überbrücken und der Tatsache, dass sich viele dort vernetzte Menschen niemals in der “echten” Welt treffen werden, ergeben eben auch den großen Wunsch den “anderen” mal zu sehen.

Das gilt zwar nicht nur für Selfies, sondern letztlich für fast alle Bilder mit Menschen darauf, zeigt aber dass man am Besten in einem solchen Selfie seine Marke platziert.

Doch welche Möglichkeiten gibt es für eine Marke am Trend der Selfies teilzuhaben? In den USA gab es in 2013 rund 1000 Selfie-Kampagnen (ich habe mich nicht vertippt). Doch kaum eine erreichte große Aufmerksamkeit in Deutschland, es dauert eben immer mindestens 1 Jahr ehe so etwas richtig über den großen Teich schwappt. Mir persönlich hat dabei die Kampagne von Warby Parker hat seinen Kunden die Möglichkeit eingeräumt 5 Brillen zu bestellen, diese anzuprobieren und dazu aufgefordert von jedem Modell einen Selfie zu machen. Dieser sollte dann von Freunden & Bekannten bewertet werden, so dass die Entscheidung für die neue Brille quasi aus der Croud kam. Diese Idee gefällt mir wirklich gut, weil sie nicht nur den Trend Selfie benutzt, sondern auch ein wirkliches Problem löst. Witzigerweise hat einer meiner Facebookfreunde vor einiger Zeit genau so seine Entscheidung für eine neue Brille getroffen, ganz ohne Kampagne.

Warby Parker ist übrigens auch so eine tolle Marke, gerade habe ich in deren Blog einen Post gefunden “Wir, als wir 4 Jahre waren“. Das macht sympatisch, ganz ohne Kommerz icon wink Selfielogie   die Lehre der Selfies

Selfies im Tourismus

Während ich jetzt monatelang die Augen auf Instagram und Selfies gerichtet habe, ist mir aufgefallen dass es vergleichsweise wenige Kampagnen im Tourismusbereich gibt. Ich weiß ehrlich gesagt nicht warum, denn gerade Selfies sollten sich dafür besonders gut eignen. Viele Menschen machen sie gern. Noch mehr Menschen machen gern Fotos im Urlaub. Tourismusanbieter, egal welche, wollen gern Fotos ihrer Regionen und Sehenswürdigkeiten. Noch naheliegender geht doch fast nicht icon wink Selfielogie   die Lehre der Selfies

Ich bin gespannt wen ich so alles auf der ITB treffen werde, vielleicht erfahre ich dort Gründe warum das mit den Selfies nur so semi genutzt wird…

 

Social Media Kosten kalkulieren

Was kostet uns Facebook?

Vermutlich ist diese Frage nicht nur für mich mittlerweile relativ nervig. Die Klassikerantwort was “uns” denn ein Auto kosten würde hat eben auch schon an Charme verloren. Doch, und das darf man nicht vergessen, letztlich bildet diese Fragestellung den Bedarf der potenziellen Kunden ab. Und dieser ist Beratung, auch wenns niemand hören mag.

Sicherlich bin ich nicht der Einzige, der sich über die Jahre ein paar Preise in den Kopf gesetzt hat, hinterlegt mit beispielhaften Leistungen, um eben solche Fragen ersteinmal grob zu beantworten und damit einen vernünftigen Gesprächseinstieg zu haben. Jedoch geistert diese Frage nicht nur in Gesprächen zwischen potenziellen Kunden und Profis herum, sondern wird auch im Web gesucht. Torsten hat mit dem “Social Media Kalkulator” jetzt ein Angebot geschaffen, das genau dort ansetzt.

social media kalkulator Social Media Kosten kalkulieren

Dort können Interessenten derzeit aus Dienstleistungen für Facebook, Twitter und Google+ auswählen und sich ein Angebot zusammenklicken. Baukastenlike.

Damit hat jeder Besucher zumindest eine ungefähre Vorstellung mit welchem Budget er in etwa rechnen sollte. Genau lässt sich das zwar immernoch nur individuell kalkulieren, aber es schweben zumindest keine völlig unrealistischen Summen durch die Köpfe.

Wer also etwas plant, aber noch nicht so recht weiß was er kalkulieren soll – probiert es einfach mal aus, ihr dürft dann trotzdem noch mich engagieren icon wink Social Media Kosten kalkulieren

Folge den Nutzern, nicht den Verkäufern

wo gehts lang  Folge den Nutzern, nicht den Verkäufern

Der richtige Weg ist selten klar zu erkennen

Ich höre und lese immer wieder Aussagen wie “Wir müssen was mit Facebook machen” oder eben mit Twitter, Google+,YouTube, Instagram, Pinterest, Vine und wie die Netzwerke alle heißen. Zuletzt ging sogar Snapchat durch die Runde. Das klingt auch alles immer ganz gut, was man da nicht alles gut machen kann, Vorreiter sein und so weiter. Klar, als Vertriebler muss man ja Argumente beim Kunden platzieren und Aufträge für den Controller abschließen. Allerdings, und das lese ich zum Glück auch ganz häufig, ist es Quatsch einem beliebigen Unternehmen das gerade hippe Netzwerk aufzudrücken.

From Network to network – we keep going on

Könnt ihr euch noch an StudiVZ erinnern? Bestimmt. Was war damals los, als man Werbung schalten konnte! Und Corporate Gruppen, der ganz heiße Shice! Ich selbst war davon zunächst auch sehr begeistert, allerdings stellte sich schnell heraus, dass die Anzeigenpreise enorm teuer waren und Corporate Gruppen nutzlos und nicht akzeptiert waren. Nicht, dass die Idee dahinter per se schlecht war, im Grunde machen wir auf Fanpges bei Facebook nichts anderes, aber der Grund für den Niedergang der VZ-Netzwerke war gleichfalls der Grund für das scheitern der Gruppen – alles war in sich geschlossen, damit nicht einfach skalierbar und die Zeit war wohl einfach noch nicht reif für Business in Social Networks. Konnte man ja auch gut bei dem heftigen Shitstorm der Vodafone-Blogger Kampagne beobachten.

Lustigerweise ist nachbetrachtend XING, bzw OpenBC, das erste Social Network in dem ich geschäftliche Erfolge verbuchen konnte. Allerdings war XING für Agenturen weniger interessant, bestenfalls konnte man kleine Coachings dafür verkaufen.

In 2008 kam dann in Deutschland, aus meiner Sicht, die digitale Wende. Facebook etablierte sich, Corporate Blogs entstanden an allen Ecken. Und schon ging er los: der Netzwerkhype. Du MUSST bei Facebook dabei sein. Für viele Unternehmen stimmt(e) das sogar. Nach Facebook kam Twitter, kurz darauf entdeckte man das riesige Potenzial von YouTube, tumblr darf an dieser Stelle natürlich auch nicht unerwähnt bleiben. Zwischendurch natürlich der Facebookkiller Google+. Gefolgt von Instagram und Pinterest, vor einem Jahr dann Snapchat und mittlerweile weckt der Gedanke an über 20 Millionen Deutsche Nutzer große Begierlichkeiten in Whatsapp.

Für so manchen Berater ist das ein absolutes Schlaraffenland. Ganz von allein entsteht Bedarf nach Bedarf, kaum ist man irgendwo gelandet lockt schon der nächste Dienst.

Doch macht das wirklich Sinn? Muss jedes Unternehmen, jede Marke überall mitmachen? Ich glaube nicht. Bereits vor 4 Jahren (wie die Zeit doch rennt) habe ich einen Beitrag mit der Überschrift “Der Blog als Social Media Basis” veröffentlicht. Diese Ansicht hat sich in diesen 4 Jahren, bei mir persönlich, im Grunde nicht geändert. Nur über mein eigen gehostetes Blog habe ich immer die volle Kontrolle. Nur auf meinem eigenen Blog kann ich alle Aktivitäten in diversen Netzwerken sammeln und für die Ewigkeit aufbewahren. Nur hier ist meine Arbeit vor jeglichem Verfall und Hype sicher. Und trotzdem bewahre ich mir die Flexibilität an Facebook, YouTube, Twitter, Instagram, Pinterest und so weiter zu partizipieren. Selbst ein tumblr-Blog kann nebenbei laufen, wenn man sich dort mehr Effekt erhofft. Soll heißen: das einzige Grundelement in fast jeder Social Media Konzeption ist aus meiner Sicht ein Blog. Einzig Facebook würde ich, aufgrund seiner enormen Verbreitung durch alle Bevölkerungsschichten, noch als mögliches Must-Have deklarieren, aber auch nicht in allen Fällen.

Allerdings möchte ich an dieser Stelle gar nicht gegen neue Channels argumentieren. Im Gegenteil: Wenn es passt(!), sollte man nicht erst im Anschlusszug sitzen, während die Konkurrenz bereits im Zug davor die erste Klasse besetzt.

 Folge den Nutzern, nicht den Verkäufern

Wie gesagt, es ist völlig natürlich und in gewissem Maße verständlich, dass die Verkäufer (oder was auch immer auf der Visitenkarte steht) bestehenden und neuen Kunden ein aufkommendes Netzwerk schmackhaft machen wollen. Auch die Agenturen müssen Geld verdienen!

An dieser Stelle kommt dann eben ein guter Berater oder der eigene Social Media Manager ins Spiel. Selbstverständlich ist in bestimmten Branchen ein Engagement auf vielen Kanälen sinnvoll. Unter bestimmten Voraussetzungen. Die einfachste und grundlegendste Frage ist dabei immer: Wo sind die für mich relevanten Nutzer? Facebook hat zum Beispiel, entgegen hunderter Medienmeldungen, nicht große Mengen an Nutzern verloren. Allerdings wird Facebook deutlich weniger genutzt als vor 1-2 Jahren. Neben dem größten Social Network der Welt haben sich spezielle Dienste wie Instagram, Pinterest oder Whatsapp etabliert. Dort werden eben Fotos, Grafiken oder Kurznachrichten ausgetauscht – Nutzerzeit die Facebook verloren hat. Durch die Spezialisierung sind diese Netzwerke für manche Marken besonders reizvoll, andere Unternehmen würden dort nur Ressourcen verschwenden. Diese Chancen zu evaluieren ist aber nicht Aufgabe eines Verkäufers, auch wenn die sich immer öfter Berater nennen.

Diese Verschiebungen der Nutzer kann mittelfristig auch dazu führen, dass das Engagement auf einer Plattform enorm reduziert, oder sogar eingestellt wird. Wenn ich meine Zielgruppe nicht mehr ausreichend auf Facebook erreiche gibt es 2 Möglichkeiten: Mit mehr Ressourcen mehr Channels bedienen oder die Ressourcen anders aufteilen.

Facebook Reichweiteverluste

Ein weiterer Aspekt, der zu einer Verschiebung der Ressourcen führen kann (und in manchen Fällen dringend sollte) sind Änderungen von Plattformen selbst. Facebook macht es Fanpagebetreibern zunehmend schwer ihre Botschaften unters Fanvolk zu bringen. Die Höhe der notwendigen Budgets ist in den letzten Jahren förmlich explodiert, wie auch Marc zuletzt treffend feststellte. Eventuell erkennt Facebook diesen zu radikalen Einschnitt und mildert die Probleme der Unternemen wieder, ob und wann das geschieht weiß aber nur Facebook selbst.

Fazit

Es war vor 4 Jahren schon angebracht und es ist auch Heute noch so: Ein eigenes Blog ist die einzige  sichere Konstante in der Social Media Welt. Glücklicherweise ist es einfach möglich seine Aktivitäten in den einzelnen Social Networks dort zu bündeln, Inhalte zu sammeln und sich damit einigermaßen unabhängig von Nutzerwanderungen und Plattformänderungen zu machen. Hat man diese Basis, fällt es auch viel leichter auf neue Möglichkeiten im Social Media Marketing Setup zu reagieren. Schließlich reißt man mit wechselnden Fokus auf einen neuen Channel nicht die jahrelange Arbeit an anderer Stelle komplett ein. Trotzdem, und das möchte ich zum Schluss hin deutlich betonen, ist es enorm wichtig am Ball zu bleiben und sich abzeichnende Trend frühzeitig zu erkennen. Beginnt ein neues Network zu wachsen und ist es für die eigenen Zwecke sehr gut geeignet, spricht nichts dagegen auch mit geringen Ressourcen eine kleine Basis auf der “neuen” Plattform zu schaffen, um dann, wenn es richtig los geht, der Konkurrenz schon einen Schritt voraus zu sein. Auch dazu ist ein Blog übrigens eine tolle Basis, die dort verfolgte Contentstrategie lässt sich im Prinzip auf jede Plattform adaptieren – den dort geltenden Regeln und gebotenen Anforderungen entsprechend.